LONDON (IT BOLTWISE) – Apples AirTag der 2. Generation wird derzeit im 4er-Pack für 82 Euro angeboten, mit deutlichen Preisvorteilen gegenüber der regulären UVP. Besonders praktisch ist das für Nutzer, die mehrere Gegenstände gleichzeitig orten wollen, etwa Schlüsselbund, Tasche und Reisegepäck. Der Tracker arbeitet im Zusammenspiel mit dem „Wo ist?“-Netzwerk und kann sowohl per Lautsprecher im Nahbereich als auch über andere Apple-Geräte in der Umgebung gefunden werden. Ob der Umstieg von AirTag 1 lohnt, hängt vor allem davon ab, wie häufig große Suchbereiche und die Apple-Watch-basierte Präzisionssuche eine Rolle spielen.

Der aktuelle Preis macht aus Apples AirTag der 2. Generation plötzlich eine Überlegung für deutlich mehr als nur „einen Versuch“: Im 4er-Pack kostet das Set derzeit 82 Euro bei großen Händlern. Das entspricht 20,50 Euro pro Tracker und liegt damit weit unter dem regulären Preis von 119 Euro für denselben Viererpack. Für Menschen, die mehrere Schlüssel- und Taschen-„Satelliten“ im Alltag verteilt haben oder das Thema Reisegepäck ohnehin regelmäßig auf dem Radar behalten, reduziert das Angebot die Hürde, gleich ein kleines Kontingent anzulegen.
Technisch betrachtet bleibt das Grundprinzip unverändert: Der AirTag sendet Signale, die in der Nähe befindliche iPhones per Bluetooth erfassen können, um die Ortung auszulösen. Für Situationen, in denen der Gegenstand nicht direkt im Umkreis eines eigenen Geräts liegt, greift das „Wo ist?“-Netzwerk: In der Umgebung erkennen andere Apple-Geräte die Signale, leiten Standortinformationen an die „Wo ist?“-App weiter und ermöglichen die Anzeige auf einer Karte. Praktisch ist dabei auch der integrierte Lautsprecher, der beim Auffinden in der Nähe über einen Signalton unterstützt – gerade in Wohnungen, Hotelzimmern oder beim hektischen Suchen nach einem verloren geglaubten Rucksack.
Wo sich die zweite Generation laut Apples eigener Weiterentwicklung konkret von der ersten absetzt, sind vor allem verbesserte Such-Details: Apple nennt eine größere Reichweite bei der präzisen Suche, was die Lokalisierung in größeren Bereichen erleichtern kann, statt nur „irgendwo in der Nähe“ zu landen. Zusätzlich wurde der Lautsprecher überarbeitet und soll deutlich lauter sein als beim Vorgängermodell. Für die tägliche Nutzung bedeutet das: Wenn der Tracker nicht unter dem Sofakissen verschwindet, sondern etwa in einer unübersichtlichen Tasche oder zwischen mehreren Gepäckstücken steckt, spielt die erhöhte Suchgüte eine spürbare Rolle.
Ein weiterer Faktor, der den Mehrwert im Alltag entscheidet, betrifft Nutzer, die eine kompatible Apple Watch besitzen. In diesem Setup kann die präzise Suche direkt über die Smartwatch genutzt werden, sodass das iPhone nicht zwingend ständig aus der Tasche geholt werden muss. Das klingt banal, ist aber genau bei den Momenten relevant, in denen Zeit knapp ist: beim Sprint zum Gate, beim Wiederfinden von Sport- oder Fahrradtasche in einem überfüllten Kellerraum oder wenn die Hände bereits mit Gepäck, Einkaufstasche oder Kinderwagen beschäftigt sind. Die Watch-Funktion verschiebt damit den Komfort-Schwerpunkt von „handygestützt suchen“ hin zu „Handgelenk führt durch die Suche“.
Gerade auf Reisen wirkt der AirTag-Gedanke oft besonders sinnvoll. Viele Fluggesellschaften haben Bluetooth-Tracker in Gepäckkontexten über Jahre hinweg akzeptiert, sodass Koffer oder Taschen nicht nur beim Abflug „mitgenommen“, sondern bei Verzögerungen auch nachverfolgbar werden können. Wenn das Gepäck verspätet ankommt oder irrtümlich am falschen Flughafen landet, lässt sich über die „Wo ist?“-App häufig bereits frühzeitig erkennen, wo sich der Gegenstand gerade befindet. Das ist nicht nur beruhigend, sondern kann auch die Abstimmung zwischen Flughafenpersonal, Ansprechstellen im Hotel und eigener Planung erleichtern.
Die eigentliche Kaufentscheidung stellt sich aber weniger als Technikfrage, sondern als Nutzungsfrage: Lohnt sich der Umstieg von AirTag 1? Für Besitzer, die bereits mehrere Tracker der ersten Generation haben und diese hauptsächlich zum schnellen Auffinden von Schlüsselbund oder Handtasche in unmittelbarer Nähe nutzen, ist der Sprung nicht „radikal“. Die grundlegende Ortungsfunktion bleibt, und wer selten größere Suchbereiche abdecken muss, wird die Verbesserungen vermutlich nicht täglich „auf dem Papier“ erkennen. Anders sieht es bei Menschen aus, die regelmäßig größere Entfernungs- und Suchszenarien haben – oder die präzise Suche am Handgelenk der Apple Watch gezielt einsetzen möchten.
Am meisten profitieren dürfte die Zielgruppe, die das 4er-Pack-Preisniveau wirklich ausspielen kann: Familien, Vielreisende und Nutzer mit mehreren wertvollen Alltagsgegenständen. Der Stückpreis von 20,50 Euro ist vor allem dann stark, wenn Schlüssel, Rucksack, Fahrradtasche oder Reisegepäck nicht nur „manchmal“, sondern dauerhaft abgesichert werden sollen. Wer dagegen nur einen einzelnen Gegenstand sichern möchte, braucht nicht zwingend vier Tracker; in dem Fall kann ein Einzelkauf die günstigere, ausreichend praktische Lösung sein. Für die meisten Apple-Nutzer, die mehrere Geräte über das gleiche Ökosystem hinweg verwalten, liefert das aktuelle Angebot jedoch ein klar besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein Punkt bleibt dennoch zwingend: AirTags sind für die Nutzung im Apple-Ökosystem ausgelegt. Für die Einrichtung und die Nutzung der „Wo ist?“-App wird ein iPhone oder iPad benötigt. Android-Nutzer sollten daher eher auf Alternativen setzen, die explizit für Android-Geräte entwickelt sind – etwa Geräte aus dem Smart-Tag-Segment, das nicht auf Apples „Wo ist?“-Infrastruktur basiert. Wer innerhalb des Apple-Setups lebt, bekommt dagegen mit dem Viererpack aktuell genau die Konstellation, in der sich die Vorteile der zweiten Generation – größere Suchreichweite, besserer Lautsprecher und Watch-gestützte Präzisionssuche – besonders schnell im Alltag bemerkbar machen.
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