LONDON (IT BOLTWISE) – StarkWares Eli Ben-Sasson schlägt vor, das feste Bitcoin-Depot von 21 Millionen BTC zu streichen und stattdessen eine maximale jährliche Neuemission von 4% einzuführen. Bei rund 20,1 Millionen BTC im Bestand würde das im ersten Jahr etwa 804.000 BTC zusätzlich bedeuten. Die Idee knüpft an die Annahme an, dass verlorene Zugänge ohnehin langfristig den nutzbaren Bestand gegen Null verschieben. Umgesetzt würde ein solcher Eingriff aber wohl nur über einen Hard Fork samt Einigung von Minern und Entwicklern.

Bitcoin-Anleger sind es gewohnt, dass das Angebotsversprechen „hart“ im Protokoll verankert ist: maximal 21 Millionen BTC. Genau diese Obergrenze wirkt wie ein Anker im Modell der langfristigen Knappheit, auch wenn der Markt sie in der Praxis über Kursphasen und Liquidität interpretiert. Am 7. Juli brachte jedoch Eli Ben-Sasson, CEO von StarkWare und Mitgründer von Zcash, eine Alternative ins Gespräch: Er will den 21-Millionen-Deckel durch eine Obergrenze ersetzen, die statt einer fixen Gesamtsumme eine maximale jährliche Neuemission von 4% vorsieht. Damit würde das Angebot nicht mehr nur über das Halving (Halbierung) skaliert, sondern zusätzlich dynamisch weiter wachsen.
Rechnerisch wird schnell sichtbar, warum diese Diskussion außerhalb der Community für Schlagzeilen sorgt: Bei einem aktuellen Bestand von etwa 20,1 Millionen BTC ergäbe eine jährliche Neuemission von 4% im ersten Jahr grob 804.000 BTC zusätzlich. In den Folgejahren würde sich diese Rate weiter auf einen wachsenden Basiswert „aufzinsen“, also mit 4% auf den jeweiligen neuen Stand fortschreiben. Laut der zugrunde gelegten Rechnung würde Bitcoin dadurch innerhalb von 25 Jahren die Marke von 53 Millionen Coins deutlich überschreiten. Für Investoren ist das weniger eine technische Debatte als eine Frage nach dem Fundament der Preisbildung: Der Wert vieler Krypto-Thesen hängt langfristig an der erwarteten Angebotsverknappung.
Ben-Sasson argumentiert, dass verlorene Zugangs- und Private-Key-Credentials den tatsächlich nutzbaren Bestand ohnehin in Richtung „praktisch gegen Null“ drücken könnten, wenn man genug Zeit einplant. Dieser Punkt hat eine reale Komponente: Hardware-Wallet-Anbieter wie Ledger schätzen, dass bis zu 4 Millionen BTC verbrannt oder dauerhaft verloren sind. Dass solche Beträge tendenziell weiter anwachsen, ist plausibel, denn verlorene Schlüssel entstehen häufig nicht durch Modellannahmen, sondern durch menschliche Fehler oder dauerhaft nicht wiederherstellbare Zugriffe. Doch aus Marktsicht ist entscheidend, was aus diesen verlorenen Coins wird: Sie existieren zwar im Protokoll weiterhin, sind aber für Verkäufe und damit für die Umlaufdynamik praktisch nicht verfügbar.
Genau hier liegt der Kern des Gegenarguments: Verlorene Coins sind eine „dauerhafte“ Verknappung für alle, die noch kontrollieren können, was im Markt gehandelt wird. Wenn ein Teil des Angebots dauerhaft unverkaufbar ist, dann wirkt der frei zirkulierende Float über lange Zeit enger. Eine zusätzliche Emission im Sinne eines konstanten prozentualen Wachstums würde diesen Mechanismus direkt überlagern, weil mehr Coins neu „minted“ werden könnten. Selbst wenn Anleger der These folgen, dass ein Teil sowieso verloren geht, bleibt die ökonomische Logik: Der Markt bewertet bestehende Bestände stark über die erwartete langfristige Knappheit. Mehr neue Coins, selbst in moderatem Tempo, können die Wahrnehmung dieser Knappheit verwässern und damit den Preis des vorhandenen Angebots unter Druck setzen.
