LONDON (IT BOLTWISE) – Auf dem Mars gibt es keine Sonnenfinsternisse wie auf der Erde. Entscheidend ist die Geometrie: Phobos und Deimos sind zwar oft als Vorläufer der Sonne sichtbar, aber sie sind zu klein, um die gesamte Sonnenscheibe abzudecken. Deshalb handelt es sich streng genommen um Transits, die Marsrover und Marssonden mehrfach beobachtet haben. Ein konkretes Beispiel lieferte der Rover Perseverance mit einem Transit von Phobos am 8. Februar 2024.
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnierenWer beim Mars an Sonnenfinsternisse denkt, greift zwar zur richtigen Vorstellung, landet aber bei der falschen Definition: Auf dem Roten Planeten kommen keine Ereignisse zustande, bei denen die Sonne so vollständig verdunkelt wird wie in typischen irdischen Total- oder Ringfinsternissen. Der Grund liegt weniger in der Existenz von Monden als in der relativen Sichtbarkeit am Himmel. Damit eine Sonnenfinsternis im irdischen Sinn entsteht, müssen Mond und Sonne für Beobachter nahezu dieselbe scheinbare Größe besitzen – genau daran fehlt es bei Phobos und Deimos.
Aus der Perspektive eines Beobachters auf der Marsoberfläche wirkt die Sonne zwar wie eine punktförmige Lichtscheibe, doch die beiden Marsmonde sind in der Schätzung ihrer Winkelgröße deutlich untergeordnet. Zwar wandern sie recht häufig vor der Sonne über die Blicklinie, aber sie schaffen es nicht, die gesamte Sonnenscheibe zu bedecken. Selbst wenn ein Mond knapp „zentral“ vorbeizieht, entsteht damit kein Bild einer komplett geschlossenen Schattenkulisse. Was entsteht, sind Helligkeitsverläufe, bei denen ein Teil der Sonnenscheibe temporär überdeckt wird oder ein Schatten „schneidet“ – also das, was Astronomen als Transit klassifizieren.
Diese terminologische Trennung ist nicht nur eine Wortfrage, sondern hat praktische Konsequenzen für die Beobachtung und Auswertung. Bei einer Sonnenfinsternis wie auf der Erde ist der zentrale Effekt die starke Veränderung des gesamten Lichts durch eine weitgehende, meist vollständige Verdunkelung. Beim Mars dagegen führt der deutlich kleinere Mond zu einer nur teilweisen Bedeckung; das resultiert in weniger drastischen Helligkeitsänderungen und in einem anderen Muster der zeitlichen Veränderung. Für Missionen heißt das: Die Bildserien und Messdaten werden anders „sortiert“ und interpretiert, weil die Signatur des Ereignisses näher an klassischen Sternbedeckungen und Planetentransits liegt als an großen Verdunkelungsphänomenen am Taghimmel.
Dass diese Mars-„Sonnenfinsternisse“ auch ohne echte Totalität beobachtbar sind, zeigt sich besonders gut in den Kameradaten realer Missionen. Ein anschauliches Beispiel liefert der Marsrover Perseverance: Er hat einen Transit von Phobos vor der Sonne fotografiert. Laut den im Bildkontext genannten Angaben datiert dieses Ereignis auf den 8. Februar 2024. In solchen Aufnahmen wird meist deutlich, wie der Mond als kleiner dunkler „Einschnitt“ über die helle Sonnenscheibe zieht und dabei die Konfiguration von Sonne, Beobachterstandort und Umlaufbahn sichtbar macht.
Technisch betrachtet hängt die Sichtbarkeit solcher Transits nicht nur vom Mond selbst ab, sondern auch davon, wie die Geometrie zwischen Rover oder Kamera, Marsoberfläche und Mondbahn gerade steht. Phobos und Deimos bewegen sich auf Bahnflächen, die sich für einen Beobachter auf dem Mars zu bestimmten Zeitfenstern „in die richtige Linie“ drehen. Das erklärt, warum Vorläufe häufig genug auftreten, um wiederholt dokumentiert zu werden, obwohl sie eben keine vollständige Sonnenscheibenbedeckung liefern. Ergänzend wirkt die Beobachtungstechnik: Mit entsprechenden Filter- und Belichtungsstrategien können Bildserien die feinen Kontraste erfassen, die bei einer kleinen Bedeckungsfraktion entstehen.
Der Vergleich mit der Erde hilft außerdem, die Grenzen der Analogie klar zu ziehen. Auf unserem Heimatplaneten können Mond und Sonne aufgrund ihrer erstaunlich ähnlichen scheinbaren Durchmesser tatsächlich eine Totalität oder zumindest eine Ringform auslösen. Beim Mars sind die Verhältnisse anders, weil die Marsmonde zwar vorhanden sind, aber die dafür notwendige „Bedeckungsfähigkeit“ nicht erreichen. Genau deshalb spricht der Quellenkontext auch von Transits statt von echten Sonnenfinsternissen: Der beobachtete Effekt entspricht der Kategorie der partiellen Überdeckung, nicht der spezifischen Schattengeometrie irdischer Finsternisse.
Für die weitere Einordnung ist das ein gutes Beispiel dafür, wie sich Begriffe aus der Astronomie an physikalische Randbedingungen koppeln. Missionen sammeln nicht einfach „himmelsähnliche“ Bilder, sondern nutzen Ereignisse wie Transits, um Geometrie, Zeitabläufe und Bildskalierung zu überprüfen und die zeitliche Dynamik der Körper im Mars-System zu charakterisieren. Und auch wenn der populäre Sprachgebrauch „Mars-Sonnenfinsternis“ sagt, bleibt die fachliche Lesart konsistent: Es sind Vorläufe kleiner Monde, keine vollständigen Verdunkelungen. Gerade deshalb bieten die wiederholten Beobachtungen durch Marsrover und Marssonden einen klaren, technisch nutzbaren Bezugspunkt für das, was man aus dem Mars-Himmel wirklich ableiten kann.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Mars: Warum es mit Phobos und Deimos keine echten Sonnenfinsternisse gibt" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Mars: Warum es mit Phobos und Deimos keine echten Sonnenfinsternisse gibt" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Mars: Warum es mit Phobos und Deimos keine echten Sonnenfinsternisse gibt« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!