LONDON (IT BOLTWISE) – Immer mehr KI-Produkte verschwinden wieder: Ein Beispiel ist der Workflow-Automation-Dienst Relay, der am Montag komplett eingestellt wurde. Laut S&P Global Market Intelligence werden rund 42% der KI-Initiativen von Unternehmen am Ende nicht weitergeführt. Auch große Player bleiben nicht verschont: OpenAI rollt Schnittstellen-Änderungen zurück, während andere Apps wie ChatGPT Atlas oder Operator bereits nach kurzer Zeit eingestampft wurden. Gleichzeitig zeigt sich beim Thema Datenschutz, wie schnell KI-Funktionen in öffentlichen Kritik geraten können.

Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen
Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Man kann den „KI-Friedhof“ natürlich als Sammlung von Enttäuschungen lesen – sinnvoller ist die nüchterne Frage, was bei gescheiterten Produkten technisch, organisatorisch und marktseitig schiefgelaufen ist. Ein konkretes Signal liefert der Shutdown von Relay, einem KI-gestützten Tool zur Workflow-Automatisierung, das als Alternative zu Zapier positioniert war und E-Mail- sowie Task-Abläufe über KI-Agenten abbilden wollte. Wenn selbst ein fünf Jahre altes Produkt komplett eingestellt wird, liegt das selten an einem einzigen Bug. Meist treffen mehrere Faktoren zusammen: zu wenig Wachstum, zu hohe Betriebskosten, eine unklare Abgrenzung gegenüber Plattformfunktionen und der Druck, Nutzer dauerhaft zu binden.

Für den Unternehmenskontext liefert die genannte Kennzahl von S&P Global Market Intelligence eine hilfreiche Einordnung: Etwa 42% der KI-Initiativen werden am Ende von ihren Unternehmenseltern aufgegeben. Das heißt nicht, dass KI prinzipiell scheitert, sondern dass viele Projekte in einer Art Zwischenphase stecken bleiben – zwischen Prototyp und produktionsreifer Skalierung. Typische Ursachen sind im Text ausdrücklich genannt: unzureichende Finanzierung, technische Schwierigkeiten, Wettbewerb, Probleme beim Skalieren oder schlicht schwache Nachfrage. Genau diese Vielfalt ist auch der Grund, warum „abgestorbene“ Produkte wertvolle Lernobjekte sind: An ihnen lässt sich erkennen, ob das Geschäftsmodell nicht genug Umsatzhebel hatte, ob das Produkt zu langsam an die Erwartungen moderner Nutzer angepasst wurde oder ob sich die technische Lösung nicht nachhaltig gegenüber integrierten Plattformen durchsetzen konnte.

Besonders sichtbar wird das Muster bei OpenAI. Der Versuch, ChatGPT in eine breiter ausgerichtete „Super-App“-Logik zu ziehen, begann mit einer Aktualisierung am 9. Juli: Chat-, Codex- und Work-Modi wurden zusammengeführt, während die vertraute Ansicht als „ChatGPT Classic“ umbenannt wurde. Die Reaktion der Nutzer fiel laut Quelle schnell und negativ aus; die neue Oberfläche wurde als verwirrend und überladen beschrieben, weshalb OpenAI die Änderung offenbar zeitnah zurückrollte und das gewohnte ChatGPT-Interface wiederherstellte. Interessant ist daran weniger der konkrete UI-Entscheid, sondern die Strategie: Stand-alone-Komponenten verschwinden zunehmend zugunsten einer zentralen Oberfläche. ChatGPT Atlas wurde als eigenständiger KI-basierter Webbrowser nach weniger als einem Jahr am 9. August beendet, Operator als KI-Agent zum Browsen und Abarbeiten von Aufgaben wurde ebenfalls in die ChatGPT-Umgebung eingegliedert, und bei der Bildgenerierung wird der Anteil von DALL-E als separater Zielbereich kleiner, weil Bildfunktionen stärker in ChatGPT selbst wandern.

Auch Apple zeigt, wie selbst bei großen Ökosystemen KI-Funktionen am Produktfahrplan scheitern können. Mit „Apple Intelligence“ wurden 2024 Verbesserungen an Siri als Kontext- und Task-Assistenz angekündigt, doch der Rollout der neuen Siri-Version wurde mehrfach verschoben – unter anderem wegen Engineering-Themen und Bugs. Laut Quelle trug diese Verzögerung zu einem Vergleich in Höhe von 250 Millionen US-Dollar bei, der mit Ansprüchen zusammenhing, wie die KI-Fähigkeiten des iPhone 16 vermarktet wurden. Im Juli tauchte dann die neue Siri-Funktionalität in einem iOS-27-Beta-Zweig auf, im Anschluss rollte Apple sie zunächst für englischsprachige Nutzer aus; weitere Sprachen sollen folgen. Für Unternehmen ist das vor allem ein Hinweis auf den Produktbetrieb: KI-Funktionen in Konsumgeräten sind nicht nur ein Modell-Problem, sondern ein Test- und Integrationsproblem über Sprachvarianten, App-Kontext und Stabilität hinweg.

