HAMBURG-HARBURG / LONDON (IT BOLTWISE) – FOUR PARX hat einen langfristigen Mietvertrag für das Logistikprojekt „Triport“ geschlossen. HGK Logistics and Intermodal tritt dabei als Ankermieter auf und bündelt ihre Papierlogistik-Aktivitäten über die Tochter Pohl & Co. GmbH. Insgesamt umfasst die angemietete Hallenfläche rund 27.000 m², dazu kommen Außenflächen, ein eigener Gleisanschluss und ein direkter Wasserzugang. Damit ist bereits knapp die Hälfte der Projekt-Hallenfläche belegt.

Im Süden von Hamburg-Harburg macht ein neues Logistik- und Industrieareal konkrete Platz für Wachstum: Der Projektentwickler FOUR PARX hat für sein Vorhaben „Triport“ einen langfristigen Mietvertrag mit HGK Logistics and Intermodal geschlossen. Die HGK Logistics and Intermodal GmbH, Teil der HGK-Gruppe, übernimmt dabei die Rolle des Ankermieters und konsolidiert Logistikaktivitäten im Bereich Papierlogistik über die Tochterfirma Pohl & Co. GmbH. Für Unternehmen mit starkem Fokus auf planbare Warenströme ist die Botschaft klar: Der Standort soll nicht nur Fläche bereitstellen, sondern über seine Verkehrsanbindung auch Durchsatz und Flexibilität erhöhen.
Die angemietete Fläche in „Triport“ ist dabei vergleichsweise groß dimensioniert: Rund 27.000 m² Hallenfläche stehen für HGK Logistics and Intermodal bereit. Ergänzend nutzt der Ankermieter Außenflächen, einen eigenen Gleisanschluss sowie einen direkten Wasserzugang. Interessant ist auch der Auslastungsstatus, denn mit dieser Anmietung ist knapp die Hälfte der gesamten Hallenflächen des Projekts bereits belegt. Das reduziert für weitere Nutzer das Risiko, dass sich Flächenverfügbarkeiten später verschieben, und erhöht zugleich die Chance, dass Betreiber entlang einer gemeinsamen Logistiklogik planen können.
Technisch und betriebswirtschaftlich rückt vor allem die trimodale Erreichbarkeit in den Vordergrund: Straße, Schiene und Wasser lassen sich am Standort in einem Betriebskonzept zusammenführen. Oliver Schmitt, geschäftsführender Gesellschafter der FOUR PARX Gruppe, ordnet das als seltene Infrastruktur im Hamburger Markt ein, die gerade für effizient organisierte Warenflüsse einen Standortvorteil darstellen soll. Ergänzend betont Markus Krämer, CEO der HGK Logistics and Intermodal GmbH, Hamburgs Rolle als Drehscheibe im internationalen Warenverkehr und verweist darauf, dass der neue Standort Bündelung und den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten ermöglicht. Im Ergebnis geht es um schnellere Umsetzungen auf Kundenseite, etwa wenn Volumen schwanken oder Sendungen in unterschiedlichen Transportketten gebündelt werden müssen.
Das Gesamtprojekt „Triport“ soll nach Fertigstellung rund 77.000 m² Mietfläche umfassen. Davon entfallen etwa 55.000 m² auf Hallenflächen und 9.000 m² auf Außenlager. Zusätzlich stehen weitere 31.400 m² bereit, die ab einer Größe von ca. 6.500 m² teilbar sind; sie sind damit für unterschiedliche Nutzerprofile gedacht, etwa für Logistik, Umschlag, Produktion oder weitere hafenbezogene Anwendungen. Für die Marktpositionierung ist diese Struktur relevant, weil sich so unterschiedliche Betriebsmodelle abbilden lassen, ohne dass ein Nutzerprofil das gesamte Areal dominiert. Auch die Revitalisierung spielt hinein: FOUR PARX entwickelt das rund 117.000 m² große ehemalige Betriebsareal der Olenex Edible Oils GmbH zu einem modernen Logistik-, Industrie- und Gewerbestandort weiter.
Parallel zur Flächendynamik läuft die Bauplanung mit klaren Zeitmarken. Investor des Projekts im südlichen Hamburger Hafengebiet ist ein Joint Venture aus HIH Invest Real Estate und LOGICENTERS/Urban Partners. Die Abrissarbeiten der Bestandsgebäude begannen im August 2026 und sollen im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Anschließend starten die Hochbauarbeiten; deren Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 avisiert. Diese Reihenfolge ist für Branchenbeobachter ein praktischer Hinweis: Wer mit langen Planungszyklen arbeitet, kann die Bauphasen als Grundlage für eigene Logistik- und Personalkonzepte nutzen, statt nur auf eine abstrakte „spätere“ Verfügbarkeit zu setzen.
FOUR PARX verknüpft die Standortentwicklung zudem mit einem Nachhaltigkeitskonzept, das auf mehrere technische Hebel zielt. Dazu zählen fossilfreie technische Anlagen, der Einsatz von Wärmepumpen sowie LED-Beleuchtung und Smart-Metering-Systeme. Für die Stromversorgung soll außerdem eine Photovoltaikanlage sorgen, um lokal erzeugten Strom aus erneuerbarer Energie bereitzustellen. Ergänzend ist eine moderne Lade- und Mobilitätsinfrastruktur für Nutzer und Mitarbeitende vorgesehen. Für die ESG-Diskussion im Gewerbeimmobiliensegment ist auch der geplante Zertifizierungsansatz wichtig: Das Projekt soll nach dem DGNB-Gold-Standard zertifiziert werden.
Damit adressiert „Triport“ eine typische Schnittstelle zwischen Immobilienentwicklung und operativer Logistik: Energie- und Messkonzepte beeinflussen nicht nur den Betrieb, sondern auch die Planbarkeit von Betriebskosten und die Integrationsfähigkeit in die IT- und Energiesteuerung der Kunden. Smart-Metering ist dabei mehr als ein nachhaltiges Marketing-Element, weil es Daten für Lastmanagement, Verbrauchsoptimierung und Abrechnungslogiken liefert. Gleichzeitig bleibt die Anbindung der Kernnutzen für den Standort: Neben dem Wasserzugang und der Umschlagsplattform für See- und Binnenschiffe steht auch die eigene Gleisanbindung im Fokus, ergänzt um die Erreichbarkeit der Autobahn A7 in rund elf Minuten sowie eine schnelle Anbindung an überregionale Wirtschaftszentren in Deutschland und Europa.
Für den Markt hat die aktuelle Ankeranmietung gleich mehrere Effekte: Erstens wird die Vermarktungslogik bestätigt, wenn knapp die Hälfte der Hallenflächen frühzeitig durch einen etablierten Logistiknutzer gesichert ist. Zweitens schafft die Revitalisierung eines Bestandsareals in Hafennähe einen neuen Baustein im regionalen Angebot, gerade dort, wo trimodale Konzepte auf zusätzliche Kapazitäten treffen. Drittens lohnt sich der Blick auf die Kombination aus Zeitplan und technischer Ausstattung, weil sich daraus konkrete Handlungsspielräume für weitere Nutzer ableiten lassen, die ihre Transportketten verschlanken und zugleich Energie- und Mobilitätsanforderungen früh integrieren wollen. Selbst wenn einzelne Betriebe dabei unterschiedliche Abläufe fahren, bleibt der Standortvorteil über die Infrastrukturverzahnung ein gemeinsamer Nenner.
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