LONDON / LONDON (IT BOLTWISE) – Das CFA Institute Research and Policy Center fordert die EU auf, den breiteren Zugang Privatanlegern zu privaten Märkten mit konkreten Reformen für mehr Anlegerschutz zu verbinden. Ein Grundsatzpapier ordnet die überarbeitete ELTIF-Regelung als wichtigen Schritt ein, warnt aber vor zu großen Erwartungen ohne zusätzliche Maßnahmen. Im Fokus stehen insbesondere Anforderungen an die Geeignetheit von Produkten, bessere Transparenz zu Kosten und Liquidität sowie mögliche Wege über Pensionsfonds. Alexander Lehmann argumentiert, dass fundierte Anlageentscheidungen nur mit einem belastbaren Schutzrahmen möglich sind.

Die EU will Privatanlegern den Zugang zu privaten Märkten erleichtern – und genau dort setzt das CFA Institute Research and Policy Center an. In einem am 2. September 2026 veröffentlichten Grundsatzpapier mit dem Titel „Private Market Investment in the EU: Prudent Access for Retail Investors“ ordnet das Research- und Policy-Center die privaten Märkte als zunehmend relevante Anlageklasse ein. Gleichzeitig stellt es die Leitfrage in den Mittelpunkt, wie sich eine Ausweitung des Zugangs so gestalten lässt, dass Privatanleger nicht nur neue Chancen erhalten, sondern auch besser geschützt werden.
Technisch und marktstrukturell ist der Punkt nachvollziehbar: Private-Asset-Fonds unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise typischerweise von börsennotierten Produkten durch eingeschränkte Handelbarkeit, andere Bewertungsmechanismen und oft längere Halte- und Planungszyklen. Die im Papier genannte Überarbeitung des europäischen Rahmens für Europäische Langfristige Investmentfonds (ELTIF) führt laut Text ein neues Fondsformat ein, das bereits zu einer „beträchtlichen Anzahl“ neuer Fondsangebote geführt haben soll. Für die EU-Zielrichtung ist das bedeutsam, weil mehr Kapital in langfristige Projekte fließen soll, etwa in Infrastruktur sowie in digitale und grüne Energieanlagen.
Das CFA Institute bewertet den ELTIF-Schritt grundsätzlich positiv, macht aber klar, dass neue Produktformen allein nicht automatisch die übergeordneten Ziele erreichen. Der Text argumentiert, dass die EU mit der Reform zwar Investitionen auf dem privaten Markt in einem breiteren Kreis zugänglich machen will, dafür jedoch weitere Änderungen am Regulierungs- und Schutzrahmen nötig bleiben. Konkret wird im Papier herausgestellt, dass ohne zusätzliche Reformen weder die Vertiefung der Kapitalmärkte noch eine spürbar stärkere Beteiligung von Privatanlegern in der Breite erreichbar sein dürften.
Als zentrale Stellschrauben nennt das Papier mehrere Reformoptionen, die sich vor allem auf die Anlegerseite beziehen. Dazu zählt die Anpassung der Geeignetheitsanforderungen (also wie Produkte hinsichtlich Erfahrung, Risikoprofil und Sachkunde zugeordnet werden) für Investitionen in den privaten Markt. Daneben verlangt das Papier Verbesserungen bei der Transparenz, insbesondere zu Kosten und Liquidität. Gerade Letzteres ist bei privaten Assets entscheidend, weil Liquidität bei Fondsstrukturen häufig nicht wie im Tagesgeschäft börsennotierter Instrumente verfügbar ist, sondern an Bedingungen und Bewertungsrhythmen gekoppelt bleibt.
Interessant ist auch die Idee, nicht zwingend den direkten Zugang zu priorisieren. Das Papier skizziert einen indirekten Weg über Pensionsfonds als potenziell sinnvollere Option, weil die Verwalter solcher Vehikel das Verhalten der Fondsmanager möglicherweise besser überwachen können. Damit verlagert sich ein Teil der Kontroll- und Governance-Mechanik auf eine Ebene, die im Alltag stärker auf das Portfoliomanagement und das laufende Monitoring ausgelegt ist. Für Privatanleger könnte das bedeuten, dass sie zwar am Ergebnisprofil privater Investitionen partizipieren, aber über professionelle Intermediäre einen zusätzlichen Filter erhalten.
In der Argumentation greift Alexander Lehmann, Director, Capital Markets Policy (EU) beim CFA Institute, den Kern des Problems auf: Europäische Haushalte verfügen zwar über beträchtliche Ersparnisse, ein geringer Teil wird jedoch laut Text in Kapitalmarktinstrumente investiert. Die überarbeitete ELTIF-Regelung wird als willkommener Schritt eingeordnet, aber als Bestandteil eines umfassenderen Reformprogramms formuliert. Lehmann betont zudem, dass ein breiterer Zugang an einen starken Anlegerschutz gekoppelt werden müsse und dass ein Rahmenwerk erforderlich sei, das fundierte Anlageentscheidungen unterstützt; genau diese Kombination wird im Papier als Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen des breiteren Zugangs beschrieben.
Für den Markt heißt das: Die EU kann die Angebotsseite über Fondsformate öffnen, doch die Nachfrage von Privatanlegern wird maßgeblich davon abhängen, ob Regeln zur Geeignetheit und zur Transparenz nachweislich das Informations- und Kontrollgefälle gegenüber privaten Assets reduzieren. In der Praxis verschiebt sich damit der Wettbewerb zwischen Produktanbietern vor allem auf die Frage, wie verständlich Kostenstrukturen, Liquiditätsbedingungen und Bewertungslogiken kommuniziert werden und wie konsistent das Produktdesign zur Zielgruppe passt. Und während Technologie in der Kapitalanlage längst als Enabler gilt – etwa für Datenverarbeitung und Monitoring – bleibt in diesem Kontext der regulatorische „Rahmen“ der Engpass: Ohne klare Leitplanken steigt das Risiko, dass privates Kapital zwar angeboten, aber nicht langfristig vertrauensvoll eingebunden wird.
Unterm Strich liefert das CFA Institute damit kein reines Pro-oder-Contra zur ELTIF-Reform, sondern eine Art Umsetzungsmaßstab: Zugang ja, aber mit Schutzmechanismen, die Privatanlegern den Einstieg in private Märkte nicht nur ermöglichen, sondern sie auch in die Lage versetzen, Risiken realistisch einzuschätzen. Für Asset Manager und Plattformanbieter ergibt sich daraus ein konkreter Handlungsdruck, ihre Dokumentationen, Reporting-Prozesse und Governance-Modelle so auszubauen, dass Transparenz und Geeignetheit nicht als Formalie wirken. Damit rückt zugleich die technische Umsetzung regulatorischer Anforderungen in den Mittelpunkt – von der Produktklassifizierung bis zur laufenden Bereitstellung von Informationen, die sich in der Praxis tatsächlich nutzen lassen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "CFA Institute fordert mehr Anlegerschutz für Privatanleger bei Private-Markets" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "CFA Institute fordert mehr Anlegerschutz für Privatanleger bei Private-Markets" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »CFA Institute fordert mehr Anlegerschutz für Privatanleger bei Private-Markets« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!