Datenschutz und Sicherheitswahrnehmung bleiben dabei einer der härtesten Bremsklötze. Bei Microsofts Recall, angekündigt auf der Build-Konferenz 2024, wurde das Feature als „photographic memory“ vermarktet, das regelmäßig Screenshots aufnimmt, um später per Suche in der eigenen digitalen Historie wiederzufinden, was man getan hatte. Der erwartbare Backlash konzentrierte sich laut Quelle auf Privatsphäre und Security: Kritiker sahen die Gefahr, dass hochsensible Informationen durchsuchbar würden – etwa Passwörter, private Nachrichten oder Finanzdaten. Microsoft verschob den Rollout dann um fast ein Jahr. Dennoch flammte die Diskussion erneut auf, als ein Security-Forscher laut Quelle ein Tool baute, das Daten visualisieren konnte, die Recall erfasst hatte – ein Zwischenstand, der zeigt, wie schwierig es ist, das Vertrauen in sensible KI-gestützte Benutzeraufzeichnung nachhaltig zurückzugewinnen.

Neben Software-Plattformen trifft es auch KI-Hardware und Nischen-Apps, vor allem wenn größere Ökosysteme ähnliche Funktionen schneller integrieren. Humane AI Pin, bekannt für seine Wearable-Idee statt Smartphone-Interface, erhielt laut Quelle 230 Millionen US-Dollar an Investitionen, blieb aber leistungstechnisch hinter Erwartungen zurück. Zusätzlich warnte Humane Kunden später davor, das Lade-Case weiter zu nutzen, nachdem ein potenzielles Brandrisiko gemeldet wurde; im Februar 2025 wurde das AI-Pin-Geschäft eingestellt, die meisten Assets wurden von HP übernommen – für 116 Millionen US-Dollar. Beim Rabbit R1, der im Januar 2024 auf dem CES vorgestellt wurde, reichten frühe Verkäufe von 100.000 Einheiten offenbar nicht für eine überzeugende Nutzerbasis: Erste Reviews beschrieben es als unfertig, mit unzuverlässiger Performance und einer begrenzten Zahl nützlicher Integrationen. Die Firma arbeitet dennoch weiter, positioniert das Gerät nun als „Computer Controller“ für agentische Aufgaben und hat zusätzlich ein neues Hardwareprojekt namens „Project Cyberdeck“ angekündigt.

Am Ende verdeutlichen mehrere weitere Beispiele, wie stark Markt- und Produktfit in der KI-Phase zählen. Notion Mail wurde im April 2025 gestartet, aber nach Angaben der Quelle stellten sich Nutzer offenbar anders auf: Statt direkt das integrierte Produkt zu nutzen, bedienten sie die Inbox offenbar mit separaten KI-Agenten. Daher ist die Schließung am 22. September vorgesehen. Huxe – ein KI-Audioapp-Konzept aus dem Umfeld früherer NotebookLM-Entwickler – wurde im Mai 2026 eingestellt, unter anderem weil große Plattformen vergleichbare Erlebnisse stärker adressierten. Yupp, ein kostenloses Playground, in dem Nutzer Antworten vieler KI-Modelle vergleichen und abstimmen konnten, erreichte laut Quelle zeitweise mehr als 800 Modelle; trotzdem blieb laut den Gründern der Produkt-Market-Fit zu schwach, weshalb die Plattform im März 2026 schloss. Selbst Figgs AI, das von 2023 bis 2024 lief und mehr als 1 Million Nutzer erreichen konnte, wurde beendet, weil die Kosten für den kostenlosen Betrieb zu hoch wurden.

Für Entscheider in der KI-Entwicklung ist diese Gemengelage weniger eine Liste von „Flops“, sondern ein Musterkatalog. Wenn sich integrierte KI-Funktionen in die großen Plattformen einschreiben, müssen eigenständige Produkte entweder eine klarere Rolle im Workflow besetzen oder außergewöhnlich bessere Ergebnisse liefern – sonst wird die Konkurrenz nicht durch Features, sondern durch Distribution gewonnen. Gleichzeitig zeigt der Abschnitt zu Recall, dass Vertrauen ein Teil der Produktperformance ist: Sicherheit, Transparenz und Kontrolle sind keine Zusatzthemen, sondern bestimmen, ob Nutzer überhaupt bereit sind, KI-Systeme mit sensiblen Kontextdaten arbeiten zu lassen. Wer heute eine KI-Strategie plant, sollte daher deutlich früher messbar machen, ob Skalierung, Kostenstruktur und Benutzerbindung realistisch erreicht werden – und ob das Produkt auch dann relevant bleibt, wenn Plattformanbieter dieselbe Funktion in den eigenen Kern einbauen.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen".
Stichwörter AI Apple Intelligence Artificial Intelligence Automation Datenstrategie Hardware KI KI-Agenten Künstliche Intelligenz Microsoft Recall OpenAI Privacy Produktverzeichnis Shutdown Sicherheit Siri Startup Workflow
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

Mehr Testosteron-Therapie für Frauen: Rezept-Stopps, Verzögerungen und FDA-Check


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Das KI-Friedhof: Warum viele Projekte scheitern und woran Unternehmen daraus lernen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    696 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs