ERLANGEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Auf der AMB 2026 präsentiert Dormer Pramet am Standort Erlangen ein direktes Austauschformat für Zerspanungsherausforderungen aus der Praxis. Das Team bündelt Anwendungstechnik, Marktexpertise und Vertrieb, um Werkzeugauslegung, Prozesssicherheit und Produktivität gemeinsam zu analysieren. Im Mittelpunkt stehen konkrete Themen wie Werkzeugstandzeit, Schnittparameter sowie die richtige Werkzeugauswahl für Drehen, Fräsen und Bohren. Besucher finden das Expertenteam in Halle 3, Stand 3B76 und können dort technische Gespräche an realen Anwendungen anknüpfen.

Wenn Fertigungsbetriebe über Zerspanung sprechen, geht es selten um Theorie. Typisch sind vielmehr Zielkonflikte zwischen stabiler Prozesssicherheit, hoher Produktivität und einer Standzeit, die ohne ständige Werkzeugwechsel auskommt. Genau an dieser Schnittstelle setzt Dormer Pramet auf der AMB 2026 an: Im Zusammenspiel aus Anwendungstechnik, Marktspezialisten und Vertriebsteams sollen Betreiber ihre Probleme nicht nur beschreiben, sondern zusammen mit Experten direkt in einen technischen Lösungsansatz übersetzen. Das Konzept ist dabei ungewöhnlich pragmatisch, weil es das Gespräch über Standard-Katalogfragen hinaus auf konkrete Bearbeitungsfälle ausrichtet, die sich in der Werkstatt wirklich stellen.
Der Messeauftritt ist zugleich inhaltlich breit angelegt, aber klar strukturiert: Die Erlanger Einheit, von der aus der deutsche Markt seit 1993 betreut wird, bringt lokales Marktverständnis mit dem Werkzeug- und Anwendungs-Know-how von Dormer Pramet zusammen. Seit 2025 übernimmt Erlangen zudem die Verantwortung für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH). Für die Anwender bedeutet das vor allem kurze Wege zwischen denjenigen, die die Werkzeugstrategie definieren, und denjenigen, die die Anwendung beim Kunden technisch einordnen können. In der Praxis heißt das: Außer Außendienst, Anwendungstechnik und Kundenservice sind auch technische Schulungen Teil des Angebots, sodass Verbesserungen nicht nach dem Messetag wieder in Schubladen verschwinden.
Technisch betrachtet adressiert das Team auf der AMB vor allem Stellschrauben, die in der Zerspanung unmittelbar messbar sind. Anwendungstechniker Dominique Böker wird als Ansprechpartner für die Analyse der Werkzeugauslegung und des gesamten Prozesses in den Fokus gestellt, also für die Frage, wie sich aus einem konkreten Werkstück- und Maschinenkontext eine robuste Strategie ableiten lässt. Bei Werkzeugstandzeit und Schnittparametern geht es dagegen stärker in die Detailtiefe: Anwendungstechniker Timo Böhl ist auf die Auswahl der Werkzeuge sowie auf Schnittgeschwindigkeiten und Vorschub spezialisiert. Ergänzend wird mit Helmut Depner, Market Manager DACH, ein Ansatz angeboten, bei dem nicht nur einzelne Parameter optimiert werden, sondern die passende Lösung für den gesamten Bearbeitungsprozess im Vordergrund steht. Für den Aufbau und die Stabilisierung von Kundenbeziehungen nennt die Ankündigung zudem Kevin Huppertz als Regional Sales Manager, der eng mit Kunden und Vertriebspartnern zusammenarbeitet.
Auch die Art, wie Dormer Pramet das eigene Know-how am Messestand greifbar machen will, folgt diesem Logikprinzip aus Diagnose und Umsetzung. Nach Angaben der Veranstaltungsbeschreibung arbeitet das Unternehmen eng mit Fertigungsunternehmen, Vertriebspartnern und Werkzeugmaschinenherstellern, um Anwendungen individuell zu verstehen und praxisorientierte Verbesserungen abzuleiten. Das kann von der Auswahl eines Standardwerkzeugs reichen bis hin zur Entwicklung einer maßgeschneiderten beziehungsweise kundenspezifischen Lösung, inklusive Optimierung von Schnittparametern sowie Anwendungsunterstützung und technischen Schulungen. Auf der AMB sollen diese Themen dann in praktischen Beispielen aus dem Portfolio sichtbar werden: Dazu zählen Exponate rund um Drehen, Fräsen und Bohren für 2026, ein spezieller Rail-Bereich mit einem Eisenbahnrad in Originalgröße und die intelligente Vending-Lösung im praktischen Einsatz. Gerade die Kombination aus großen, anwendungsnahen Demonstratoren und einer Logistik- beziehungsweise Bereitstellungslogik kann für Betriebe interessant sein, weil sie hilft, nicht nur die Zerspanungsleistung, sondern auch die Werkzeugverfügbarkeit im Alltag zu verbessern.
Für Anwenderunternehmen liegt der Mehrwert damit weniger in einer einzelnen Produktankündigung, sondern in der Möglichkeit, den eigenen Bearbeitungsprozess als System zu betrachten. Wenn im Gespräch sowohl Schnittparameter und Werkzeugstandzeit als auch die Kontrolle von Werkzeugbeständen und Produktionsprozessen adressiert werden, wird das Thema Zerspanung stärker als End-to-End-Aufgabe sichtbar. Genau hier entstehen in vielen Betrieben die größten Reibungen: Die beste Standzeit nützt wenig, wenn Beschaffung, Nachschub oder interne Standards nicht mitziehen. Umgekehrt bleibt eine gute Werkzeuglogistik ohne saubere Parameterwahl oft unter ihren Möglichkeiten. Die AMB 2026 wird damit zum technischen Marktplatz für Betriebe, die konkrete Verbesserungen wollen, statt nur neue Referenzen zu sammeln.
Für den konkreten Besuch gilt: Wer eine Zerspanungsherausforderung besprechen möchte, soll Dormer Pramet in Halle 3, Stand 3B76 aufsuchen. Die Ankündigung nennt dabei typische Problemfelder, etwa Prozesssicherheit, Produktivität, Werkzeugauswahl sowie spezifische Fragen zu Werkzeugstandzeit, Schnittgeschwindigkeiten und Vorschübe. Neben klassischen Drehe-, Fräs- und Bohranwendungen ist außerdem die Einordnung anspruchsvoller neuer Anwendungen Teil des vorgesehenen Gesprächsrahmens. Wer sich für das technische Gespräch vorbereitet, profitiert dabei meist am stärksten, wenn er Daten aus dem eigenen Prozess mitbringt, etwa aktuelle Bearbeitungszeiten, Standzeitbeobachtungen, Werkzeugwechselintervalle und Qualitätsmerkmale. So kann aus dem Messestandgespräch schneller eine umsetzbare Änderung werden, statt bei allgemeinen Empfehlungen stehenzubleiben.
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