BERLIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die AfD-Führung tritt kurz vor den Landtagswahlen im Herbst mit deutlicher Zuversicht auf. Alice Weidel sagt in einem Interview, man werde in den ersten Bundesländern regieren und langfristig auch auf Bundesebene die Machtfrage stellen. Tino Chrupalla stellt zugleich in den Raum, bei der Briefwahl könne es zu problematischen Abläufen kommen, und fordert Änderungen an der Praxis. Inhaltlich bekräftigen beide Chefs harte Positionen bei Migration, Euro- und Schengen-Ausstieg sowie beim Streit um die Klimawirkung.

Mit Blick auf die Landtagswahlen im Herbst fährt die AfD-Führung einen aggressiven Ton an der politischen Front, der vor allem aus zwei Elementen besteht: knappe Selbstgewissheit und eine klare Abgrenzungslinie gegenüber den etablierten Parteien. Alice Weidel, die Vorsitzende der Partei, ordnet die eigene Strategie im Vorfeld der Abstimmungen als Schrittfolge ein: Zuerst regieren in mehreren Bundesländern, danach auch im Bund. Dass diese Erwartung nicht nur rhetorisch gemeint sein dürfte, stützt sie mit Umfrage-Nähe zur absoluten Mehrheit in Sachsen-Anhalt und einem bundesweiten Vorsprung in Richtung von acht Prozentpunkten gegenüber CDU und CSU.
Die konkreten Termine zeichnen dabei den Zeitdruck des Wahlkampfs nach: In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neues Landesparlament gewählt, zwei Wochen später folgen am 20. September die Abstimmungen in Mecklenburg-Vorpommern. Berlin liegt zeitlich ebenfalls im Herbstfenster, die Partei betont den Ausblick auf weitere politische Mehrheiten. Inhaltlich greift Weidel zusätzlich Themen auf, die als Personalisierung des Konflikts dienen. Sie kritisiert das Berliner Regierungspersonal scharf und bezeichnet zugleich zentrale CDU- und SPD-Figuren mit abwertenden Worten, bevor sie den Gegnern die Fähigkeit abspricht, politische Versprechen tatsächlich einzulösen.
Rund um die Wahlverfahren legt Chrupalla einen Schwerpunkt auf die Briefwahl. Der Co-Vorsitzende formuliert dabei Zweifel, ob bei der Auszählung oder im Umgang mit Stimmzetteln alles „mit rechten Dingen“ zugehe, und verweist auf persönliche Gespräche aus dem Umfeld von Pflegeeinrichtungen. Er macht deutlich, dass es nach seiner Darstellung Fälle gegeben habe, in denen der Ablauf nicht neutral gewesen sein könnte. Gleichzeitig vermeidet er Namen. Für den Wahlkampf ist diese Mischung aus konkreter Schilderung und bewusstem Nicht-Nennen von Einzelpersonen strategisch: Sie setzt ein Misstrauensthema, ohne die Angriffsfläche für eine unmittelbare Gegenprüfung vollständig zu öffnen.
Als zweites Spannungsfeld kommt die von der Union propagierte „Brandmauer“ gegenüber der AfD hinzu. Weidel bezeichnet diese Linie als undemokratisch und argumentiert, die Leidtragende sei am Ende die eigene Partei, die daran zugrunde gehen könne. Chrupalla positioniert sich demgegenüber als dialogorientiert, knüpft Gespräche aber an eine Bedingung: Wer politisch mitarbeiten will, müsse sich im Interesse des Landes bewegen und nicht nur an Abgrenzung festhalten. Interessant ist dabei auch, wie die Partei Koalitionsfragen behandelt. Auf die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem linken Bündnis BSW in Sachsen-Anhalt geht Chrupalla ausweichend ein und verweist auf eine erst noch notwendige Orientierung dieser Partei, ohne eine klare Bereitschaft oder klare Absage zu geben.
