LONDON (IT BOLTWISE) – Die Erlöse aus dem Bitcoin-Mining sind laut Glassnode auf den niedrigsten Stand seit 2016 gefallen, gemessen am Anteil der Transaktionsgebühren an der Miner-Einnahme. Der Fee-Share liegt demnach bei 0,52 %, während steigende Stromkosten die Profitabilität zusätzlich belasten. Da BTC-Preisschwäche die Margen zusammenschnürt, verlagern einzelne Miner Teile ihrer Kapazitäten in KI-Rechenzentren. Entscheidend wird nun, ob die KI-Demand für Rechenleistung die Lücke aus dem Mining-Markt dauerhaft schließen kann.

Im Bitcoin-Netz verschiebt sich gerade die Kosten-Nutzen-Rechnung für Miner spürbar: Wenn die Erlöse aus der Blockproduktion unter Druck geraten, rückt nicht nur die Hash-Rate in den Fokus, sondern vor allem die Zusammensetzung der Einnahmen. Laut Glassnode liegt der Anteil der Transaktionsgebühren an der Miner-Revenue aktuell bei 0,52 % – dem Bericht zufolge der niedrigste Stand seit 2016 und damit der schwächste Wert innerhalb eines Zehn-Jahres-Zeitraums. Damit wird aus einem ohnehin gebührengetriebenen Modell in der Praxis ein deutlich weniger planbares Einnahmesegment, weil die Gebühren im Tagesgeschäft stärker schwanken als die langfristig erwarteten Grundmechaniken der Emission.
Technisch betrachtet entsteht dieser Engpass aus dem Zusammenspiel von Netzwerkaktivität und Bepreisung: Miner erhalten im Wesentlichen Blocksubventionen und zusätzlich Gebühren, die Transaktionen beim Einschluss in einen Block „mitbringen“. Sinkt nun der Gebührenanteil, können Miner die Betriebskosten weniger über kurzfristig hohe Fee-Spitzen abfedern. Genau diesen Effekt beschreibt die aktuelle Einordnung: „Fees from minting new Bitcoin now comprise less than 1% of most miner’s revenue“, heißt es sinngemäß in den vorliegenden Angaben. In einem Umfeld, in dem der Bitcoin-Preis zudem fällt, werden Fixkosten wie Hardware-Abschreibung, Wartung und vor allem Stromkosten zum dominanten Faktor.
Hinzu kommt die Marktmechanik hinter der Schwankung der Profitmargen. Laut dem Onchain-Analytics-Unternehmen Checkonchain liegt die durchschnittliche Produktionskosten-Schätzung für 1 Bitcoin bei 78.254 US-Dollar (Stand: 11. August) – das liegt den Angaben zufolge 23 % über dem Spot-Preis von 63.850 US-Dollar (Stand: 12. August). Für Miner bedeutet das: Selbst bei stabiler Ausbeute reicht die Erlösseite rechnerisch nicht aus, um alle Kosten vollständig zu decken. Besonders kleinere Spieler geraten damit eher unter Druck als große, die über bessere Beschaffungswege, längere Wartungszyklen oder unterschiedliche Strombezugsmodelle verfügen.
Der zweite Belastungsfaktor ist geografisch und operativ: Steigende Strompreise in vielen Regionen drücken auf das Mining-Ergebnis. In der Logik der Branche führt das regelmäßig zu einer Straffung des Marktes, weil ineffiziente Kapazitäten früher oder später entweder heruntergefahren oder ganz aus dem Betrieb genommen werden. In diesem Zusammenhang wird in den vorliegenden Angaben auch erwähnt, dass es für kleinere Anbieter zunehmend schwierig wird, sich gegen den Kostendruck zu behaupten. Währenddessen bleibt die Bitcoin-Preisvolatilität ein zusätzlicher Hebel: Seit dem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar im Oktober sei BTC „effektiv halbiert“ worden, was die Marge weiter zusammendrückt.
Die strategische Konsequenz zeigt sich deshalb weniger in einem klassischen „Hold und hoffen“, sondern in einer Neuverwendung vorhandener Infrastruktur. Laut dem Bericht drehen einige Miner hin zu operativen KI-Data-Centern, um ihren Energie- und Rechenzentrumsbetrieb in andere Cash-Flow-Quellen zu überführen. Der Gedanke dahinter ist pragmatisch: Mining ist an bestimmte Hardware-Cluster gebunden, KI-Rechenlasten lassen sich dagegen ebenfalls auf spezialisierte Beschleuniger und leistungsfähige Server-Farmen abbilden. Unternehmen wie Riot Platforms und Hut 8 werden in diesem Kontext explizit genannt. Entscheidend ist dabei nicht nur die Umstellung der Workloads, sondern auch die wirtschaftliche Auslastung: KI-Cluster müssen kontinuierlich mit Trainings- oder Inferenzlasten versorgt werden, sonst droht eine neue Form der Unterdeckung – diesmal bei der Rechenleistung statt bei der Hash-Rate.
Damit entsteht ein verschärfter Wettbewerb zwischen zwei Märkten, die früher kaum miteinander verknüpft waren: dem Mining-Markt mit Netzwerktrend und Fee-Zyklen sowie dem KI-Infrastrukturbereich mit Kundennachfrage, Vertragslaufzeiten und Lastspitzen. Aus Industry-Sicht ist das ein wichtiger Punkt, weil die KI-Ökonomie häufig stärker über langfristige Deployment-Pläne und Service-Verträge stabilisiert wird, während Mining in stärkerem Maße von kurzfristigen Preis- und Netzwerkparametern abhängt. Gleichzeitig bleibt die Übertragbarkeit begrenzt: KI-Rechenzentren brauchen neben Leistung auch passende Software-Stacks, Betriebskonzepte und Latenz-/Throughput-Ziele. Wenn Miner diese Lücke schließen, kann KI zur „Pufferfunktion“ gegen Mining-Schocks werden; gelingt es nicht, bleibt die Umstellung ein Kostenblock ohne ausreichende Skalierung.
Für die nächsten Monate wird vor allem die Frage sein, ob sich die Fee-Dynamik verbessert oder ob Miner ihren Energieschwerpunkt dauerhaft in KI auslagern. Die aktuelle Kennzahl von 0,52 % Fee-Share ist dabei ein Signal dafür, wie wenig Gebühren momentan als Einnahmepuffer funktionieren. Parallel zeigt die Kostenspanne um 78.254 US-Dollar pro erzeugtem Bitcoin, wie stark Preisniveaus die Rentabilität determinieren. Unternehmen mit der Fähigkeit, Stromkosten zu senken, Hardware effizienter zu betreiben und KI-Workloads zuverlässig zu monetarisieren, dürften in dieser Übergangsphase die besseren Karten haben. Für den Markt insgesamt heißt das: Selbst wenn Bitcoin-Preisbewegungen wieder Dynamik bringen, bleibt die strukturelle Lektion bestehen, dass Einnahmen in Krypto-Cash-Flow-Modelle nicht nur aus Emissionen, sondern zunehmend aus der Fähigkeit zur flexiblen Auslastung von Recheninfrastruktur bestehen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin-Miner mit dem tiefsten Ertragsniveau seit 10 Jahren – KI-Rechenzentren als Ausweg" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin-Miner mit dem tiefsten Ertragsniveau seit 10 Jahren – KI-Rechenzentren als Ausweg" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin-Miner mit dem tiefsten Ertragsniveau seit 10 Jahren – KI-Rechenzentren als Ausweg« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!