WOODINVILLE, WASHINGTON / LONDON (IT BOLTWISE) – Starcloud erweitert seine Series-A-Runde um 250 Millionen US-Dollar und bringt damit die Bewertung auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Das Startup will größere Produktionskapazitäten aufbauen und den orbitalen Rechenflugbetrieb mit Starcloud-3 vorbereiten, der auf SpaceX’ Starship starten soll. Gleichzeitig sieht CEO Philip Johnston den Engpass vor allem bei Startkapazitäten, während Falcon 9 perspektivisch bis 2028 ausläuft. Für den Daten- und Rechenbetrieb setzt Starcloud auf KI-Inferenz im Orbit und verweist auf den Einsatz einer NVIDIA H100 GPU als Lernbasis.

Starcloud will die Rechenleistung von Künstlicher Intelligenz nicht nur näher an die Daten bringen, sondern buchstäblich ins All verlagern. Mit der Erweiterung seiner Finanzierung um 250 Millionen US-Dollar auf eine Gesamtbewertung von 2,3 Milliarden US-Dollar verschiebt sich der Fokus des Startups von der reinen Demonstration hin zur skalierbaren Infrastruktur: In Woodinville, Washington, baut Starcloud hierfür eine größere Fertigungsfläche auf und treibt sein größtes Orbital-Data-Center-Raumschiff Starcloud-3 voran, das für einen Start mit SpaceX’ kommender Starship-Rakete vorgesehen ist. Damit koppelt das Unternehmen den Ausbau seiner „Orbital Inference“-Plattform eng an die Entwicklung eines Transportmittels, das derzeit noch nicht im geplanten Umfang und Takt zuverlässig genug ist.
Technisch betrachtet steht bei Starcloud nicht die Raumfahrtlogistik im Vordergrund, sondern die Frage, wie man Inferenzaufgaben unter echten Weltraumbedingungen betreibt. Das Unternehmen entwickelt eine neue Generation von 8-kw-Computing-Satelliten (Starcloud-2), die zunächst 2027 per Mitflug („Rideshare“) in den Orbit gebracht werden sollen. Dort sollen sie für Kunden – inklusive US-Regierungsstellen – KI-Inferenzaufgaben ausführen. Für den weiteren Ausbau ist wichtig, dass die Hardware nicht einfach nur leistungsfähig ist, sondern auch thermisch, strahlungsseitig und mechanisch über einen Start hinweg stabil bleiben muss. Starcloud nennt explizit mehrere Designhebel: das Zusammenspiel zwischen der Betriebstemperatur des Chips und der Größe der Radiatoren, die Positionierung von Strahlungsschutz sowie die erforderliche „Ruggedisierung“, also die robuste Auslegung gegen die Belastungen eines Raketenstarts.
Der Marktteil treibt dabei die zeitliche Planung: Startkapazitäten sind für Anbieter orbitaler Recheninfrastruktur bereits heute teuer und knapp. Starcloud richtet seinen Startplan auf einen künftigen Starship-Einsatz aus, argumentiert aber gleichzeitig, dass es schwierig ist, Kapazitäten für die Jahre danach fest zu buchen. Geschäftsführer Philip Johnston verweist darauf, dass Falcon 9 planmäßig bis 2028 auslaufen soll und dass die Konkurrenz-Situation weitere Unsicherheiten verstärkt: Blue Origins New Glenn und ULA’s Vulcan fliegen nicht regelmäßig, und selbst neue Träger wie Rocket Lab’s Neutron stehen noch nicht regelmäßig zur Verfügung. Genau in dieser Lücke versucht Starcloud, die eigenen Startverträge und Missionen früh genug zu sichern – und geht dabei sogar so weit, je nach Bedarf einen dedizierten Falcon-9-Start zu prüfen oder zusätzliche Startanbieter vertraglich einzubinden.
