LONDON (IT BOLTWISE) – Peter Schiff hat die Debatte neu entfacht, ob Bitcoin durch die Energie der Miner überhaupt „unterfüttert“ ist. Er argumentiert, dass der Energieeinsatz mit dem Schürfen sofort verschwindet und deshalb keinen dauerhaften Gegenwert schafft. Sein Kontrahent Jeff Swanson setzt dagegen auf das Dreieck aus Energieaufwand, fester Ausgabe und Rechenleistung, flankiert durch eine Verschuldungsbetrachtung zum US-Dollar. Der Disput knüpft damit direkt an die älteste Frage der Krypto-Werthypothese an: Was verleiht dem System Substanz?

Der Streit um Bitcoins Wertversprechen wirkt wie ein Déjà-vu, nur dass dieses Mal die Zahlen und die Logik besonders eng miteinander verzahnt sind. Peter Schiff hat die Debatte am Wochenende erneut aufgegriffen und dabei genau die Frage ins Zentrum gestellt, die schon früher in vielen Krypto-Diskussionen als „Backing“-Argument aufgetaucht ist: Wenn Miner Energie verbrauchen, ist diese dann überhaupt noch ein tragfähiger Maßstab für den inneren Wert des Netzwerks – oder verschwindet sie schlicht, ohne dass etwas „zurückbleibt“? In der Auseinandersetzung stellte Schiff damit nicht die Existenz des Netzwerks infrage, sondern die Interpretation, wonach der Energieverbrauch als eine Art Wertanker fungieren könnte.
Sein Gesprächspartner, der Bitcoin-Maximalist Jeff Swanson, hatte den Kern seiner Sicht ursprünglich entlang dreier Säulen aufgebaut. An erster Stelle stand dabei die Energiebilanz, danach folgten eine feste Ausgabesystematik und die verfügbare Rechenleistung, also im Wesentlichen der Grad der rechnerischen Absicherung über die Zeit. Schiff wies genau diesen Mechanismus zurück: Energie sei nur „da“ während der Mining-Prozesse, danach sei sie verbraucht. Für ihn folgt daraus eine harte Schlussfolgerung – Mining zerstöre Wert eher, als dass es welchen speichert oder „unterstützt“. Genau an diesem Punkt prallt häufig unterschiedliche Wirtschaftslogik aufeinander: Auf der einen Seite die Idee, dass knappe, in Arbeit transformierte Ressourcen das System härten; auf der anderen Seite die Sicht, dass ohne Bestandsgröße nach dem Verbrauch kein analoger Wertanker entsteht.
Das Narrativ wird zudem zeitlich mit beobachtbaren Netzwerkbewegungen verknüpft. Der Text ordnet ein, dass die Hash-Rate seit Monaten nachgegeben habe, während Betreiber offenbar mehr Rechenleistung in Richtung KI-Workloads verschoben hätten. Gleichzeitig sollen viele Miner in diesem Jahr den Netzwerkbetrieb verlassen haben. Schiff greift damit nicht die feste Emissionsobergrenze als Argument an, sondern nimmt einen anderen Hebel: Er betrachtet den „Backing“-Gedanken vor allem über die schwer greifbare Brücke zwischen laufendem Energieverbrauch und dauerhaftem Vermögensbezug. Interessant ist: Obwohl Swanson in seiner ursprünglichen Argumentation Energie als erste Säule nennt, bleibt für den Streit der eigentliche Streitpunkt letztlich eine Bilanzfrage. Welche Ressource bleibt nach dem Verbrauch tatsächlich als Unterstützung für den Wert bestehen – oder ist der Energieeinsatz nur ein laufender Preis für Sicherheit?
