SINGEN AM HOHENTWIEL / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Agentur HAGENLOCHER PR beschreibt, wie Startup-Kommunikation nicht mit der ersten Pressemitteilung beginnt, sondern mit einem belastbaren Erklärkonzept. Im Fokus steht die Übersetzung von technischer Substanz in Problem, Zielgruppe und Nutzen – damit ein Software-, Hardware- oder KI-orientiertes Angebot verständlich wird. Dazu kombiniert die Agentur journalistische Praxis mit Erfahrung aus Existenzgründungsberatung und konkreten Startup-Formaten wie Founder Walks und Founder Talks. Entscheidend sei, technische Aussagen aktiv zu hinterfragen und Differenzierung sowie Marktrolle früh zu klären.

Wer ein Startup in der Frühphase gründet, sieht die Technik meist zuerst im Code, in Prototypen oder in Machbarkeitsstudien. Für die Kommunikation gilt das Gegenteil: Medien, potenzielle Kunden und Investoren wollen nicht „Features“, sondern Antworten auf eine viel einfachere Frage – welches Problem wird gelöst und warum gerade diese Lösung? Genau an dieser Schnittstelle setzt HAGENLOCHER PR an. Die Agentur stellt heraus, dass gute Startup-Kommunikation bereits vor der ersten Pressemitteilung ansetzt und dabei vom Kernauftrag ausgeht: ein Geschäftsmodell so zu erklären, dass technische Anspruchsniveaus und wirtschaftlicher Nutzen zusammenpassen.
Technik erklärt sich nicht von selbst, auch dann nicht, wenn das Produkt auf den ersten Blick „innovativ“ wirkt. Das beginnt laut Agentur nicht bei der Frage, welche KI-Technologie man nutzt, sondern beim Durchdenken der Aussagen, die man öffentlich macht. Praktisch heißt das: Technische Behauptungen müssen auf Verständlichkeit und Relevanz geprüft werden, Anwendungen müssen mit echten Nutzungsszenarien verknüpft werden, und der wirtschaftliche Effekt muss so formuliert werden, dass er für unterschiedliche Zielgruppen anschlussfähig bleibt. Statt „KI-Elemente“ in den Raum zu stellen, soll die Kommunikation zeigen, wie sich daraus ein messbarer Mehrwert ableiten lässt – für Kundinnen und Kunden ebenso wie für Medien und Investorengruppen.
Dieser Ansatz wirkt besonders stimmig, weil die Agenturinhaberseite eigenen Angaben zufolge aus mehreren Perspektiven kommt: Gründungsberatung, journalistische Praxis und langjährige Kommunikationserfahrung in Software, Hardware und IT. Holger Hagenlocher arbeitete seit Mitte der 1990er-Jahre im Umfeld von Web-, Software- und IT-Unternehmen, darunter das Software-Zentrum Bӧblingen/Sindelfingen sowie Stationen bei Xybernaut und Trillium Software. Gleichzeitig wird die Brücke zur Gründung nicht nur als Marketing-Claim erzählt, sondern über praktische Existenzgründungsberatung konkretisiert: Insgesamt achtinhalb Jahre soll Hagenlocher in der Beratung tätig gewesen sein. Diese Kombination adressiert ein häufiges Problem in der Startup-Kommunikation – der Text wirkt technisch oder strategisch, aber selten beides zugleich in einer Geschichte, die trägt.
Auch die Kernbausteine der Business-Ebene nimmt die Agentur explizit mit: Businessplan, Finanzierung, Markteintritt und Zielgruppen sollen keine Stichworte aus einem Briefing bleiben, sondern aus der täglichen Arbeit mit Gründenden herauskommen. Genau hier entsteht oft die Diskrepanz zwischen „interessanter Lösung“ und „belastbarer Marktposition“. Eine technisch spannende Entwicklung, so die Logik, ist noch keine Differenzierung im Markt. Deshalb müsse im Vorfeld geklärt werden, worin der Unterschied liegt, welche Zielgruppe angesprochen werden soll und welche Rolle die Gründerpersönlichkeit in der Erzählung übernimmt. Ebenso wichtig: Eine Pressemitteilung kann eine fehlende Story nicht ersetzen; wenn die Grundlage nicht steht, bleibt der Veröffentlichungszeitpunkt wirkungslos.
