LONDON (IT BOLTWISE) – Mastercard hat den britischen Stablecoin-Infrastrukturanbieter BVNK übernommen und damit seine eigene Infrastruktur für das Settlement digitaler Zahlungen ausgebaut. Der Kaufpreis beträgt 1,8 Milliarden US-Dollar, davon 1,5 Milliarden sofort und 300 Millionen als Earn-out. Im nächsten Schritt soll die Stablecoin-Initiative „Open USD“ bereits 2026 an den Start gehen. Technisch setzt Mastercard dabei auf mehrere Blockchain-Umgebungen und will intraday-Abwicklungen auch an Wochenenden ermöglichen.

Mit der vollständigen Übernahme von BVNK setzt Mastercard auf einen Mechanismus, der im Zahlungsverkehr bislang eher am Rand stand: Stablecoin-gestütztes Settlement als Teil der eigenen Abwicklungslogik. Der Deal gilt als am 3. August 2026 abgeschlossen; zunächst hatte Mastercard ihn am 1. März 2026 angekündigt. Der Kaufpreis liegt insgesamt bei 1,8 Milliarden US-Dollar, wobei 1,5 Milliarden US-Dollar unmittelbar gezahlt werden und weitere 300 Millionen US-Dollar an einen Earn-out gekoppelt sind. Damit verschiebt der Zahlungsdienstleister seine Strategie spürbar weg von punktuellen Pilotprojekten hin zu einer skalierbaren Infrastruktur-Komponente.
BVNK positioniert sich in dieser Rechnung als Infrastruktur-Dienstleister für Stablecoin-Ökosysteme. Nach eigenen Angaben verarbeitet das Unternehmen mit Hauptsitz im Vereinigten Königreich ein jährliches Zahlungsvolumen von rund 30 Milliarden US-Dollar und deckt mehr als 150 Währungen in über 200 Ländern ab. Technisch arbeitet BVNK dabei nicht nur mit einem Netzwerk, sondern unterstützt laut Beschreibung Blockchain-Netzwerke in über 130 Ländern. Zudem verfügt BVNK über eine MiCA-Autorisierung (Markets in Crypto-Assets) sowie über eine EMI-Lizenz (Electronic Money Institution) – ein Hinweis darauf, dass das Setup für die regulatorische Einordnung in der EU zumindest vorbereitet sein soll. Für Mastercard bedeutet das: weniger „Greenfield“-Risiko, mehr Übernahme von bestehender Integrations- und Betriebsroutine.
Der Kern der strategischen Ausrichtung liegt in der geplanten Stablecoin-Initiative „Open USD“. Laut den Angaben des Deals handelt es sich um eine von Banken dominierte Stablecoin-Struktur, deren Start noch im Jahr 2026 vorgesehen ist. Mastercard will außerdem seine Settlement-Infrastruktur deutlich erweitern. Konkret sollen Abwicklungen künftig nicht nur im Umfeld von RLUSD laufen, sondern auch mit weiteren dollarbasierten Stablecoins wie USDC, PYUSD, USDG, USDP und SoFiUSD unterstützt werden. Dass dabei mehrere Blockchain-Protokolle ins Spiel kommen, unter anderem XRPL, Ethereum, Solana, Arbitrum und Base, ist für Unternehmen besonders relevant, weil es die technische Kopplung an unterschiedliche Infrastruktur-Stapel reduziert.
Aus technischer Sicht ist dabei weniger die Marke des einzelnen Netzwerks entscheidend, sondern die Frage, wie sich Wertübertragung, Liquiditätsfluss und Nachrichtenwege zu einem konsistenten Abwicklungsprozess verdichten lassen. BVNK pflegt in diesem Kontext eine Partnerschaft mit Ripple und unterstützt bereits XRP-Zahlungen. Durch die Integration soll Mastercard laut Beschreibung in der Lage sein, Settlement-Dienste auch intraday sowie an Wochenenden anzubieten. Genau hier liegt der potenzielle Hebel im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr: Wenn Abwicklungsfenster nicht mehr primär von klassischen Bankarbeitszeiten abhängen, können Händler und Plattformen Zahlungsketten schneller schließen und Taktzeiten in Prozessen wie Rechnungsstellung, Bestandsfinanzierung oder Liquiditätssteuerung verkürzen.
