HAMBURG / LONDON (IT BOLTWISE) – Seit der Coronakrise beschreibt ein Hamburger Zukunftsforscher eine pessimistische Grundstimmung in Deutschland. Laut Auswertungen aus Kooperationen mit dem Ipsos-Institut stimmen rund drei Viertel der Befragten der Aussage zu, dass negative und gefälschte Nachrichten Angst vor der Zukunft verstärken. Gleichzeitig erwarten die Menschen laut Einschätzung des Forschers mehr positive News und konkrete Lösungen. Offen bleibt dabei, ob sich die Bevölkerung inzwischen stärker an Fake News gewöhnt oder bewusster damit umgeht.

Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland
Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Hamburg ist als Ausgangspunkt mehr als nur geografische Einordnung: Gerade dort, wo sich seit Jahren die öffentliche Debatte um Medienwirkung, Politikvertrauen und gesellschaftliche Resilienz verdichtet, beschreibt der Zukunftsforscher Horst Opaschowski (85) seit der Coronakrise eine spürbar pessimistischere Grundstimmung in Deutschland. Seine Kernaussage lautet, dass immer mehr Menschen in andauernden Krisenzeiten nicht mehr wissen, worauf sie sich freuen können. Damit verschiebt sich die emotionale Erwartungshaltung vom „Wir schaffen das“ hin zu einer Grundtendenz, die nach Ansicht des Forschers weniger von konkreten Zukunftsoptionen als von anhaltenden Bedrohungsbildern geprägt ist.

Die Wirkungskette, die Opaschowski skizziert, setzt bei der Nachrichtenlage an: Medien hätten nach seiner Einschätzung eine Mitschuld, weil negative und zudem gefälschte Nachrichten bei vielen Menschen „Angst vor der Zukunft“ auslösen. Als Grundlage verweist er auf Umfrageergebnisse aus den Jahren 2020 bis 2024, die in Kooperationen mit dem Ipsos-Institut entstanden seien. In diesem Zeitraum hätten jeweils rund drei Viertel der Befragten entsprechende Zustimmungen gegeben. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es weniger um punktuelle Empörung geht, sondern um eine wiederkehrende Wahrnehmung über mehrere Jahre hinweg – also um ein Muster, das sich in der öffentlichen Stimmung festsetzt.

Technisch und psychologisch gedacht, lässt sich diese Dynamik als Effekt ständiger Risiko-Signale in einem Informationsumfeld verstehen, in dem Aufmerksamkeit begrenzt ist und Alarmlogiken besonders „funktionieren“. Opaschowski nennt hierfür einen prägnanten Vergleich: „Ständige Alarm- und Krisenmeldungen“ wirkten wie ein Brandbeschleuniger. Gleichzeitig betont er, dass die Bevölkerung nicht naiv sei und sich informiert und aufgeklärt fühlen wolle. Die Spannung liegt damit nicht in mangelnder Urteilskraft, sondern in einer Erwartungslücke: Viele Menschen erwarten zugleich positive Nachrichten und konkrete Lösungsansätze in Politik und Medien. Wenn diese Elemente fehlen, bewertet der Forscher die Dauerdominanz negativer Meldungen als zu stark.

Auch Fake News spielen in der Argumentation eine zentrale Rolle. In der Darstellung wird eine Umfrageaussage aufgegriffen, die sinngemäß lautet, gefälschte Nachrichten sorgten für wachsende Zweifel an Informationen aus dem Internet. Diese Aussage habe im vergangenen Mai bei 76 Prozent auf Zustimmung getroffen. Entscheidend ist jedoch der Zeitvergleich: Im Jahr 2024 hätten noch 84 Prozent angegeben, durch Fake News verunsichert zu sein. Dadurch entsteht ein zweischneidiger Befund, der im Kern die Frage nach dem Umgang mit Desinformation offen lässt: Haben die Menschen gelernt, bewusster zu prüfen, oder sind sie sich an gefälschte Muster inzwischen stärker „gewöhnt“? Beides könnte sich in einer sinkenden Verunsicherung widerspiegeln, ohne dass die inhaltliche Qualität der Informationsumgebung sich zwingend verbessert.