Finanzierung und Technologie sind bei Starcloud eng verzahnt. Die Verlängerung der Series A wurde unter anderem von Manhattan West Ventures geführt und laut Deal-Zugang mit Beteiligung von NVIDIA und Cisco durchgeführt; zusätzlich wird berichtet, dass NVIDIA 25 Millionen US-Dollar zur Unterstützung bereitgestellt hat. Für Starcloud ist das weniger nur eine Starthilfe als auch ein Signal an den entstehenden Markt für „space compute“: Das Unternehmen betont, dass es aktuell als einziges bekanntermaßen eine NVIDIA H100-GPU in einem orbitalen Datacenter betreibt und damit auch ein Modelltraining darauf durchgeführt hat. Diese Erkenntnisse sollen in die Entwicklung des ersten speziell für den Weltraum gedachten NVIDIA-Chips einfließen, der unter dem Namen Vera Rubin Space-1 geführt wird; Starcloud plant, diesen Chip spätestens Ende 2028 ins All zu bringen, obwohl die Hardware zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig aufgebaut ist.
Damit stellt Starcloud seine Strategie gegen das Grundproblem vieler orbitaler Ansätze: Die meisten Raumfahrt-GPUs sind eher für Edge-Verarbeitung ausgelegt, während das Startup den Schwerpunkt auf KI-Inferenz und das Training unter Raumfahrtbedingungen legt. Genau diese Differenz wirkt im Produktversprechen, weil Inferenz-Workloads typischerweise in spezifischen Latenz- und Energieprofilen laufen und die Datenlage im Orbit anders ist als in klassischen Rechenzentren an Land. Für Unternehmen, die künftig Inferenz nahe an Sensoren oder Kommunikationsarchitekturen brauchen, könnte das mittelfristig einen Teil der Infrastrukturkosten und Bandbreitennotwendigkeiten verlagern – nicht komplett ersetzen, aber ergänzen. Gleichzeitig steigt der Koordinationsaufwand: Wer orbital betreiben will, muss nicht nur Modelle und Softwareplattformen entwickeln, sondern auch Produktionslinien, Strahlenschutz- und Kühldesigns sowie wiederkehrende Start- und Wartungsfenster als System betrachten.
Die nächsten Betriebszeiträume zeigen, wie riskant die Abhängigkeit von Trägersystemen ist. Starcloud nennt als nächsten Schritt zwei Starcloud-2-Missionen 2027 und skizziert danach den Übergang zu Starcloud-3. Parallel gibt es jedoch Verzögerungsrisiken in der Starship-Startplanung: In den Aussagen von SpaceX wurde ein weiterer Versuch zum Einfangen einer zurückkehrenden Starship-Rakete um mehrere Monate nach hinten verschoben, und ein Erst-Re-Flight wird erst gegen Ende des Jahres oder Anfang 2027 angepeilt. Für Starcloud bedeutet das: Falls sich keine Startkapazitäten für 2029 sichern lassen, sieht Johnston die Planung als besonders schwierig an. Das macht den aktuellen Finanzierungs-Boost zugleich zu einer Wette auf Timing und Lieferfähigkeit – und darauf, dass sich der Engpass bei Launch-Kapazitäten durch den Ausbau wiederverwendbarer Träger Schritt für Schritt entspannen kann.
In Summe ist die Botschaft der neuen Kapitalrunde weniger ein kurzfristiger „Launch-Ready“-Sprint als eine langfristige Infrastrukturstrategie. Starcloud adressiert mit dem Orbital-Inference-Ansatz einen Markt, der bisher vor allem an Transportkosten und fehlender Wiederholbarkeit bei Missionsfenstern gebremst wurde. Wenn die Kombination aus größerer Fertigungskapazität, belastbarer Weltraum-Hardware und vorab gebuchten Startmöglichkeiten aufgeht, könnte das Startup den Weg für andere Anbieter ebnen, KI-Verarbeitung stärker als Service im Orbit zu denken – mit dem praktischen Effekt, dass Unternehmen ihre Rechenarchitektur weniger an geografische Rechenzentrumsstandorte binden müssten.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Starcloud sichert 250 Millionen Dollar für KI-Inferenz im Orbit und plant Starship-Startfenster" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Starcloud sichert 250 Millionen Dollar für KI-Inferenz im Orbit und plant Starship-Startfenster" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Starcloud sichert 250 Millionen Dollar für KI-Inferenz im Orbit und plant Starship-Startfenster« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!