Der Marktkontext für diese Offensive wirkt gleichzeitig dynamisch und widersprüchlich. Stablecoins gewinnen an Aufmerksamkeit, doch die tatsächliche Verankerung im globalen Zahlungsverkehr ist weiterhin begrenzt: Für 2025 werden 135 Milliarden US-Dollar Stablecoin-Volumen genannt, bei einem Anteil von rund 0,31 Prozent am gesamten grenzüberschreitenden Zahlungsvolumen von 44 Billionen US-Dollar. Umgekehrt stehen Branchenangaben, nach denen das Marktvolumen für Stablecoins inzwischen über 309 Milliarden US-Dollar liegt. Mastercard positioniert sich damit in einem Zeitfenster, in dem andere Großakteure ebenfalls experimentieren: YouTube testet offenbar Stablecoin-Auszahlungen über einen PayPal-Stablecoin, Meta startet ein Pilotprogramm für Vergütungen in USDC und zielt auf eine Ausweitung in viele Länder, während Visa Settlement-Verfahren mit Stablecoins in Zusammenarbeit mit Bridge erprobt. Für Zahlungsinstitute und Plattformen heißt das: Wer jetzt an Integrationsfähigkeit arbeitet, bekommt später eher die Option, neue Wege schneller in bestehende Zahlungsflows einzubauen.
Gleichzeitig bleibt der regulatorische und sicherheitstechnische Taktgeber ein Thema. Im Text wird auf erneute Bedenken von US-Senatorin Warren vom 3. August 2026 verwiesen, die sich auf Sicherheit und Stabilität von Stablecoin-Zahlungen im Finanzsystem beziehen. Für eine Zahlungsinfrastruktur bedeutet das praktisch: Selbst wenn die technische Pipeline funktioniert, müssen Betriebsmodelle, Risikosteuerung und Stabilitätsannahmen belastbar sein. Der BVNK-Kauf kann hier als „Beschleuniger“ verstanden werden, ersetzt aber nicht die späteren Anforderungen an Monitoring, Abwicklungsregeln und Risiko-Frameworks in den verschiedenen Jurisdiktionen. Für Unternehmen, die grenzüberschreitend bezahlen oder Gelder in Anwendungen bewegen, wird damit ein wichtiger Punkt wahrscheinlicher: Stablecoin-Settlement entwickelt sich von einer einzelnen Zahlungsoption zu einer infrastrukturellen Schicht, die in Kernprozesse integriert werden kann.
Auch wenn viele Details zur späteren Produktisierung und zu konkreten Betriebsparametern offen bleiben, ist die Richtung klar: Mastercard baut seine Rolle als Zahlungsnetzwerk um eine Stablecoin-kompatible Abwicklungsfähigkeit herum. Wenn „Open USD“ wie geplant 2026 startet und die Unterstützung für RLUSD sowie weitere Dollar-Stablecoins tatsächlich in mehreren Blockchain-Umgebungen umgesetzt wird, entsteht ein neues Koordinationsproblem für Integratoren – nämlich die Abbildung von Identitäten, Abwicklungsstatus und Fehlerszenarien über verschiedene Protokolle hinweg. Für Tech-Teams in Fintechs und Enterprises wird das eher zu einer Engineering- als zu einer reinen Compliance-Aufgabe: Sie müssen Kernsysteme so gestalten, dass Settlement-Events zuverlässig in Echtzeit oder zumindest intraday in bestehende Order- und Buchungslogiken zurückgespiegelt werden. In einem Markt, in dem Volumen heute noch relativ klein ist, kann genau diese frühe Infrastruktur-Entscheidung später den Unterschied zwischen „Anschließen“ und „Umsteigen“ machen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Mastercard kauft BVNK: Stablecoin-Settlement und „Open USD“ ab 2026" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Mastercard kauft BVNK: Stablecoin-Settlement und „Open USD“ ab 2026" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Mastercard kauft BVNK: Stablecoin-Settlement und „Open USD“ ab 2026« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!