LONDON (IT BOLTWISE) – Apple soll Berichten zufolge bis zur ersten Jahreshälfte 2027 mindestens 16 neue Geräte planen. Im Fokus stehen ein Smart-Home-Hub mit quadratischem Bildschirm, neue iPads und iPhones sowie mehrere Mac-Updates. Auffällig ist der breitere Rollout von OLED-Technologie und die gleichzeitige Einführung neuer Chip-Generationen über nahezu alle Produktlinien hinweg. Offizielle Bestätigungen zu den konkreten Zeitplänen gibt es bislang jedoch nicht.

Apple bereitet Berichten zufolge eine der umfangreichsten Produkt-Roadmaps seiner Firmengeschichte vor. Zwischen dem Rest des laufenden Jahres und der ersten Jahreshälfte 2027 sollen demnach mindestens 16 neue Geräte kommen, darunter neue iPhones, überarbeitete Mac-Modelle sowie ein Smart-Home-Hub. Nach Angaben aus den Berichten, die sich auf die Recherchen von Mark Gurman beziehen, verschiebt sich damit nicht nur die Menge der Releases, sondern auch die technische Ausrichtung: Apple versucht, Hardware-Zyklen stärker zu bündeln, statt einzelne Produktkategorien isoliert voranzutreiben.
Für die verbleibenden Monate des laufenden Jahres werden in den Angaben sieben Produkte konkretisiert. Dazu zählen ein HomePod mini, ein Apple TV mit Siri-KI-Funktionen (jeweils mit iOS 27.0 als Plattformbasis) sowie der Smart-Home-Hub und ein Touchscreen-MacBook Pro. Der Smart-Home-Hub soll intern die Bezeichnung J490 tragen und bereits ab Oktober verfügbar sein können; als sichtbares Merkmal wird ein quadratischer Bildschirm genannt, der unter anderem Videoanrufe sowie Gesichtserkennung ermöglichen soll. Beim Touchscreen-MacBook Pro (interne Codes K114/K116) fällt vor allem auf, dass Apple demnach erstmals in dieser MacBook-Generation auf OLED-Technologie setzt und sie mit einem M5-Pro- oder M5-Max-Chip koppelt.
Das zweite Paket betrifft vor allem das erste Halbjahr 2027 und wirkt wie ein technischer „Taktwechsel“ über mehrere Klassen hinweg. Bei den Mac-Modellen werden ein MacBook Air mit M6-Chip (J913/J915) und ein MacBook Neo mit A19-Pro-Prozessor (J701) hervorgehoben, während ein OLED-Display für das Air frühestens für 2028 erwartet wird. Im selben Zeitraum soll es außerdem einen iMac mit M6 (J833) geben sowie ein 14-Zoll-MacBook Pro mit M6 (J804). Daneben taucht ein iPad mini mit erstmals verbautem OLED-Display (J510) auf – damit würde OLED nicht nur den Smartphone- und iPad-Highend-Bereich adressieren, sondern schrittweise auch kompaktere Formfaktoren.
Bei Tablets sieht die Planung ebenso klar nach einer Staffelung aus: Ein Basis-iPad (J581) soll einen neuen Prozessor für Apple-Intelligence-Funktionen erhalten, während das iPad Pro (J917/J920) einen M7-Chip plus eine Vapor Chamber zur Kühlung integrieren soll. Das iPad Air wird demnach erstmals mit OLED-Display und M6-Chip ausgestattet sein (J807/J837). In Summe deutet das auf eine gleichzeitige Optimierung bei Displayqualität, Energie- und Wärmehaushalt sowie KI-Performance hin – also genau jene Faktoren, die in der Praxis darüber entscheiden, ob „KI-Funktionen“ im Alltag zuverlässig laufen oder ob sie an thermische Grenzen stoßen. Gerade die Kombination aus neuen Chip-Generationen (M6, M7) und zusätzlicher Kühlarchitektur für das iPad Pro würde Apple eine deutlich breitere Leistungsbandbreite erlauben.
Auch im Mobilbereich wird eine echte Breite angestoßen: Für das iPhone werden drei neue Modelle genannt – das iPhone 18 mit A20-Chip (V67), das iPhone 18e (V69) sowie das iPhone Air 2 mit A20-Pro-Chip in 2-Nanometer-Fertigung (V62). Letzteres soll zudem über eine zweite Ultraweitwinkelkamera verfügen. Bemerkenswert ist zudem, dass in den Berichten die Option thematisiert wird, künftig sogar zwei iPhone-Produktwellen pro Jahr zu erwägen. Zusätzlich wird das Zubehörportfolio aktualisiert: Zwei neue Versionen des Apple Pencil Pro (B582 und B632) sollen einen USB-C-Anschluss bekommen, was für Workflows mit Datenexport, Laden und Docking in Unternehmensumgebungen praktisch sein dürfte.
Die Bedeutung der Roadmap liegt dabei nicht nur in der Gerätezahl, sondern in der sichtbaren Synchronisierung von Hardware-Entscheidungen. Die Angaben betonen insbesondere den breiteren Umstieg auf OLED-Technologie, die künftig nicht nur iPhones, sondern auch iPads und High-End-MacBooks erreichen soll. Gleichzeitig zeigt die geplante Einführung mehrerer Chip-Generationen – von A19 Pro über A20 und A20 Pro bis hin zu M6 und M7 – dass Apple seine Plattformstrategie über das gesamte Portfolio hinweg stärker verknüpft. Für Entwickler und IT-Verantwortliche heißt das: Apps, die auf Display-Features, Energieverwaltung oder spezielle Sensorik und Kamerafunktionalität abzielen, müssen künftig mehr Geräteklassen berücksichtigen. Für den Markt könnte zudem relevant sein, dass Apple die Taktung von Releases erhöht, während neue Fertigungs- und Displaytechnologien schrittweise von der High-End-Kante in Richtung Masse wandern.
Für die zweite Jahreshälfte 2027 werden in den Berichten weitere Projekte beschrieben, darunter Smart Glasses, AirPods mit integrierter Kamera sowie eine günstigere Vision-Pro-Variante. Zusätzlich tauchen Spekulationen zu einem iPhone-Redesign zum 20-jährigen Jubiläum auf, das für September 2027 vorgesehen sein könnte, sowie zu einem „Robotic Smart Display“. Wie bei den zuvor genannten Zeitplänen gilt auch hier: Offizielle Bestätigungen seitens Apple liegen bislang nicht vor; die Angaben beruhen auf Berichten, die sich auf die Recherchen von Mark Gurman beziehen. Damit bleibt die eigentliche Herausforderung für Unternehmen vor allem die Planbarkeit: Wer Geräte- und Software-Rollouts an Hardware-Zyklen koppelt, muss künftig häufiger Szenarien einplanen, statt sich auf eine einzige Release-Schiene zu verlassen.
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