LONDON (IT BOLTWISE) – Die steigenden Anleiherenditen erhöhen zwar die Nervosität an den Märkten, doch Kapitalmarktstratege Klaus Kaldemorgen sieht das größere Risiko im KI-Boom. Er betont, dass besonders der Ausbau von Rechenzentren und Infrastruktur die Volatilität verstärken könnte, wenn sich nicht alle Investitionen rechnen. Für Anleger empfiehlt er Diversifikation und die Reduktion von Klumpenrisiken, statt blind auf den KI-Sektor zu setzen. Im DWS-Portfolio wurde der KI-Anteil bereits angepasst, mit Fokus stärker auf Hyperscaler und defensive Gegenpositionen.

DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren
DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die aktuelle Spannung an den Kapitalmärkten spiegelt sich derzeit in einem Punkt wider, der viele Anlageausschüsse zuletzt dominiert hat: Die Staatsanleiherenditen haben laut dem Beitrag weltweit Höhen erreicht, die lange nicht gesehen wurden. Das allein erzeugt bereits Druck auf Bewertungen, weil höhere Zinsen die erwarteten Cashflows abdiskontieren und damit Wachstumstitel empfindlicher machen. Trotzdem verschiebt Klaus Kaldemorgen, Kapitalmarktstratege bei der DWS, den Schwerpunkt der Risikoanalyse deutlich weg von klassischen Staatsschulden-Ängsten und hin zu den Kosten- und Kapazitätszyklen rund um Künstliche Intelligenz.

In einem Pressegespräch der Fondgesellschaft DWS stellte er explizit klar: „Eine Finanzkrise wird das nicht auslösen“, und erklärte gleichzeitig, warum er in der Infrastruktur-Rally eine größere Gefahr für die Marktstabilität sieht. Der Kern seiner Argumentation: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur seien bislang beispiellos, vor allem im Rechenzentrumsbau. Unklar bleibe, wie viele zusätzliche Kapazitäten tatsächlich benötigt werden und ob sich die Investitionen bei einer späteren Sättigung oder Verzögerungen in der Nachfrage rentieren. Zu den Treibern zählt der Beitrag die fünf Hyperscaler Meta, Amazon, Alphabet, Oracle und Microsoft, die in dem Text mit rund 800 Milliarden US-Dollar für dieses Jahr und fast eine Billion US-Dollar im kommenden Jahr veranschlagt werden.

Als historische Parallele greift Kaldemorgen den Eisenbahnausbau in den USA ab 1869 auf. Damals sei der Netzausbau durchaus in einem Börsendesaster und auch in einer Rezession geendet, wobei über Zuschüsse und Landzugang eine ganze Infrastrukturwelle auf einmal angetrieben wurde. Überinvestitionen und konkurrierende Strecken hätten schließlich wirtschaftliche Verwerfungen begünstigt, die Infrastruktur als solche aber dennoch dauerhaft geprägt. Der Beitrag überträgt dieses Muster auf die KI-Wertschöpfungskette: Bis der Markt um Künstliche Intelligenz gesättigt sei, dürften noch einige Jahre vergehen, zugleich aber könne ein „deutlicher Einbruch der Branche“ entstehen, wenn nicht alle Ausgaben tragfähig werden. Gerade bei Chipproduzenten könnten Abschreibungs- und Nachfrageverschiebungen besonders schmerzhaft durchschlagen, während die Hyperscaler nach dieser Argumentation auch in einem Abschwung noch Wachstum organisieren könnten.

Genau diese Erwartung von mehr Ausschlägen im Marktgeschehen rahmt er mit dem Satz: „Doch die Volatilität an den Märkten müssen wir fürchten“, und leitet daraus eine Anlagestrategie ab, die weniger auf dem maximalen KI-Beta beruht, sondern auf Risikoarchitektur. Er rät zu Diversifikation und zur Minimierung von Klumpenrisiken – und zwar im Vergleich zu dem, was viele breite Benchmarks derzeit abbilden. Im Beitrag wird der MSCI World als Beispiel herangezogen: Er investiert dem Text zufolge keine Schwellenländer und ist zu über 70 Prozent auf US-Aktien ausgerichtet. Damit sei das Portfolio stark von wenigen großen amerikanischen Technologiekonzernen und deren KI-Geschäft abhängig. Für Anleger bedeutet das praktisch: Selbst wenn ein Index „diversifiziert“ wirkt, kann die Branchen- und Faktorabhängigkeit hoch bleiben.