Regional zeigt sich zudem, dass Wahrnehmung nicht überall gleich läuft. Laut den Angaben des Zukunftsforschers machen sich derzeit in Bayern deutlich weniger Menschen Sorgen um Fake News als in Nordrhein-Westfalen: Bayern nennt er mit 74 Prozent, Nordrhein-Westfalen mit 90 Prozent Zustimmung zu entsprechenden Sorgen. Für die übrigen Bundesländer führt er an, dass dort keine Extremwerte erkennbar gewesen seien oder die Werte wegen geringer Fallzahlen nicht belastbar ausgewertet werden konnten. Für Unternehmen, Kommunen und Medienhäuser ist das mehr als eine Fußnote: Es deutet darauf hin, dass Informationsverarbeitung auch von regionalen Milieus, Mediennutzung und möglicherweise politischen Alltagserfahrungen geprägt ist. Der gleiche Nachrichteninput kann dadurch unterschiedlich stark „andocken“.

Für die Markt- und Industriesicht lässt sich daraus eine klare Folgerung ableiten: Wenn negative Nachrichten und Desinformation die Stimmung dauerhaft nach unten ziehen, entsteht ein Risiko für die Akzeptanz von Kommunikationsangeboten insgesamt. Das betrifft nicht nur klassische Medienformate, sondern auch die Logik, mit der Reichweiten entstehen – etwa über Social-Plattformen und Empfehlungsmechanismen, die häufig mit starken Emotionen arbeiten. Der Befund, dass Menschen positive Nachrichten und Lösungen erwarten, spricht dabei für einen „Wirkungswechsel“: Nicht der vollständige Verzicht auf Krisenberichterstattung, sondern die Balance aus Risiko-Transparenz und Handlungsorientierung könnte entscheidend sein. Wer nur Alarm liefert, erhöht nach dieser Lesart nicht automatisch Sicherheit, sondern steigert Unsicherheit.

Historisch betrachtet reiht sich das in eine Entwicklung ein, die seit Beginn der digitalen Öffentlichkeit zunehmend sichtbar wird: Nachrichten zirkulieren schneller, Reichweiten lassen sich messen, und die Auswahl wird stärker algorithmisch mitbestimmt. Gerade in Krisenzeiten kommt hinzu, dass sich viele Entscheidungen und Unsicherheiten über Monate ziehen. Dadurch können sich negative Frames verfestigen. Opaschowski beschreibt genau diese Verfestigung als Eindruck, Medien fänden an Negativnachrichten mehr Gefallen als an guten Geschichten. Ob diese Bewertung im Detail durch die individuelle Mediennutzung erklärbar ist oder ob sie eher ein Narrativ über den Gesamtmarkt bildet: Für die Wirkung auf das Publikum ist die Wahrnehmungsseite jedenfalls real, weil sie die Erwartung an zukünftige Berichte prägt.

Für Entscheider in Politik, Unternehmen und Technologieentwicklung ist die Implikation zugleich strategisch und operativ. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung Angst vor der Zukunft an Nachrichtenlagen koppelt, wird Vertrauen zu einer knappen Ressource, die nicht allein durch bessere Formulierungen entsteht. Benötigt wird vielmehr ein belastbarer Mix aus Transparenz, Datenkompetenz und lösungsorientierter Kommunikation, der die Informationslage nicht romantisiert, aber Wirkungsketten reduziert. Ebenso relevant ist der Umgang mit Desinformation: Ein Rückgang der gemeldeten Verunsicherung von 84 Prozent auf 76 Prozent kann ein Lernsignal sein, er kann aber auch bedeuten, dass das Problem zwar noch vorhanden ist, die emotionale Schockwirkung jedoch abnimmt. In beiden Fällen bleibt die praktische Aufgabe bestehen, Qualität und Verifizierbarkeit sichtbar zu machen – und zwar so, dass sie nicht nur in Fachzirkeln funktioniert.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland".
Stichwörter AI Angst Artificial Intelligence Corona Deutschland Fake News Information KI Künstliche Intelligenz Medien Umfrage Vertrauen
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!

Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Negativnachrichten und Fake News: Studie sieht wachsende Angst und eine verschobene Informationswahrnehmung in Deutschland« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    606 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs