LONDON (IT BOLTWISE) – Samsung stellt mit der Galaxy Watch Ultra2 und der Galaxy Watch9 zwei neue Smartwatches in den Fokus, die kontinuierlich erfasste Biometrie in KI-gestützte Wellness- und Fitness-Insights übersetzen. Die Premium-Modelle sollen damit eine proaktive Vorsorge stärken: von Schlaf-Atemstörungen bis zur täglichen Ausdauerbelastung. Technisch setzen beide Geräte auf BioActive-Sensoren und eine neue Snapdragon-Wear-Plattform, die mehr Rechenleistung für Echtzeit-Auswertung liefert. Gleichzeitig adressiert der Hersteller mit Displayhelligkeit, Akkukapazität und Outdoor- bzw. Alltags-Design sehr unterschiedliche Nutzungsprofile.

Die neuen Samsung Galaxy Watches kommen weniger als weiteres Wearable-Update daher, sondern als Versuch, den Alltag messbar zu machen: Am Handgelenk erfasste Daten sollen nicht nur protokolliert, sondern über KI-Modelle in umsetzbare Empfehlungen übersetzt werden. In der Produktkommunikation steht dabei explizit der Übergang von einer reaktiven „Therapie nach Bedarf“ hin zu einer proaktiven Vorsorge, weil die Uhr ihre Erkenntnisse fortlaufend statt nur in Ausnahmesituationen liefern will. Genau diese Denkrichtung ist für Unternehmen im Umfeld von Digital Health und Enterprise-Funktionskommunikation relevant, denn sie verschiebt den Mehrwert von reinen Tracking-Reports hin zu kontinuierlichem „Decision Support“ im Alltag.
Technisch bauen sowohl die Galaxy Watch Ultra2 als auch die Galaxy Watch9 auf einer Kombination aus Sensorik und Auswertung auf, die im Hintergrund fortlaufend arbeitet. Der Hersteller nennt BioActive-Sensoren, die unter anderem Herzfrequenz, EKG und BIA erfassen sollen, ergänzt durch weitere Messpunkte wie Beschleunigung, Lage, Barometer, Umgebungslicht sowie einen Infrarot-Temperatursensor. Für die KI-gestützten Wellness-Insights bedeutet das: Das System kann wiederkehrende Muster in Schlaf, Aktivität und Erholung identifizieren und daraus persönliche Hinweise ableiten. Konkret werden Funktionen wie Schlaf-Apnoe-Analysen über KI-gestützte Algorithmen, Vitalwert-Einordnungen im Schlaf sowie eine Unterstützung bei der Herzgesundheit genannt, die einen Überblick über das kardiovaskuläre Wohlbefinden liefern soll. Darüber hinaus fallen unter die „tägliche“ Perspektive Ansätze wie eine geschätzte Ausdauerbelastung und ein Fitnessindex, der Trainingsumfang und Erholungsbedarf in eine Gesamtsicht setzen will.
Die Ultra2 zielt dabei klar auf Nutzer, die auch außerhalb typischer Indoor-Routinen präzise Messungen wollen. Dafür nennt Samsung für die Watch Ultra2 einen 800-mAh-Akku, eine Displayhelligkeit von bis zu 5.000 Nits und die neue Snapdragon-Wear-Elite-Plattform. Beim Outdoor-Tracking sollen spezialisierte Modi wie die Trail-Run-Funktion helfen, persönliche Ziele Schritt für Schritt zu verfolgen; als Beispiel nennt der Hersteller detaillierte Höhenprofile, Aufstiegsfortschritt und Belastungskennwerte beim Laufen, damit Tempo und Anstrengung besser einschätzbar werden. Auch für Hydration liefert die Uhr Hinweise zur Flüssigkeitszufuhr auf Basis eines geschätzten Flüssigkeitsverlusts im Verhältnis zum Körpergewicht. Für Tauchanwendungen wird die Ultra2 mit IP69K, 10 ATM sowie der DIN-EN-13319-Zertifizierung beschrieben; beim Eintauchen sollen Echtzeitdaten wie Tiefe, Tauchzeit und Wassertemperatur am Handgelenk verfügbar sein. Die Verknüpfung mit einer Tauch-App, die gemeinsam mit Mares entwickelt worden sein soll, macht zudem deutlich, dass Samsung hier nicht nur „Wellness“ adressiert, sondern eine robuste Sport- und Sicherheitsarchitektur für spezielle Umgebungen mitliefert.