Im DWS Concept Kaldemorgen, den der Kapitalmarktstratege selbst aufgelegt hat und der mittlerweile von Christoph Schmidt gemanagt wird, wurde das Klumpenrisiko entsprechend angepasst. Schmidt erläutert, dass KI zwar eine Rolle spiele, aber reduziert werde: Die Positionen KI-bezogener Titel seien zwischenzeitlich durch Kursgewinne auf 40 Prozent gestiegen und im Mai auf ein Drittel des Aktienportfolios zurückgeführt worden. Der Beitrag macht dabei auch die Verschiebung sichtbar, die Anleger typischerweise unterschätzen: Der Fokus liegt weniger auf reinen KI-Ausrüstern, sondern mehr auf Hyperscalern als Infrastrukturabnehmer. Dazu gehören im Text ausdrücklich Spezialchips ebenso wie die Stromversorgung der Rechenzentren – also die Bereiche, in denen Kapazitätsplanung und Betriebskosten eng mit dem Skalierungstempo der KI-Services gekoppelt sind.

Neben der KI-Komponente beschreibt der Beitrag die Gegenpositionen im Depot. Der DWS-Fonds halte derzeit etwas mehr als 40 Prozent des Portfolios in Aktien; davon entfallen 15 Prozent auf US-Aktien und rund 20 Prozent auf Titel der Eurozone. Schmidt wird mit der Aussage „Im Depot braucht man ein Gegengewicht zu KI“ zitiert und setzt dafür auf defensive Branchen, darunter Versicherer und Gesundheitstitel. Daneben nennt der Text zyklische Bereiche, insbesondere europäische Finanzwerte. Diese Mischung zielt darauf, die Portfoliovolatilität zu dämpfen, falls sich das erwartete Tempo beim KI-Infrastrukturaufbau zeitweise verlangsamt oder wenn einzelne Segmente – wie Chips – stärker unter Anpassung leiden. Damit wird aus dem abstrakten Konzept „Klumpenrisiko“ eine konkrete Portfolioentscheidung: weniger Konzentration in einer einzigen Boom-Erzählung, mehr Sensitivität gegenüber Zins- und Konjunkturphasen.

Für die weitere Einordnung lohnt sich auch ein Blick auf die technische Logik hinter dem Risiko, die Kaldemorgen im Beitrag indirekt anspricht. KI-Entwicklung ist nicht nur ein Softwarethema, sondern hängt an einer Kette aus Rechenleistung, Netzwerkbandbreite, Strom, Kühlung und Chipverfügbarkeit. Wenn diese Kette gleichzeitig massiv ausgebaut wird, kann eine Phase entstehen, in der Angebot und Nachfrage zeitlich nicht perfekt synchron laufen. Dann treffen Kapitalallokation und Bewertungskorrekturen oft schneller aufeinander als es langfristige Technologieerzählungen erwarten lassen. Der Beitrag macht damit vor allem eines deutlich: Der KI-Boom ist nicht automatisch gleichbedeutend mit linearem Wertzuwachs pro Investition, und genau deshalb gewinnt in der Praxis der Umgang mit Volatilität an Bedeutung – nicht nur in Renditeerwartungen, sondern in der konkreten Allokation zwischen Wachstums- und Ausgleichsbausteinen.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren".
Stichwörter AI Anleihen Anleiherenditen Artificial Intelligence Chip Diversifikation DWS Hyperscaler Infrastruktur KI Klumpenrisiko Künstliche Intelligenz Künstliche-intelligenz Msci-world Portfolio Rechenzentrum Volatilität
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Nvidia und die KI-Rechnung: Wer oben abrechnet, entscheidet über KI-Milliarden


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »DWS: KI-Boom als Volatilitätsrisiko für Märkte und Rechenzentren« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    536 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs