INDIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Oracle und Harness setzen bei KI-Agenten nicht mehr nur auf Assistenzfunktionen, sondern auf Plattformen, mit denen sich operative Workflows Ende-zu-Ende aufbauen, testen und absichern lassen. Während Oracle eine KI-native Builder-Erfahrung im Oracle AI Agent Studio innerhalb der Fusion Cloud ankündigt, adressiert Harness den kompletten Lebenszyklus von Agenten inklusive Evaluierung und kontinuierlicher Verbesserung. Ergänzt wird das Bild durch Infrastruktur-Initiativen für Echtzeit-Informationen und Simulationen, die Agenten umsetzungsnäher machen. Für Unternehmen wird damit vor allem die Frage wichtig, wie sich Governance und Sicherheitskontrollen praktisch in bestehende Liefer- und Betriebsprozesse integrieren lassen.

Der Markt für KI-Agenten-Plattformen verschiebt sich spürbar: Nachdem die erste Welle in Unternehmen häufig darauf zielte, Entwickler produktiver zu machen, rückt nun die autonome Ausführung ganzer Arbeitsschritte in den Fokus. Das zeigt sich nicht nur an steigenden Integrationsangeboten, sondern auch an konkreten Bausteinen, die aus einer Demo-fähigen Idee einen produktiv betreibbaren Agentenworkflow machen sollen. In der Praxis heißt das: Agenten sollen nicht lediglich Text entwerfen oder Vorschläge machen, sondern Kontext verstehen, Ergebnisse prüfen und Handlungen in den relevanten Systemen anstoßen – während dabei Sicherheits- und Betriebsanforderungen von Anfang an mitgedacht werden.
Oracle setzt dabei auf eine KI-nativen Entwicklungsansatz innerhalb seines Fusion-Ökosystems. Konkret kündigt der Anbieter eine Builder-Erfahrung für das Oracle AI Agent Studio innerhalb der Oracle Fusion Cloud an, mit der sogenannte Fusion Agentic Applications direkt in der Umgebung erstellt werden sollen. Dabei stehen No-Code-, Low-Code- und Pro-Code-Optionen bereit, was vor allem die Hürde senken soll, dass Domänen-Teams ohne tiefen Engineering-Zugriff keine Agenten in vorhandene Fachprozesse integrieren können. Laut den Angaben wird das Ganze zudem mit breiter Trainingsunterstützung flankiert: Über 80.000 zertifizierte Experten wurden bereits geschult, damit die Implementierung in der Breite nicht an fehlendem Know-how scheitert. Für den Enterprise-Alltag ist das vor allem deshalb relevant, weil Agentenentwicklung und Plattformbetrieb selten bei null beginnen – sie müssen sich in Authentifizierung, Datenzugriff und Freigabeprozesse einfügen.
Auch Harness adressiert das Thema mit einer konsequenten Lifecycle-Perspektive. Mit dem Start von Agent DLC bringt das Unternehmen ein Framework, das von der Erstellung über Evaluierung bis hin zur kontinuierlichen Verbesserung reicht. Zentral ist dabei die integrierte KI-Firewall, die Unternehmen laut Konzept vor Sicherheitsrisiken wie Prompt-Injection und Datenexfiltration schützen soll. Technisch bedeutet das weniger „ein einzelnes Schutzmodul“, sondern eher ein kontrollierbarer Layer für Agenten-Workflows, der während des Betriebs Eingaben und Outputs im Kontext der verantwortlichen Pipeline überwacht. Harness positioniert Agent DLC dabei explizit als Erweiterung der bestehenden Software Delivery Platform – ein Ansatz, der für viele IT-Organisationen pragmatisch ist, weil Governance ohnehin um Build-, Test- und Deployment-Prozesse herum gedacht ist. Genau hier entscheidet sich, ob KI-Agenten nur experimentell laufen oder ob sie mit klaren Grenzen in produktiven Umgebungen bestehen.
Damit Agenten im operativen Betrieb verlässlicher handeln, braucht es zudem einen Weg zu aktuellen Informationen und belastbaren Umgebungsdaten. Ein Beispiel dafür liefert Search Router: In Indien startet das Unternehmen eine Search API, die Agenten Zugriff auf eine Infrastruktur mit über 100 Milliarden indexierten Dokumenten ermöglichen soll. Das Ziel ist, KI-Systeme so zu erweitern, dass sie Echtzeit-Webinformationen in Entscheidungsprozesse einbeziehen können – also nicht nur mit statischen Wissensständen arbeiten. Für den Einstieg nennt der Anbieter ein Kontingent von 2.000 kostenlosen Anfragen, was weniger an „Kostenfreiheit“ als vielmehr an der Möglichkeit sichtbar wird, Integrationen schnell zu evaluieren. Parallel unterstreicht der Ausbau von Simulationen, wie wichtig reproduzierbare Umgebungen für Agenten sind: Nvidia integriert Omniverse-Bibliotheken in sein Agent Toolkit, um simulationsbereite KI-Fähigkeiten zu ermöglichen. Dazu gehören GitHub-Tools für Sensor-Simulationen, GPU-beschleunigte Physik sowie Konvertierung von CAD-Daten in simulationstaugliche Formate; unterstützt werden lokale Hardware-Konfigurationen von RTX Spark bis zur DGX Station und ein breiter Partnerkreis von Hardware- und Plattformanbietern.
