LONDON (IT BOLTWISE) – Der XRP-Kurs hat sich am 4. Oktober bei rund 1,50 US-Dollar stabilisiert, während Trader eine Zone um 1,45 als entscheidenden Halt sehen. Für den 8. und 9. Oktober stehen XRPL-Upgrades an, die die Aufmerksamkeit im Handel erhöhen könnten. Technische Signale verbessern sich, bleiben aber laut den genannten Indikatoren gemischt, sodass 1,52 bis 1,55 zur ersten echten Hürde wird. Ob daraus ein Sprung Richtung 1,63 und 1,65 folgt, hängt an Breakouts über abwärtsgerichtete Widerstände und dem weiteren Verhalten bei fallendem oder steigendem Open Interest.

XRP vor Oktober-Checks: Kann der Kurs die 1,55-US-Dollar-Marke knacken?
XRP vor Oktober-Checks: Kann der Kurs die 1,55-US-Dollar-Marke knacken? (Foto: IT BOLTWISE)
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Rund um den 4. Oktober zeigt der XRP-Kurs ein typisches Bild für eine Marktphase, in der sich technische Niveaus und konkrete Protokoll-Events gegenseitig verstärken: Käufer verteidigen laut der genannten Kursentwicklung die Unterstützung nahe 1,45 US-Dollar, während sich XRP gleichzeitig um etwa 1,50 US-Dollar bewegt. CoinGecko ordnet den Kurs bei ungefähr 1,50 ein, mit rund +1 % über 24 Stunden, aber etwa -2,5 % im Wochenvergleich; die Marktkapitalisierung wird mit ca. 94,7 Milliarden US-Dollar und das 24-Stunden-Volumen mit knapp 1,02 Milliarden US-Dollar beziffert. Dass es dem Token zudem schwerfällt, die späte Erholung aus dem September konsequent auszudehnen, macht die nächsten Handelstage besonders relevant: Die erste Spanne, auf die sich viele kurzfristig orientieren, liegt zwischen 1,45 und 1,55 US-Dollar.

Im Zentrum der kurzfristigen Erwartung steht eine technische Engstelle, die sich auch aus den genannten Indikatoren ableiten lässt. Trader Symba verweist auf eine größere Support-Zone um 1,45 US-Dollar, gleichzeitig läuft jedoch eine abwärts gerichtete Trendlinie als Deckel über dem Kursbereich 1,52 bis 1,53. Für einen bullischen Verlauf soll daher vor allem ein bestätigter Ausbruch über diese Trendlinie sorgen: Erst dann könnte der Markt die nächste Zielregion um 1,55 ansteuern. Auf der anderen Seite wird ein klarer Bruch unter 1,45 als bärisches Signal gewertet, das den Weg für eine tiefere Korrektur öffnen würde. Bemerkenswert ist, dass die Argumentation nicht nur auf „Kursmarken“ basiert, sondern auch darauf, wie sich mehrere Skalen gleichzeitig verhalten: Neben dem Bereich um 1,45 werden als nächste Referenzen bei Schwäche auch Moving Averages genannt.

Die Tagesindikatoren liefern dabei ein differenzierteres Bild, das die genannten Szenarien plausibel macht: Eine RSI-Lesung mit 55,23 signalisiert Momentum leicht auf der Käuferseite, bleibt aber deutlich unter dem Bereich, der typischerweise mit Überhitzung assoziiert wird (70). Beim MACD dagegen fehlt die volle Bestätigung: Die MACD-Linie liegt laut Bericht bei etwa 0,0373 und damit unter der Signal-Linie um rund 0,0443, wodurch der Indikator eher neutral wirkt. Die Bollinger Bands wiederum platzieren die obere Grenze in der Nähe von 1,63 und die untere bei etwa 1,29; XRP befindet sich innerhalb der Bänder, wodurch kein klares Overextension-Signal entsteht. Interessant ist zusätzlich, dass die Kurslage laut den genannten Daten oberhalb mehrerer EMAs bleibt: 20 Tage um ca. 1,47, 50 Tage um etwa 1,38 und 100 Tage nahe 1,32. Noch konkreter wird es beim Ichimoku-Signal: Tenkan bei ungefähr 1,54 und Kijun nahe 1,45 treffen die bereits erwähnten Support- und Widerstandslogiken. Damit wirkt 1,45 als kurzfristiger Dreh- und Angelpunkt, während 1,52 bis 1,55 die erste echte Widerstandszone für den Oktober bildet.

Auch die Derivate-Lage liefert keine eindeutige „Beschleunigung“ nach oben, sondern eher eine vorsichtige Regeneration. Für Binance wird ein XRP-Open-Interest von 516,6 Millionen XRP angegeben, nachdem es im betrachteten Zeitraum von einem tieferen Niveau (etwa 350 bis 400 Millionen im Jahr 2026) wieder anstieg, jedoch deutlich unter den über 1,3 Milliarden liegenden Werten liegt, die zeitweise Anfang Oktober 2025 genannt wurden. Die Kernaussage des zitierten Analysten R3N ist, dass die Positionierung „weniger gehebelt, mehr vorsichtig“ wirkt als ein Jahr zuvor. Technisch ist die Größe Open Interest zwar primär ein Maß für den Umfang ausstehender Derivate-Positionen, nicht direkt für bullish oder bearish ausgerichtete Wetten; dennoch lässt sich aus dem Zusammenspiel mit dem Preis ableiten, ob mehr Marktteilnehmer Leverage einsetzen oder ob Positionen eher abgebaut werden. Der Bericht nennt außerdem eine zusätzliche Momentaufnahme aus dem CryptoQuant-Umfeld: Open Interest sei von 616,1 Millionen am 22. September auf 521,5 Millionen am 29. September gefallen, während XRP in derselben Zeit um 5,2 % gegenüber einem Sechsmonats-Hoch zurückkam. Genau in dieser Mischung aus stabilisiertem Kurs und eher zurückhaltender Derivatebeteiligung wird verständlich, warum viele kurzfristige Prognosen das Zeitfenster „Breakout ja oder nein“ so stark an 1,45 und 1,52 bis 1,55 koppeln.