Die Galaxy Watch9 richtet sich dagegen stärker an eine durchgängige Nutzung im Alltag – und setzt dabei auf Komfort und Effizienz. Das Gehäuse besteht laut Angaben aus leichtem, zugleich robustem Aluminium, während das Wearable für tagsüber und nachts konsistente Einblicke in Fitness, Wellness und persönliche Routinen liefern soll. Die Hardware folgt dem gleichen Grundgedanken, aber mit anderen Prioritäten: Samsung nennt 390 mAh Akkukapazität und bis zu 3.000 Nits Displayhelligkeit. Der Hersteller betont außerdem Geschwindigkeit und Rechenleistung für ein nahtloses Nutzungserlebnis über die Snapdragon-Wear-Elite-Plattform. Für Unternehmen, die Wearables als Teil von betrieblichen Gesundheitsprogrammen betrachten, ist diese Trennung wichtig: Ultra2 wirkt wie der „Outdoor-Profiler“, während Watch9 auf „Daily Fidelity“ setzt – also darauf, dass die Uhr auch dann regelmäßig liefert, wenn Trainingseinheiten ausfallen und Messwerte trotzdem über Nacht und in Ruhephasen relevant sind.
Ein weiterer Hebel in der Umsetzung ist die Gestaltung der Nutzerführung über Armband-Ökosysteme und Konnektivität. Samsung positioniert beide Uhren als anpassbar über austauschbare, weiche Armbänder für verschiedene Styles und Einsatzszenarien; das soll die Akzeptanz im Alltag erhöhen, weil das Gerät physisch weniger „stört“, wenn man es auch im Büro oder beim Schlafen trägt. Gleichzeitig geht es um die Skalierung des Daten-Workflows: Samsung verknüpft die Watches mit einem vernetzten Galaxy-Erlebnis über mehrere Formfaktoren, von der Hosentasche bis ins Zuhause. Zusätzlich nennt der Hersteller einen kostenlosen iFIT-Test für zwei Monate, der über die Samsung Health App aktiviert wird, inklusive der Möglichkeit, virtuelle Trainingseinheiten direkt aufzuzeichnen. Damit entsteht für Anwender eine Art „Loop“ aus Training, Messung und KI-gestützter Rückmeldung, der sich im besten Fall selbst verstärkt: je konsistenter die Datenbasis, desto genauer die Einordnungen.
Für den Marktstart stellt Samsung klare Eckdaten bereit: Die Galaxy Watch9 wird in 40 mm und 44 mm verfügbar sein, mit UVPs ab 409 Euro bzw. 439 Euro; die Ultra2 folgt in 47 mm mit einer UVP ab 749 Euro. Vorbestellungen sollen ab dem 22. Juli 2026 in ausgewählten Märkten möglich sein, die allgemeine Verfügbarkeit startet ab dem 7. August 2026. Wer im Samsung Online Shop vorbestellt, kann laut Angaben bis zu 360 Euro beim Tausch eines Altgeräts sparen und bis zu 100 Euro Extra-Rabatt erhalten, wenn PayPal genutzt und der Code PAYPAL8 eingegeben wird; außerdem sind Rabatte beim Kauf eines zweiten Watch Straps vorgesehen. Neben den Preis- und Verfügbarkeitsdetails nennt Samsung Care+-Absicherung mit zertifiziertem Support und schnellen Reparaturen bei versehentlichen Schäden sowie die Option, den Care+-Tarif über eine Einstellungszentrale zu verwalten. Für Entscheidungsträger in Unternehmen bleibt damit nicht nur das Wearable selbst relevant, sondern auch die Service- und Betriebsperspektive: Wie schnell lassen sich Geräte austauschen, wenn im Arbeitsalltag jemand ausfällt, und wie gut funktionieren Supportprozesse, wenn die Nutzung über Jahre geplant ist.
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