WIEN/VADUZ / LONDON (IT BOLTWISE) – Ulrich Behm übernimmt mit 1. Oktober 2026 die CEO-Position der Superfund Gruppe und verantwortet deren weltweite Geschäftstätigkeit. Der Schweizer Finanzmanager kommt von Vontobel Asset Management, wo er über zwei Jahrzehnte in leitenden Funktionen tätig war. In der neuen Rolle will Behm gemeinsam mit Christian Baha die internationale Weiterentwicklung vorantreiben. Im Hintergrund steht ein Geschäftsmodell, das auf technologiebasierten, quantitativen Handelssystemen für Fonds basiert.

Die Superfund Gruppe stellt die Weichen für die nächsten Jahre mit einem Führungswechsel: Dr. Ulrich Behm übernimmt mit 1. Oktober 2026 das Amt des CEO und damit die Verantwortung für die weltweite Geschäftstätigkeit. In der Mitteilung wird Behm als ausgewiesener Asset-Management-Experte mit langjähriger Erfahrung in der internationalen Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensführung sowie im institutionellen Asset Management beschrieben. Für die Branche ist dabei weniger der Titelwechsel entscheidend als die Signalwirkung: Superfund bleibt damit in der Rolle eines Hauses, das Know-how im Fondsmanagement und eine konsequente Umsetzung über Standorte hinweg in den Mittelpunkt stellt.
Behm bringt eine Laufbahn mit, die sich entlang internationaler Plattformen und großer Teams entwickelt hat. Stationär verankert war er zunächst bei McKinsey & Co., bevor er 1999 zu Vontobel Asset Management wechselte. Dort war er über mehr als zwei Jahrzehnte in leitenden Funktionen tätig und soll maßgeblich am Aufbau sowie an der Weiterentwicklung des europäischen und asiatischen Geschäfts beteiligt gewesen sein. Besonders prägend klingt die Station als CEO von Vontobel Asset Management Asia Pacific sowie verschiedene leitende Funktionen im europäischen und Schweizer Asset-Management; sie deutet auf Erfahrung in Märkten hin, die nicht nur unterschiedliche regulatorische und Vertriebsrealitäten haben, sondern auch andere Erwartungshaltungen an Prozesse, Reporting und Servicelevel im institutionellen Geschäft.
Die zeitliche Abfolge der Rollen ist dabei mehr als eine Biografie-Zusammenfassung: 2008 übernimmt Behm in Zürich die Position des CEO und Regional Head Asia Pacific in Hongkong, die er bis 2022 innehat. Anschließend kehrt er nach Zürich zurück und leitet dort das Schweizer Vertriebsgeschäft von Vontobel Asset Management. Solche Verantwortlichkeiten verbinden üblicherweise drei Ebenen, die im Fondsmanagement oft getrennt betrachtet werden: erstens die strategische Ausrichtung der Produkt- und Plattformlandschaft, zweitens die operative Umsetzung in Teams und Standorten und drittens die Fähigkeit, Vertriebs- und Institutionenlogik in ein konsistentes Operating Model zu übersetzen. Dass zudem die akademische Grundlage über ein Studium an der Universität St. Gallen und eine Promotion im Bereich Finanzwesen erwähnt wird, passt in ein Umfeld, in dem quantitative Methoden und risikoorientierte Steuerung typischerweise eine zentrale Rolle spielen.
Inhaltlich verknüpft Superfund den Wechsel mit dem Anspruch, internationale Skalierung nicht nur organisatorisch, sondern auch strategisch voranzutreiben. Christian Baha betont, man habe in den vergangenen Monaten bereits intensiv zusammengearbeitet und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt, zudem freue man sich auf die langfristige Fortsetzung der Zusammenarbeit. Behm selbst hebt in seiner Erklärung vor allem drei Punkte hervor: die Freude über die Leitung der Gruppe, den Eintrag seiner langjährigen Erfahrung sowie das Ziel, das Asset Management der Baha-Gruppe weltweit auszubauen. Auffällig ist zudem die Selbstbeschreibung von Superfund als Unternehmen mit Unternehmergeist, Innovationskraft und schnellen Entscheidungswegen; genau diese Kultur ist in Asset-Management-Organisationen oft der Unterschied, wenn neue Produkte, technische Plattformen oder Portfolio-Strategien parallel zur Vertriebsarbeit weiterentwickelt werden müssen.
Technisch betrachtet lässt sich das Superfund-Modell aus dem historischen Teil der Veröffentlichung ableiten. Die Gruppe wurde 1995 von Christian Baha in Wien gegründet und war laut Mitteilung der erste Fondsanbieter, der international Publikumsfonds mit vollautomatisierten Handelssystemen anbot. Ziel dieser Systeme ist es, langfristig positive Erträge sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Märkten zu erzielen. Heute ist die Gruppe mit Niederlassungen in Europa und Asien international aktiv und kombiniert Finanzmarkt-Know-how mit der Entwicklung und Anwendung technologiebasierter, quantitativer Handelssysteme für mehrere Anlagefonds. Für viele Anleger und auch für institutionelle Partner ist an dieser Stelle entscheidend, wie stabil solche Systeme über Marktzyklen hinweg funktionieren, denn Automatisierung erhöht die Reproduzierbarkeit, macht aber zugleich die robuste Auslegung und laufende Kontrolle umso wichtiger.
Damit rückt auch die Marktdynamik in den Fokus, die sich hinter solchen Führungswechseln meist indirekt zeigt. Im Asset Management konkurrieren Anbieter zunehmend nicht nur über Performance, sondern über Umsetzungsfähigkeit: Geschwindigkeit in der Produktentwicklung, Qualität des Risikomanagements, Transparenz der Prozesskette von Modell bis Ausführung und die Fähigkeit, IT- und Dateninfrastruktur verlässlich zu betreiben. Superfund dürfte sich in dieser Hinsicht an der Schnittstelle aus quantitativer Strategieentwicklung und vertriebsorientierter Skalierung neu aufstellen wollen. Behms Profil passt dafür, weil es ausdrücklich Elemente der internationalen Geschäftsentwicklung, des institutionellen Asset Managements und des Führens internationaler Teams und Standorte adressiert.
Für den weiteren Verlauf ist vor allem relevant, wie Superfund den CEO-Wechsel in operative Prioritäten übersetzt. Die Mitteilung liefert keine Details zu konkreten Produktstarts oder Änderungen am quantitativen Handelssystem selbst; sie zeichnet jedoch ein Bild, in dem strategische Ausrichtung und internationale Weiterentwicklung im Vordergrund stehen. In der Praxis bedeutet das oft: klare Entscheidungswege zwischen Strategie, Technik, Compliance-nahem Prozessdesign und Vertrieb; außerdem eine langfristige Konsistenz in Modelländerungen und in der Infrastruktur, die Handel und Monitoring unterstützt. Für Unternehmen und Partner in der Branche ist damit weniger der Name in der Schlagzeile neu, sondern der potenzielle Rhythmus, mit dem Superfund seine Plattform, Teams und den Marktzugang weiter ausrollt.
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