Auch bei den Zahlen zur Verschuldung zeigt sich, wie sehr die Debatte an exakte Messwerte gekoppelt ist. Swanson verankerte sein Argument an einer Größenordnung von 39 Billionen US-Dollar US-Regierungsschulden und stellte damit einen vermeintlichen Kontrast zum Bitcoin-Angebotsmodell her. Schiff ließ das nicht stehen und verweist darauf, dass Treasury-Daten eine Abweichung zeigen: Demnach stieg die gesamten öffentlichen Schuldenlast laut den täglichen Angaben im Umfeld vom 18. August auf über 40 Billionen US-Dollar und erreichte am 3. September 40,10 Billionen. Diese Differenz ist nicht nur kosmetisch. Im Framing von Swanson hängt daran, wie plausibel die Vergleichsbasis zwischen Fiat-Währung und Krypto als „System mit Substanz“ wirkt. Wenn der Zahlenanker im Vergleich rutscht, verschiebt sich auch das Gewicht der Schlussfolgerung, die aus dem Vergleich gezogen wird.
Mindestens ebenso wichtig ist, dass Swanson in seinem ursprünglichen Modell nicht bei Energieberechnung und Angebot bleibt, sondern auch die Institution dahinter adressiert. Der Text beschreibt, dass Swanson die Vertrauenskomponente des Dollar-Systems einbezog, während Schiff diese Hälfte übersprang und sich auf den Energieaspekt fokussierte. Genau dadurch entsteht ein Asymmetrie-Effekt: Zwei Seiten sprechen nicht komplett über dasselbe Bewertungsobjekt. Der eine diskutiert den Wert entlang von Sicherheitskosten und Netzwerkabsicherung plus institutionellem Vertrauen; der andere zerlegt die Energie-These isoliert, indem er den Verlustcharakter des Stromverbrauchs betont. Für das Publikum wirkt das wie ein „Streit über die falschen Achsen“, obwohl beide argumentativ auf dieselbe Grundfrage zielen.
Untermauert wird die Debatte schließlich durch den Markt, der weder Schiff noch Swanson automatisch entlastet. Laut der Darstellung lag Bitcoin (BTC) am Sonntag bei rund 79.600 US-Dollar und damit etwa 1,5% tiefer innerhalb von 24 Stunden. Das ist keine Bestätigung einer Werthypothese, sondern eher der Hinweis, dass kurzfristige Kursbewegungen nicht sauber zwischen den konkurrierenden Erklärungsmodellen trennen. Zudem erinnert der Text daran, dass Schiff zuvor bereits Andeutungen machte, er habe Bitcoin-Gewinne nicht rechtzeitig mitgenommen, gleichzeitig aber langfristig die Schlagkraft der Anhängersicht infrage stellte. In der aktuellen Runde gibt es laut Darstellung keine echten Konzessionen auf beiden Seiten. Damit bleibt die Kernfrage zyklisch: Sobald in den Medien wieder ein Rekord bei der Verschuldung auftaucht, wird auch das „Backing“ erneut als Vergleichsfolie mobilisiert.
Für Entscheider und Entwickler in der Krypto- und Tech-Landschaft ist daran vor allem zweierlei relevant. Erstens beeinflusst die öffentliche Argumentation, wie Ressourcenallokationen interpretiert werden – etwa wenn Hash-Rate-Bewegungen in Richtung anderer Rechenintensive Workloads wie KI gelesen werden. Zweitens entscheidet sich die Akzeptanz digitaler Assets nicht nur an technischen Kennzahlen wie Rechenleistung oder Emissionsregeln, sondern an der Überzeugung, wie „Kosten“ in „Wert“ übersetzt werden. Der Streit zwischen Energie als Sicherheitskosten und Energie als Wertanker wird damit weniger zu einer Frage der Mathematik und mehr zu einer Frage der wirtschaftlichen Interpretation. Solange weder die Verschuldungskennzahlen noch die Energie-Logik eindeutig für alle Leser dasselbe bedeuten, wird der Debattenzyklus mit jeder neuen Datenwelle – etwa bei Schuldenrekorden – wieder anspringen.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin-Wertversprechen im Streit: Schiff vs. Swanson über Energie und Schulden" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin-Wertversprechen im Streit: Schiff vs. Swanson über Energie und Schulden" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin-Wertversprechen im Streit: Schiff vs. Swanson über Energie und Schulden« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!