LONDON (IT BOLTWISE) – Angreifer haben den offiziellen Microsoft-Account auf X übernommen und damit offenbar einen Crypto-Pump-and-Dump vorbereitet. Dabei nutzten sie eine nachgeahmte Clippy-„Assist“-Persönlichkeit, um Nutzer auf einen tokenbezogenen Hype einzuschwenken. Microsoft entfernte die unautorisierten Posts, sichert das Konto und untersucht die Hintergründe. Für Unternehmen wird damit einmal mehr sichtbar, wie stark Social-Engineering- und Wallet-Drainer-Ketten über kompromittierte Social-Profile angestoßen werden.

Unberechtigte Zugriffe auf prominente Social-Accounts sind längst kein Randphänomen mehr. Jetzt trifft es erneut ein Großunternehmen: Unbekannte Angreifer sollen am Donnerstag den offiziellen Microsoft-Account auf X mit über 13 Millionen Followern übernommen haben. Aus den veröffentlichten Details ergibt sich ein klassisches Muster aus Manipulation und Abverkauf: Die Täter posteten Inhalte, die auf die Bewerbung eines Krypto-Tokens hinausliefen, und sie nutzten dabei auch eine Imitation der bekannten Clippy-Virtual-Assistant-Ästhetik. Für die Betroffenen ist daran nicht nur der kurzfristige Reputationsschaden relevant, sondern vor allem die mögliche Kette aus Link-Klick, Token-Wahrnehmung und Wallet-Autorisierung.
Der Einstieg in die Attacke wird in der Berichterstattung mit einem Social-Engineering-Vektor beschrieben: Der Microsoft-Account (@Microsoft) folgte und repostete dabei einen Tweet von einem weiteren X-Profil, das sich als Microsoft-Clippy ausgab. Dieses Imitationsprofil wurde später gesperrt, doch die Kampagne sollte offenbar weiterlaufen. Ein anderes Konto, das den Tweet erneut verbreitete, war noch aktiv und warb für einen „Clippy“-Token. Besonders brisant ist dabei die Formulierung, mit der die Liquiditätsanbindung beworben wurde: Demnach gebe es eine Liquidität, die direkt mit „$MSFT“ verknüpft sei. Solche Aussagen zielen bei Krypto-Pump-and-Dump-Szenarien typischerweise darauf ab, über scheinbar „nahe“ Unternehmensbezüge Vertrauen zu erzeugen.
Microsoft reagierte rasch und zog die unautorisierten Inhalte wieder ein. In der Darstellung des Vorfalls bestätigte ein Sprecher, dass man eine unautorisierte Konto-Nutzung inklusive Posts gefunden habe, die nicht von Microsoft stammten. Außerdem heißt es, dass der Account gesichert wurde und die Posts entfernt sind, während die Untersuchung der Umstände andauert. Ebenso berichtete Microsoft, dass man keine Unterstützung oder Genehmigung für irgendeine Krypto- oder Token-Aktivität im Zusammenhang mit dem Clippy-Branding, Microsoft oder „$MSFT“ erteilt habe und rechtliche Schritte prüfe beziehungsweise einleiten werde. Für Sicherheitsverantwortliche steckt in dieser Kombination aus Markenmissbrauch und Token-Promotion eine klare Botschaft: Kontenübernahmen werden nicht nur für allgemeine Desinformation genutzt, sondern gezielt als Transmissionskanal für finanzielle Betrugsketten.
Damit steht der Vorfall in einer größeren Entwicklungslinie rund um Account-Hijacks auf X. Bereits im Juni 2024 soll ein kompromittierter Microsoft-India-Account genutzt worden sein, um sich als eine bekannte Meme-Stock-Figur auszugeben. Die Attacke folgte einem ähnlichen Zielbild: Nutzer sollten gelockt werden, und anschließend sollten sie Schadsoftware für Krypto-Wallets („Wallet Drainer“) installieren oder zumindest Transaktionen in Richtung einer bösartigen Infrastruktur autorisieren. Zusätzlich wird geschildert, dass die Angreifer über Antworten auf Tweets und Weiterleitungen auf eine bösartige Website Nutzer dazu brachten, eine vermeintliche Presale-Option zu nutzen. Wer Wallets verband und Autorisierungen erteilte, konnte demnach zum Verlust von Krypto-Assets führen.
Auch außerhalb des Microsoft-Umfelds zeigen vergleichbare Vorfälle, wie schnell sich Ereignisse in Märkte übersetzen können. In den letzten Jahren wurden X-Nutzer laut den beschriebenen Fällen von einer Welle aus kompromittierten Accounts und bösartigen Werbeeinblendungen getroffen, auch bei verifizierten Organisationen. Als Zahl nennt die Quelle „ScamSniffer“: Demnach stahlen Cyberkriminelle ungefähr 59 Millionen US-Dollar aus 63.000 Fällen innerhalb einer einzigen Twitter-Ad-Kampagne mit dem Wallet-Drainer „MS Drainer“ in einem Zeitraum von März bis November 2023. Das Muster ist dabei häufig ähnlich: technische Umsetzung (Drainer, Token-Pfade, bösartige Websites) trifft auf psychologische Hebel (Prominenz, Dringlichkeit, scheinbare Markt-Nähe).
Dass solche Angriffe nicht bei Krypto-Assets enden, zeigt die Erwähnung eines SIM-Swapping-Vorfalls beim U.S. Securities and Exchange Commission-Account (@SECGov). Dort habe die kompromittierte Identität eine gefälschte Mitteilung zur angeblich bevorstehenden ETF-Zulassung gepostet, worauf es laut Beschreibung zu einem vorübergehenden, aber spürbaren Anstieg des Bitcoin-Preises kam. In der Folge wurde auch ein konkreter Täter genannt: Eric Council Jr. soll im Februar 2025 schuldig gesprochen worden sein und wurde zu 14 Monaten Haft verurteilt, weil er an einer Verschwörung beteiligt gewesen sei, die den kompromittierten Account zur Manipulation des Bitcoin-Werts nutzte. Für die Praxis heißt das: Die Sicherheitslage muss Identitäts- und Kontoschutz, Netzwerk- und Gerätehärtung sowie Prozessdisziplin in Social-Channels als zusammenhängendes System behandeln.
Für Unternehmen, die KI-gestützte Systeme einsetzen, kommt eine zusätzliche Dimension hinzu: KI kann Angreifer nicht nur schneller machen (etwa bei Textvarianten, Story-Polishing oder automatisiertem Follow/Reply-Verhalten), sondern sie wird auch beim Schutz wichtiger. Entscheidend bleibt jedoch die Basis: starke Authentifizierung für Social-Konten, saubere Zugriffsketten, Logging mit schneller Eskalation und die Fähigkeit, Inhalte binnen Minuten zurückzuziehen. Der Microsoft-Vorfall ist damit weniger eine isolierte Social-Media-Panne als ein weiterer Beleg dafür, dass Social-Engineering-Angriffe häufig als „First Mile“ für finanzielle KI- und Cyberangriffe funktionieren. Wer darüber hinaus auch Incident-Playbooks trainiert, die die schnelle Bewertung von Links, Token-Claims und Wallet-Anfragen ermöglichen, reduziert die Zeit, in der Angreifer Nutzer in autorisierende Handlungen treiben können.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Microsoft-X-Account kompromittiert: Crypto-Pump-and-Dump mit Clippy-Brand" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Microsoft-X-Account kompromittiert: Crypto-Pump-and-Dump mit Clippy-Brand" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Microsoft-X-Account kompromittiert: Crypto-Pump-and-Dump mit Clippy-Brand« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!