Der zweite Treiber der Oktober-Erwartung sind zwei XRPL-Tests am 8. und 9. Oktober, die nicht automatisch Nachfrage nach XRP garantieren, aber sehr wohl Handelsinteresse bündeln können. Am 8. Oktober wird die Aktivierung von PermissionDelegationV1_1 als erstes wichtiges Datum eingeordnet: Sie erlaubt einem XRP-Account, selektive Transaktionsrechte an einen anderen Account zu delegieren, ohne das Master Key weiterzugeben. In der Berichterstattung wird beschrieben, dass frühere Aktivierungsannahmen bereits wieder verschoben wurden, weil die Unterstützung der Validatoren kurzfristig unter die erforderliche Schwelle fiel; laut aktualisiertem Ledger-Tracking sei die nötige Mehrheitsquote am 24. September um 21:25 UTC wieder erreicht worden. Einen Tag später steht BatchV1_1 an, das bis zu acht Transaktionen in einer abgestimmten Batch ausführen kann, um das Risiko zu reduzieren, dass nur ein Teil einer mehrschrittigen Operation abgeschlossen wird. Zusätzlich wird für denselben Tag fixBatchV1_2 erwartet, das als Sicherheitskorrektur für Batch-Transaktionen beschrieben wird; die Version 3.4.1 habe die Fixes nach Entwicklerhinweisen bereits vorbereitet. Gerade diese Kombination zeigt, wie XRPL-Entwicklung in kurzen Takten über „aktivierungsfähige Validator-Unterstützung“ auf den Mainnet-Zeitplan trifft.

Parallel dazu rückt das Ökosystem-thema „Zahlungen und Vertraulichkeit“ in den Fokus, wie es im Kontext von XRP Seoul 2026 am 3. Oktober durch die genannten Programmpunkte beschrieben wird. Laut den Daten soll es auf XRPL bis zum 3. Oktober eine hohe Zahl an verfolgten x402-Payments gegeben haben: 11.965.947 gezählte Transaktionen, bei einem sieben-Tage-Durchschnitt von 525.618 Zahlungen pro Tag. Gleichzeitig betont die Beschreibung der Rede, dass Agenten zunehmend Dienste „entdecken, bezahlen und nutzen“ könnten; wichtig ist dabei die Abgrenzung, denn die genannten Zählwerte messen laut Bericht „getrackte Aktivität“ und nicht automatisch den Dollarwert oder den Anteil, der aus direkten Käufen von XRP resultiert. Für die Privacy-Roadmap wird zudem die Idee ConfidentialTransfer erwähnt: Multi-Purpose-Token-Balances und Transferbeträge sollen verschlüsselt werden, während Identitäten sichtbarer bleiben und autorisierte Parteien die relevanten Informationen erhalten. Allerdings heißt es auch klar, dass ConfidentialTransfer nicht automatisch aktiv wird, selbst wenn Code verfügbar ist; wie bei XRPL üblich bleibt jede Änderung an die Validator-Zustimmung und den Aktivierungsprozess gebunden. Für Unternehmen verdichtet sich daraus eine praktische Lesart: Selbst wenn die technischen Updates keinen direkten „Kurs-Trigger“ liefern, können sie die Voraussetzungen für neue Use-Cases schaffen, wodurch sich Marktteilnehmer eher auf die Zeitpunkte 8. und 9. Oktober fokussieren.

Vor diesem Hintergrund lassen sich die drei Oktober-Szenarien aus dem Bericht so lesen, dass sie konsistent zueinander greifen: Bullisch wäre ein Halten von 1,45 US-Dollar und ein Durchbrechen der 1,52 bis 1,55-Range; darauf würde der Fokus über 1,63 bis hin zu 1,65 laufen, wobei von einem möglichen Anstieg in Richtung etwa 10 % vom aktuellen Niveau gesprochen wird. Neutral bliebe XRP zwischen grob 1,45 und 1,55, solange Käufer zwar Verteidigung zeigen, aber der abwärts gerichtete Widerstand nicht nachhaltig überwunden wird und zugleich das 20-Tage-EMA als „Anker“ funktioniert. Bärisch beginnt das Szenario dagegen mit dem Verlust von 1,45; dann rückt zunächst die 50-Tage-EMA um ca. 1,38 in den Mittelpunkt, bei weiterem Verkaufsdruck auch die 100-Tage-EMA nahe 1,32. Die eigentliche Frage für den Rest des Monats ist damit weniger „ob“ XRP steigt, sondern ob die Kombination aus Upgrade-getriebenem Interesse, technischer Bestätigung und der eher vorsichtigen Derivatepositionierung zu einem belastbaren Breakout führt.


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