LONDON (IT BOLTWISE) – Foldables sind in Europa längst kein Nischenprodukt mehr, aber preislich bleiben sie eine deutlich teure Alternative zum klassischen Smartphone. Der Markt wird vor allem von Samsung dominiert, während Google und mehrere weitere Hersteller mit schlankeren Bauformen nachziehen. Gleichzeitig zeigen aktuelle Test-Argumente, dass vor allem die empfindliche Displayoberfläche und das Gewicht weiterhin Kaufentscheidungen beeinflussen. Wer viel liest, Filme schaut oder E-Mails schreibt, bekommt dagegen durch die größere Bildschirmfläche einen spürbaren Nutzen.

Faltbare Smartphones, oft unter dem Begriff Foldables zusammengefasst, treten auf den ersten Blick als Luxusvariante des modernen Mobile Computings auf. Doch die eigentliche Frage lautet weniger: „Wie futuristisch ist das?“, sondern: „Welche konkreten Nutzungsszenarien rechtfertigen den Aufpreis?“ Laut der beschriebenen Marktsituation liegen Foldables preislich typischerweise im Bereich von 1000 bis 2000 Euro, während klassische Smartphones deutlich darunter starten. Das macht die Entscheidung zwangsläufig zu einer Frage des Alltags: Wer hauptsächlich telefoniert, WhatsApp nutzt, ein paar Fotos schießt und gelegentlich spielt, bekommt mit einem konventionellen Modell in der Regel denselben Komfort – nur ohne die physische Komplexität eines doppelten oder mehrstufigen Displays.
Technisch lassen sich Foldables in zwei Hauptbauformen einteilen: Clamshell-Modelle, also Geräte mit einem „Flip“-Charakter, die im aufgeklappten Zustand ein normales Smartphone-Display zeigen, sowie Booklet-Modelle, die sich wie ein Buch öffnen und eine Tablet-ähnliche Fläche freigeben. Diese Bauart entscheidet nicht nur über das Handling in der Hand, sondern auch über die Software-Logik im Hintergrund: Bei Booklet-Foldables spielt Multitasking eine größere Rolle, weil sich mehrere Apps gleichzeitig nutzen lassen. In der Quelle wird etwa für das ursprüngliche Galaxy Z Fold ein nahtloses Wechseln zwischen Bildschirmen beim Auf- oder Zuklappen beschrieben, einschließlich des Hinweises auf Multitasking mit mehreren Apps. Genau hier verschiebt sich der Nutzen weg vom „Gadget“ hin zur Produktivitätsoption – vorausgesetzt, die App-Unterstützung und die Eingabekonzepte passen zum eigenen Workflow.
In Europa dominiert dabei klar Samsung den Markt, und die Quelle nennt eine ganze Reihe aktueller Modellgenerationen. Das Samsung Galaxy Z Fold geht bereits in die achte Runde und wird in drei Varianten aufgeführt: Galaxy Z Fold 8, Galaxy Z Fold 8 Ultra sowie Galaxy Z Flip 8. Ergänzend wird erwähnt, dass Google seit August 2025 mit einem faltbaren Pixel Pro Fold 10 in den Handel gestartet ist und seit dem 20.08.2026 das Nachfolgemodell Pixel Pro Fold 11 verfügbar ist. Weniger bekannt, aber preislich günstiger als die großen Player, werden Honor Magic V6 und Motorola Razr fold genannt. Neben diesen europäischen bzw. global gut sichtbaren Angeboten tauchen außerdem Geräte von Oppo (Find N6) und Huawei (HUAWEI Mate X6 sowie Huawei Mate XT Ultimate Design) als Randnotiz auf – allerdings mit dem Hinweis, dass diese vor allem im asiatischen Markt verfügbar sind und wegen der US-Sanktionen aus den Jahren 2019 der Zugang zu Google-Diensten gesperrt gewesen sein soll. Das ist für Käufer in Europa ein praktischer Haken: Ohne den üblichen Dienstekosmos sinkt oft der Komfort, selbst wenn Hardware und Displayform noch so attraktiv wirken.