Auch die programmatischen Kernthemen werden in dieser Phase als harte Pflöcke gesetzt. Weidel bekräftigt, dass die AfD im Fall einer Regierungsübernahme aus dem Euro und aus dem Schengener Abkommen über grundsätzlich kontrollfreien Verkehr an den Binnengrenzen aussteigen wolle. Als Begründung nennt sie eine wirtschaftliche Entwicklung „deutlich besser“ vor der Euro-Einführung und argumentiert mit Verarmung breiter Bevölkerungsschichten. Bei Migration verlagert sie das Problem an die Grenze, spricht davon, Grenzabschnitte „zu schließen“, und bezieht sich dabei auf Situationen wie den Ansturm auf die spanische Exklave Ceuta. Die AfD verbindet diese Haltung mit dem Versprechen, unter eigener Regierung keine Menschen aus Afghanistan nach Deutschland zu bringen und andere Gruppen pauschal in ihre „Heimat“ zurückzuführen.
Im Konflikt um den Klimawandel bleibt Chrupalla auf der Linie, dass die Entwicklung kaum menschengemacht sei. Obwohl zuvor von Wissenschaftlern geschätzte Größenordnungen zu Hitzetoten genannt wurden, stellt er das Erleben eines „ganz normalen Sommers“ in den Mittelpunkt und widerspricht der Einordnung als Krise. Er verweist auf Wetterphänomene wie Trockenperioden und auch längere Regenphasen und ordnet die Debatte als „Panikmache“. Gleichzeitig greift er ein weiteres Narrativ auf: Der Bundesregierung gehe es seiner Darstellung nach darum, mit einem „Klimahype“ Geld aus der Tasche zu ziehen. Unterm Strich werden damit nicht nur politische Maßnahmen bestritten, sondern auch die Deutungshoheit darüber, was in Deutschland als evidenzbasiertes Problem gilt.
Gerade weil der Text so deutlich auf Machtoptionen, Wahlprozess-Vertrauen und grundlegende Systementscheidungen zielt, entstehen für die Technologie- und Digitalpolitik indirekte Folgen. Wenn Europa- und Grenzregime grundsätzlich infrage gestellt werden, wirkt sich das typischerweise auf die Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Lieferketten, Standards und Datenflüsse aus – auch wenn dazu hier keine technischen Details genannt werden. Ähnlich gilt: Bei der Frage, wie Migration politisch adressiert wird, verschiebt sich zwangsläufig auch der Blick auf Integrations- und Verwaltungsprozesse, in denen digitale Verfahren inzwischen stark verankert sind. Der Wahlkampf liefert dafür zwar keine Blaupausen, aber er macht die Richtung sichtbar: weniger Vertrauen in zentrale Institutionen, dafür mehr Kontrolle auf nationaler Ebene und eine deutlich polarere Konfliktkultur.
Für Unternehmen, die in Deutschland mit Software, Plattformen oder Infrastruktur arbeiten, ist der unmittelbare politische Nutzen dieser Rhetorik allerdings weniger die konkrete Gesetzgebung als die Signalwirkung für zukünftige Entscheidungen. Ein Beispiel ist der Umgang mit Wahl- und Verwaltungsprozessen: Wenn Briefwahl öffentlich als Angriffsfläche behandelt wird, steigt der Druck, Nachvollziehbarkeit, Verfahrenssicherheit und Kommunikation in staatlichen Abläufen besonders klar zu erklären. Auch im Klimadiskurs trifft die politische Deutung auf technische Umsetzungen, etwa bei Energieinfrastruktur, Gebäudetechnik oder Monitoring-Systemen; selbst ohne konkrete Maßnahmen benennt die Debatte die Konfliktlinien, entlang derer Budgets, Prioritäten und Regulierungsintensität künftig diskutiert werden. Der Herbst wird damit nicht nur für Parteien entscheidend, sondern auch für die Planungssicherheit im digitalen und technologischen Ökosystem.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "AfD zeigt sich vor Landtagswahlen siegesgewiss und setzt auf Machtoption" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "AfD zeigt sich vor Landtagswahlen siegesgewiss und setzt auf Machtoption" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »AfD zeigt sich vor Landtagswahlen siegesgewiss und setzt auf Machtoption« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!