BERGHEIM / LONDON (IT BOLTWISE) – Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln wird wegen verfassungsfeindlicher Sabotage ermittelt. Unbekannte sollen Kabel in der Nähe der Oberleitung verlegt haben, wodurch es zu einem Kurzschluss kam. Amprion und RWE melden keine Beeinträchtigung der allgemeinen Stromversorgung, obwohl mehrere RWE-Kraftwerksblöcke kurzzeitig aus dem Netz fielen. Parallel laufen Hinweise auf ähnliche Taten in Brandenburg und es wird in verschiedene Richtungen geprüft.

In Bergheim bei Köln ist es zu einer Störung an einem Umspannwerk gekommen, die in der Energiebranche sofort die Frage nach der Ursache dominierte: Technikfehler oder gezielte Sabotage. Das NRW-Innenministerium ordnet den Vorfall inzwischen in den Bereich verfassungsfeindlicher Sabotage ein, wie Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte. Seiner Darstellung zufolge hätten Unbekannte Kabel über die Oberleitung gebracht und damit einen Kurzschluss verursacht. Auf dieser Grundlage laufen Ermittlungen, und Reul formulierte es zugleich deutlich als Absicht: „Das war Absicht. Wer da ran geht, greift unser Land an“, sagte er. Zusätzlich stellte er zwei Prüfpfade in den Raum: „Wir prüfen zwei Richtungen: fremdstaatlich gelenkte Sabotage und Linksextremismus.“
Für die Netzstabilität war dabei entscheidend, was die Stromversorgung in der Fläche tatsächlich abbekam. Die NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass es keine Gefährdung der Stromversorgung gegeben habe. Besonders relevant: Neubaur verwies explizit auf die schnelle Reaktion von Amprion und RWE. In der Praxis bedeutet das für Übertragungsnetzbetreiber und Erzeuger, dass Schutz- und Leittechnik zwar Anlagenteile trennt, aber die Systemstabilität über Reserveleistungen und Netzumschaltungen aufrechterhält. Der zentrale Punkt: Auch wenn es im Umfeld des Umspannpunkts zu Anlagenausfällen bei RWE Power kam, blieb die allgemeine Stromversorgung laut Amprion „zu keinem Zeitpunkt“ betroffen und die Systemstabilität sei „immer gewährleistet“ gewesen.
Der Ablauf setzt damit weniger bei der politischen Bewertung an als bei der technischen Fehlerkette, die einen Kurzschluss auslöst. Am Dienstagabend wurde die Polizei gegen 20.00 Uhr wegen einer technischen Störung an dem Umspannwerk gerufen. Ein Polizeisprecher schilderte, dass durch den Kurzschluss mehrere Leitungen ausgefallen seien. Schon am frühen Morgen verschob sich die Beurteilung jedoch: Es hieß, es sei nicht von einem technischen Defekt auszugehen, sondern von einer „vorsätzlichen Tat, einer Straftat“. Diese Eskalation verändert auch die Ermittlungstaktik vor Ort, weil Spurensicherung und Rekonstruktion im Vordergrund stehen – statt lediglich eine technische Ursache zu verifizieren.
Genau dafür wurden das Gelände und die Umgebung großräumig abgesperrt. Die Ermittler sicherten Spuren, über dem Areal kreiste zeitweise ein Polizei-Hubschrauber. Der Essener Polizeisprecher stellte dabei die Zuständigkeit klar: „Wir als Polizei Essen führen den Einsatz und die Ermittlungen, weil wir für die Führung derartiger Einsätze und Ermittlungslagen vorbereitet sind.“ Das betroffene Umspannwerk gehört zum Energieversorger Amprion, und Amprion ordnete den Ereignischarakter ein: Im Umfeld der Amprion-Umspannanlage Rommerskirchen im Rheinland habe es einen Vorfall gegeben, der Auswirkungen auf den Betrieb von Kraftwerkszuleitungen hatte. Für Betreiber ist das ein kritischer Bereich, weil Umspannwerke und Zuleitungen Schaltzustände, Lastflüsse und Sicherheitsfreigaben koordinieren.
Auch für RWE liefert der technische Teil der Meldung einen greifbaren Indikator, wie der Netzbetrieb trotz Störung aufrechterhalten werden konnte. Als Folge auf die Störung am Umspannwerk gingen fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke von RWE in den Standorten Bergheim und Grevenbroich kurzfristig vom Netz. Laut einem Sprecher der RWE Power lag die grundsätzliche Kraftwerkskapazität im Rheinischen Revier bei insgesamt rund 4.200 Megawatt; zum Zeitpunkt des Vorfalls speisten die Anlagen etwa 3.000 MW in das Netz ein. Entscheidend ist die Betriebslogik: Wenn Einspeisemengen ausfallen, können diese vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion aus anderen Regionen ausgeglichen werden. Genau darauf zielt auch die Entwarnung ab – RWE und Amprion beschreiben, dass die Stromversorgung daher nicht beeinträchtigt war.
Schon am Morgen konnte zudem ein erster Teil der betroffenen Blöcke wieder ans Netz gehen: Nach RWE Power sollte dies bei vier weiteren Anlagen im Tagesverlauf folgen, während Matthias Beigel laut dpa die Wiederaufnahme des ersten von fünf Blöcken bestätigte. Zwei weitere Blöcke sollten demnach im Tagesverlauf dazukommen, und an der Wiederinbetriebnahme der übrigen Anlagen wurde weiter gearbeitet. Für die energiewirtschaftliche Einordnung ist das mehr als eine reine Betriebsnotiz: Solche Ereignisse testen die Reserve- und Regelungsfähigkeit im Zusammenspiel von Übertragung, Erzeugung und Schutzkonzepten. Parallel dazu weitet sich der Blick über NRW hinaus, weil es laut Polizei in Brandenburg ebenfalls Ermittlungen wegen Sabotage gibt – Unbekannte sollen nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen ausgelöst haben, wobei in zwei Fällen das offenbar gelang.
Damit rückt die Strominfrastruktur als sensibles Zielbild stärker in den Fokus, gerade weil Umspannwerke als zentrale Knotenpunkte gelten. Die Quelle nennt zudem weitere Vorfälle in den vergangenen Monaten, darunter im Januar mutmaßlich Linksextreme, die Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins beschädigt haben sollen. Für Unternehmen in der Energiewirtschaft heißt das: Sicherheit ist nicht nur eine Frage von physischen Schutzmaßnahmen, sondern auch von Betriebsprozessen, die im Ernstfall schnell zwischen technischer Störung und möglicher Fremdeinwirkung unterscheiden müssen. Gleichzeitig bleibt für die Öffentlichkeit wichtig, dass trotz der Schwere des Verdachts die Systemstabilität in diesem Fall offenbar nicht gekippt ist – und dass die Wiederinbetriebnahme schrittweise erfolgte, statt einen dauerhaften Totalausfall zu verursachen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Sabotageverdacht bei Umspannwerk in Bergheim: RWE-Blöcke gehen kurz vom Netz" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Sabotageverdacht bei Umspannwerk in Bergheim: RWE-Blöcke gehen kurz vom Netz" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Sabotageverdacht bei Umspannwerk in Bergheim: RWE-Blöcke gehen kurz vom Netz« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!