Während KI-Agenten Effizienz versprechen, steigt parallel der Druck, dass Entscheidungen nachvollziehbar werden und Berechtigungen kontrolliert bleiben. Ein konkretes Anwendungsbild liefert Marsh & McLennan in Zusammenarbeit mit SS& C WorkHQ: Dort wird agentische Automatisierung eingeführt, die sich bewusst über klassische RPA-Ansätze hinaus bewegen soll. Der Anspruch ist, autonome Ausführungsebenen für mehrstufige Arbeitsabläufe zu schaffen – also nicht nur starre Skripte abzuarbeiten, sondern Schritte kontextbezogen zu orchestrieren. Laut Beschreibung kommt dafür eine auf Kubernetes bereitgestellte Plattform zum Einsatz, die zentrale Governance-Funktionen sowie definierte Berechtigungsgrenzen bereitstellen soll. Dieser Kubernetes-Umweg ist aus Enterprise-Sicht nicht nur „DevOps“, sondern ein Hebel: Wenn Agenten in Container- und Rollout-Mechanismen eingebettet sind, lassen sich Monitoring, Zugriff und Rollback-Strategien stärker an bewährte Betriebsmodelle koppeln.
Damit ist auch das Thema Risiko- und Regulierungsrahmen enger mit der technischen Umsetzung verknüpft. Die EU-KI-Verordnung stellt neue Regeln auf, insbesondere mit Blick auf Risikodokumentation und Einstufungen von KI-Systemen. Die Quelle verweist hierzu auf einen Umsetzungsleitfaden, der IT- und Rechtsabteilungen helfen soll, Pflichten und Fristen rund um moderne KI-Systeme besser zu beherrschen. In der Praxis verschiebt sich damit die Arbeit weg von „Später Compliance“ hin zu „früh dokumentierte Entscheidungen“: Welche Daten wurden verwendet, wie wurden Tests definiert, welche Output-Qualität galt als akzeptabel, und wie wurde der Agent gegen missbräuchliche Eingaben gehärtet? Daneben zeigt der E-Commerce, wie schnell agentische Funktionen in reale Prozesse diffundieren: Alibaba.com veröffentlicht ein Accio Sourcing Toolkit als Plugin für Accio Work, das nach Angaben bereits von über 10 Millionen monatlich aktiven Nutzern genutzt wird. Das Toolkit dient der kontinuierlichen Lieferantennachverfolgung sowie für Verhandlungen und Vergleiche rund um die Uhr; ein autonomer Geschäftsabschluss ist jedoch nicht vorgesehen, weil für finale Transaktionen weiterhin eine explizite Benutzerfreigabe erforderlich bleibt.
Aus der Summe dieser Initiativen wird ein klares Muster sichtbar: KI wird nicht mehr nur als Assistenzsystem verstanden, sondern als aktive Komponente in der Wertschöpfungskette – mit klaren, kontrollierten Übergaben an Menschen oder bestehende Systeme. Für Unternehmen bedeutet das vor allem eine organisatorische Aufgabe: Plattformen müssen Entwicklung, Evaluation, Betrieb und Sicherheit zusammenbringen, statt diese Themen an unterschiedliche Teams zu delegieren. Gleichzeitig steigt der Nutzen für IT- und Fachbereiche, weil No-Code/Low-Code-Prozesse, Lifecycle-Frameworks und Governance-Layer die Einstiegskosten senken können. Wer KI-Agenten produktiv einsetzen will, sollte daher besonders auf drei Punkte achten: erstens, ob der Agenten-Workflow wirklich vom ersten Entwurf bis zur laufenden Verbesserung begleitet wird; zweitens, wie robust die Schutzmechanismen gegen manipulative Eingaben und Datenabfluss wirken; drittens, ob Berechtigungen und Betriebsgrenzen so in die Infrastruktur passen, dass Monitoring und Verantwortlichkeit im Alltag funktionieren.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "KI-Agenten-Plattformen: Oracle und Harness treiben Automatisierung in der Praxis" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "KI-Agenten-Plattformen: Oracle und Harness treiben Automatisierung in der Praxis" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »KI-Agenten-Plattformen: Oracle und Harness treiben Automatisierung in der Praxis« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!