Auch technisch ist das Thema nicht nur „Supply vs. Demand“, sondern berührt die Anreizstruktur der Miner. Bitcoin zahlt Miner aktuell über zwei Bausteine: die Block-Subsidy und die Transaktionsgebühren. Die Block-Subsidy liegt derzeit bei 3,125 BTC pro neuem Block und halbiert sich alle vier Jahre, bis sie irgendwann auf null zuläuft (im Text als Zeitpunkt um 2140 beschrieben). Die Gebühren sollen danach die dauerhafte Sicherheit der Kette tragen. Für die kurzfristige Wirksamkeit dieser Idee ist relevant, wie sich Gebührenanteile entwickeln: Im beschriebenen Szenario sanken die Gebühren von etwa 7% der Miner-Einnahmen im Jahr 2024 auf ungefähr 1% im Jahr 2025. Wenn sich das dauerhaft fortsetzt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Protokoll später nachjustieren muss, um Mining wirtschaftlich attraktiv zu halten.
Ben-Sassons Vorschlag adressiert genau diese zweite Achse, indem er eine kontinuierliche Neuemissions-Komponente einführt, die Miner auch dann stabil entlohnen würde, wenn die Gebührenquote gering bleibt. In der Idee steckt damit ein klarer Zielkonflikt: Einerseits möchte man das Mining-Incentive sichern; andererseits verändert man das langfristige Knappheitsprofil, das den 21-Millionen-Rahmen so prägend macht. Dass die Diskussion dennoch nicht „mal eben“ umgesetzt werden kann, liegt weniger an der Mathematik und mehr an der Governance von Bitcoin. Ein Vorschlag dieser Tragweite existiert in der genannten Form zunächst nur als Beitrag in sozialen Medien und nicht als formales Bitcoin Improvement Proposal (BIP). Für eine echte Änderung bräuchte es einen Hard Fork, also einen weitreichenden Schnitt in der Konsensregel, plus Zustimmung bzw. weitgehende Bereitschaft bei Minern und Entwicklern – genau jene Gruppen, die typischerweise strikte Eingriffsmaßstäbe anlegen.
Für den Markt folgt daraus eine nüchterne Schlussfolgerung: „Ausprobieren“ ist keine Option, weil die Regeln der Kette nicht über Nacht verhandelbar sind. Der Text betont zudem, dass Ben-Sassons Idee derzeit keine formale Grundlage hat, die von der Bitcoin-Community standardisiert geprüft und umgesetzt würde. Gleichzeitig zeigt die Debatte etwas, das für das Management von Krypto-Portfolios real ist: Bitcoin steht langfristig vor einer Phase, in der die Gebühren stärker als Einnahmequelle in den Mittelpunkt rücken müssen. Das macht das Thema nicht weniger relevant – nur verschiebt es den Fokus. Selbst wenn eine Lockerung der 21-Millionen-Grenze unwahrscheinlich bleibt, bleibt die Frage nach miner-fähigen Anreizstrukturen zentral: Unternehmen und Investoren sollten deshalb darauf achten, ob sich die Gebührenlandschaft tatsächlich erholt oder ob künftige Protokollanpassungen in kleineren, governance-freundlicheren Schritten wahrscheinlicher werden.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "StarkWare-CEO will Bitcoin-21-Million-Limit lockern: Folgen für Angebot, Miner und Kurs" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "StarkWare-CEO will Bitcoin-21-Million-Limit lockern: Folgen für Angebot, Miner und Kurs" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »StarkWare-CEO will Bitcoin-21-Million-Limit lockern: Folgen für Angebot, Miner und Kurs« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!