PARIS / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Royal Netherlands Navy will ihre Flotte mit einer skalierbaren Gegen-Drohnen-Lösung ausstatten, die auf Abfangdrohnen setzt. Dafür entwickelt Destinus einen kinetischen Counter-UAS-Interceptor auf Basis der Hornet-Baureihe und liefert ihn für die Integration auf mehreren Kriegsschiffen. Das Programm umfasst die Auslieferung, die technische Einbindung in die Bordumgebung sowie Unterstützung bis zu einer möglichen Anfangsbetriebsfähigkeit. Ziel ist ein Abschluss im zweiten Quartal 2027, nachdem das System weiter über Tests zur Einsatzreife gebracht wurde.

Die Royal Netherlands Navy plant den Ausbau eines Gegen-Drohnen-Systems, das nicht auf den klassischen Abwurf teurer Mittel setzt, sondern auf einen kinetischen Interceptor aus der Hornet-Baureihe von Destinus. Hintergrund ist eine im maritimen Umfeld spürbar steigende Bedrohungslage durch Drohnen im mittleren Entfernungsbereich: Das niederländische Verteidigungsministerium verweist dabei auf operative Analysen und das aktuelle Bedrohungsbild bei Einsätzen zur See. Für die Schiffe bedeutet das vor allem eines: Mehr Angriffe, häufig aus dem Bereich „low cost“ und in höheren Stückzahlen, treffen auf begrenzte Budgets für Abfangmunitionskosten.
Destinus soll für die niederländische Marine eine C-UAS-Fähigkeit (Counter-Unmanned Aircraft Systems) aufbauen, die auf der Hornet B2 basiert. Im Kern umfasst das Vorhaben die Entwicklung eines kinetischen Abfangsystems, die Lieferung der Interceptoren, die Integration mit mehreren Kriegsschiffen sowie begleitenden Support in Richtung einer möglichen Anfangsbetriebsfähigkeit. Laut Zeitplan soll das Programm im zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein – vorher läuft es durch eine weitere Phase des Testens und die Weiterentwicklung bis zur Einsatzreife. Damit stellt die Marine das Projekt erkennbar so auf, dass es nicht nur als einzelnes Demo-System funktioniert, sondern in eine reale Flottenarchitektur hineinwächst.
Technisch beschreibt Destinus den Hornet-Interceptor als eine Abfangdrohne, die aus einem versiegelten Kanister startet. Ein Raketen-Booster schießt den Interceptor zunächst aus dem Container, anschließend klappt das System die Flügel aus und wechselt in einen elektrisch angetriebenen Cruise-Flight. Für die Zielbekämpfung setzt die Architektur auf elektro-optische und infrarotsensitive Erfassung, ergänzt um KI-basierte Verarbeitung in der Terminalphase. Genau diese Kombination aus Sensorik und datengetriebener Endanfluglogik soll Interceptor-Systemen in einer Kampfsituation helfen, die oft stark von kleinen, einwegfähigen Angriffsplattformen geprägt ist.
Ein zentraler Punkt in der Argumentation bezieht sich auf die Kostenlogik. Destinus stellt die These in den Raum, dass sich durch „low-cost aerial threats“ die Wirtschaftlichkeit der maritimen Luftverteidigung umkehrt: Es sei nicht nachhaltig, dass jede Begegnung mit einem Multi-Million-Euro-Interceptor gegen einen Angreifer abgewickelt wird, der im Vergleich dazu günstig produziert werden kann und in Volumen auftaucht. Im Wettbewerb der Lösungen ist das vor allem deshalb relevant, weil Red-Sea-Szenarien immer wieder gezeigt haben, wie schnell sich das Verhältnis von „Kosten pro Abwehrmaßnahme“ zu „Kosten pro Treffer“ verschieben kann. Die Hornet B2 wird in dieser Logik als Alternative mit anderer Systemarchitektur positioniert, während eine frühere Variante, der Hornet B1, bereits in Serienproduktion ist.
Das niederländische Vorhaben soll zudem nicht als isolierte Plattformautonomie verstanden werden. Das System wird als Ergänzung zu bestehenden Bewaffnungen beschrieben und besteht aus einer Basisstation sowie einem Startmodul, das den Drone-Interceptor abfeuern kann. Parallel zur technischen Integration soll das System weiter über Tests entwickelt werden, während die Marine selbst direkte operative Expertise in die Entwicklung und Bewertung einbringt. Dadurch können Fähigkeitsanforderungen und Spezifikationen frühzeitig aus dem Betriebsalltag in das technische Design zurückfließen – ein Ansatz, der erfahrungsgemäß Anpassungen nachträglich reduzieren kann, wenn Schnittstellen und Einsatzszenarien von Beginn an mitgedacht werden.
Der Schritt der Niederlande fügt sich in eine breitere internationale Entwicklung ein: Auch andere Seestreitkräfte beschäftigen sich damit, Gegenmaßnahmen gegen Einweg-UAVs wirtschaftlich tragfähiger zu machen. Im Text wird beispielsweise erwähnt, dass die US Navy bereits Starter für den Coyote-Interceptor von Raytheon auf Arleigh-Burke-Zerstörern installiert hat. Für Unternehmen und Entwickler in der Lieferkette ist das vor allem ein Signal dafür, dass sich Nachfrage in Richtung skalierbarer C-UAS-Architekturen bewegt – also nicht nur um eine einzelne Drohne, sondern um ein komplettes Gefüge aus Startmechanik, Sensorik, Zielklassifikation und Terminalsteuerung. Wer für Integration, Testautomatisierung, Datenfusion oder Schnittstellen zu bestehenden Führungssystemen arbeitet, kann hier mittelfristig ein deutlich breiteres Feld an Rollen erwarten.
Bis zum geplanten Abschluss im zweiten Quartal 2027 wird entscheidend sein, wie gut das System gegen reale Zielprofile funktioniert: Nicht nur gegen einzelne Drohnen, sondern gegen den Taktikmix aus kleinen Zielen, unterschiedlicher Annäherung und begrenzter Reaktionszeit. Gerade die KI-basierte Verarbeitung in der Endphase muss dabei robust arbeiten, wenn Sichtbedingungen, Störmuster und Zielcharakteristika variieren. Für die niederländische Marine geht es am Ende um die Frage, ob sich eine zusätzliche Abwehrschicht etablieren lässt, die die Kosten pro Engagement spürbar senkt und gleichzeitig die Verteidigungsfähigkeit im Verband verbessert.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Niederländische Marine setzt auf Destinus-Hornet für KI-gestützte Anti-Drohnen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Niederländische Marine setzt auf Destinus-Hornet für KI-gestützte Anti-Drohnen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Niederländische Marine setzt auf Destinus-Hornet für KI-gestützte Anti-Drohnen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!