Wer abwägt, bekommt in der Quelle auch eine klare Richtung: Foldables sind besonders dann „ihr Geld wert“, wenn das Gerät mehr als nur Konsum abdecken soll. Gerade bei intensivem Lesen und beim Schauen von Filmen entsteht durch die ausklappbare Größe ein Vorteil, weil Texte und Inhalte weniger gequetscht wirken. Auch das Verfassen längerer Nachrichten, das Schreiben von E-Mails oder das Bearbeiten von Dokumenten profitiert von einer Displayfläche, die beinahe an Tablet-Dimensionen heranreicht. Gleichzeitig setzt sich der Formfaktor in der Quelle gegen frühere Kritik durch: Die Displayfalte soll heute nahezu unsichtbar sein, während frühere Generationen als sichtbarere „Schwachstelle“ wahrgenommen wurden. Noch überzeugender wird das Argument, wenn man die Kompaktheit berücksichtigt, die für bestimmte Modelle herausgestellt wird: Das Samsung Galaxy Fold 8 wird im Passformat eingeordnet, während die Flips als noch kompakter beschrieben werden. Bei all diesen Punkten geht es jedoch nicht nur um die Fläche, sondern auch um die Frage, ob die Faltung im Alltag stört oder sich wie eine nahezu unscheinbare Unterbrechung der täglichen Nutzung anfühlt.
Trotzdem bleiben Nachteile realistisch: Foldables sind laut Darstellung anfälliger für Displaybruch und Kratzer als Smartphones mit einer reinen Glasoberfläche. Der Hintergrund liegt in der verwendeten ultradünnen Glasstruktur, die durch die nötige Flexibilität weicher sein soll und dadurch leichter zerkratzt. Dazu kommen als praktische Einschränkungen Gewicht und Format, wobei sich die Zahlen im Zeitverlauf spürbar verbessert haben. Als historische Referenz werden frühere Modelle genannt: Das Galaxy Z Fold 4 sei noch über 1 cm dick gewesen, während das Fold 4 auf 1,4 cm kommt. Inzwischen sollen nahezu alle Foldables im zugeklappten Zustand nicht höher als 90 mm sein. Auch beim Gewicht wird differenziert: Flips werden mit 180 bis 190 g geführt, während größere Foldables deutlich variieren – das Galaxy Z Fold 4 mit 271 g steht dem Galaxy Z Fold 8 Ultra mit 215 g gegenüber, zudem wird für Honor Magic V6 (219 g) ein schlankes Modell genannt. Für das Pixel Pro Fold wird mit 239 g ein höheres Gewicht vermerkt, das die Quelle darauf zurückführt, dass Google weiterhin auf klassische Lithium-Ionen-Akkutechnologie setzt.
Der nächste technologische Drehpunkt ist die Frage, wie Hersteller ein faltbares Gerät gleichzeitig dünn, kompakt und leistungsfähig bekommen. Laut der Quelle lautet die Antwort: Man setzt bei faltbaren Smartphones auf Silizium-Karbon-Akkus, die auf engem Raum eine angemessene Leistung liefern. Gleichzeitig wird auch der Preis dieser Strategie genannt: Solche Akkus sollen laut einer deutschen Tech-Analyse nicht so lange haltbar sein wie herkömmliche Akkus. Dagegen spricht aber, dass sie im asiatischen Raum bereits länger verbaut sein sollen und man deshalb von bewährten Effekten ausgehen kann. Für Käufer bedeutet das: Die Batterie-Lebensdauer ist bei Foldables ein besonders wichtiger KPI, weil Ersatz- und Reparaturwege häufig komplexer ausfallen können als bei klassischen Smartphones. Genau deshalb ist der „Mehrwert“-Diskurs nicht nur eine Frage des Spezifikationsblatts, sondern auch eine Frage der langfristigen Nutzung: Wer häufig liest, scrollt, E-Mails schreibt und Videos in ruhigen Sitzsituationen konsumiert, profitiert eher vom großen Innen-Display. Wer hingegen eine maximal robuste, möglichst einfache Geräteklasse sucht, fährt mit einem klassischen Modell meist günstiger und vorhersehbarer.
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