Auf der journalistischen Seite beschreibt HAGENLOCHER PR einen dauerhaften Blick auf Wirtschafts-, Innovations- und Startup-Themen. Gründerinnen und Gründer, junge Unternehmen, Investoren und Netzwerkpartner stehen im Austausch über Formate wie Founder Talks und Founder Walks. Das spielt für die Kommunikationspraxis eine konkrete Rolle: Wer redaktionellen Content gestaltet und Pressearbeit steuert, muss die Perspektive der Medien wiederholt „testen“ – also prüfen, ob eine Darstellung die richtige Spannung hat, ob sie Zusammenhänge verständlich macht und ob sie für den Leser sofort eine Relevanz erzeugt. Gerade internationale Startups, die auf den deutschsprachigen Markt zielen, sollen laut Agentur von DACH-Erfahrung profitieren, ohne dass die Grundaufgabe verkompliziert wird: ein junges Unternehmen so zu erklären, dass Technik, Geschäftsmodell und Nutzen in derselben Botschaft zusammenlaufen.
Für Unternehmen, die sich dafür interessieren, wie ein Digital-First-Ansatz im Kommunikationsalltag konkret aussehen kann, nennt die Agentur mehrere Leistungsfelder: strategische Unternehmenskommunikation, Presse- und Medienarbeit, digitale sowie crossmediale Kommunikation, Krisenkommunikation, Reputationsmanagement, Arbeitgeberkommunikation sowie Influencer- und Blogger-Relations. Interessant ist dabei der Schwerpunkt auf kanaloptimierten Lösungen, die messbare Ergebnisse liefern sollen – Transparenz, Authentizität und strategische Weitsicht werden als Grundpfeiler beschrieben. Gerade für technische Startups ist das relevant, weil ihre Zielgruppen häufig in unterschiedlichen „Informationshöhlen“ unterwegs sind: Entwickler schauen auf technische Glaubwürdigkeit, Entscheider auf Nutzen und Risiken, Medien auf Einordnung und Story. Wenn diese Kanäle nicht früh gedacht werden, entstehen später oft wiederkehrende Schleifen zwischen Produktteam und Kommunikationsabteilung.
Aus Marktsicht lässt sich daraus eine einfache Konsequenz ableiten: Startup-Kommunikation wird zunehmend als Teil der Produktstrategie verstanden. Wer KI, Software oder Hardware entwickelt, muss parallel eine Erklärung liefern, die Vertrauen aufbaut, statt nur Aufmerksamkeit zu erzeugen. In diesem Sinne wirkt der Ansatz von HAGENLOCHER PR weniger wie ein klassisches Pressepaket und mehr wie ein Prozess aus Positionierung, Story-Entwurf und kontinuierlicher Skalierung über relevante Zielgruppen. Die Agentur nennt Standorte in Singen am Hohentwiel und Esslingen am Neckar und beschreibt damit auch eine regionale Verankerung, die für frühe Ökosysteme oft den Unterschied macht – weil Nähe zu Gründenden und lokalen Netzwerken die Qualität der Rückkopplung verbessert.
Für die nächsten Schritte in der Praxis empfiehlt sich aus der Perspektive der genannten Vorgehensweise vor allem eine strukturierte Vorarbeit: Erst wenn Problem, Zielgruppe, Differenzierung und Gründerrolle klar sind, sollte Kommunikation in konkrete Formate übersetzt werden – von redaktionellem Content bis zur Pressearbeit. Das reduziert das Risiko, dass Teams „über das Produkt“ schreiben, ohne die Marktrolle zu treffen. Gleichzeitig bleibt Raum für Entwicklung: In späteren Phasen kann die Instrumentenwahl angepasst werden, vom Markteintritt bis zum Wachstum. Genau diese Dynamik macht Startup-Kommunikation anspruchsvoll – und gleichzeitig planbarer, wenn sie wie hier als wiederholbarer Kommunikationsprozess verstanden wird.
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