LONDON (IT BOLTWISE) – Eine Social-Media-Idee will die XRP-Ledger-Gebühren um das 10- bis 100-Fache anheben, um bei jeder Transaktion mehr XRP zu verbrennen. David Schwartz, CTO Emeritus und Mitarchitekt des XRP Ledgers, hält den Ansatz für falsch, weil Gebühreneinnahmen kein verlässlicher Erfolgsmaßstab seien. Im Kern geht es um einen Zielkonflikt: schnellerer Token-Burn über höhere Kosten für Nutzer und potenziell weniger Attraktivität für Zahlungsanbieter. Ungeklärt bleibt, ob so ein Schritt überhaupt zur Abstimmung unter Validatoren käme.

XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“
XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“ (Foto: IT BOLTWISE)
🧠 KI & Robotik auf Google News abonnieren

Die Diskussion um höhere XRP-Ledger-Gebühren startet diesmal nicht aus einem Governance-Entwurf, sondern aus einem Vorschlag eines XRP-Holders auf X. Konkret geht es um die Idee, die Transaktionsgebühren auf der XRP Ledger so weit anzuheben, dass pro Zahlung deutlich mehr XRP verbrannt wird. Wer Tokens besitzt, verbindet mit einem größeren Burn häufig die Hoffnung auf eine Verknappung der Gesamtmenge – zumindest theoretisch. Doch genau an diesem Punkt setzt die Kritik an: David Schwartz, Chief Technology Officer Emeritus bei Ripple und einer der ursprünglichen Architekten des XRP Ledgers, widerspricht dem „Burn durch Gebührenerhöhung“ als strategischem Leitprinzip.

Technisch betrachtet funktioniert die XRP Ledger in diesem Punkt anders, als es viele aus anderen Ketten kennen. Jede Transaktion verursacht eine kleine Gebühr, die in XRP bezahlt wird. Diese Gebühr wird nicht an Validatoren ausgeschüttet, sondern vom Ledger zerstört. Der Effekt ist ein permanenter Abfluss aus dem Umlauf: Mit jeder Transaktion verschwindet ein kleiner Betrag XRP. Der Ausgangswert ist dabei entscheidend für die Größenordnung: Als Standardgebühr werden 0,00001 XRP genannt. Selbst wenn man – rein rechnerisch – auf das 100-Fache geht, läge die Gebühr bei 0,001 XRP. Bei einem im Text genannten XRP-Kurs von 1,51 US-Dollar am 6. Oktober entspricht das grob 0,0015 US-Dollar pro Transaktion – also immer noch ein Betrag, der bei einzelnen Transfers kurzfristig kaum „spürbar“ wirkt, aber durchaus eine Preissignatur verändert.

Die größere Frage ist jedoch nicht der Einzelbetrag, sondern die gesamtwirtschaftliche Wirkung auf die zirkulierende Token-Masse. Der Artikel ordnet die Größenordnung anhand von rund 63,1 Milliarden XRP im Umlauf und einem Gesamtwert von etwa 95,4 Milliarden US-Dollar ein. Selbst eine 100-fache Gebührenerhöhung würde demnach nur eine marginale zusätzliche Verbrennung auslösen, weil die absolute Gebühr trotz Faktor 100 klein bleibt. Für Token-Inhaber wirkt das wie der Versuch, an der falschen Stelle Hebel anzusetzen: Man könnte schneller verbrennen, ohne dadurch die Angebotsentwicklung so stark zu beeinflussen, dass Marktteilnehmer es als nachhaltige strukturelle Änderung wahrnehmen. Umgekehrt kann ein Gebührenanstieg spürbar werden, sobald man nicht die Burn-Mechanik, sondern die Nutzerkosten betrachtet.

Genau hier kommt ein Markt- und Ökosystemargument ins Spiel. Die Gebühren zahlt derjenige, der die Transaktion initiiert. Das heißt: Eine höhere Gebühr, die den Burn beschleunigt, verschiebt Kosten in erster Linie auf aktive Nutzer – und weniger auf passive Halter, die selbst keine Zahlungen auslösen. Das kann einen Transfer von Wert bedeuten: von denjenigen, die das Netzwerk tatsächlich in Anspruch nehmen, hin zu jenen, die lediglich halten. Für den Betrieb eines Netzwerks ist das ein zweischneidiges Schwert. Denn wenn Gebühren steigen, sinkt die Attraktivität für Anwendungen, die auf niedrige Transaktionskosten und schnelle Abwicklung setzen. Der Artikel macht diesen Punkt direkt am Auswahlprozess fest: Zahlungsprozessoren und Remittance-Anbieter schauen stark auf Gebühren und nutzen praktische Kosten-Nutzen-Abwägungen, um ein Ledger als Zielnetzwerk auszuwählen. Eine drastische Erhöhung auf das 100-Fache könnte damit dazu führen, dass sich Anwendungsanbieter nach Alternativen umsehen.

Schwartz’ Gegenargument zielt dabei auf das zugrunde liegende Erfolgsmessmodell. Seine Kritik lautet sinngemäß, dass die Jagd nach einem schnelleren Token-Burn das falsche Ziel sei und Gebühren nicht automatisch als sinnvolles Kennzeichen für die Wirksamkeit eines Netzwerks taugen. Aus seiner Sicht spiegelt eine Ledger ihren Nutzen vor allem über Nutzbarkeit und Zuverlässigkeit wider – also darüber, wie gut reale Zahlungen abgewickelt werden können. Ein Ledger, das plötzlich deutlich teurer wird, untergräbt genau den Vorteil, mit dem viele Nutzer es überhaupt wählen: günstige und schnelle Settlement-Prozesse. Daneben bleibt ein weiterer Mechanismus unbeachtet: Wenn Nutzer den Netzwerkzugang reduzieren oder aussteigen, sinkt zugleich die Anzahl der Transaktionen – und damit auch der Burn-Effekt. Dann kann die scheinbar höhere Gebühr den eigentlichen Verbrennungshebel sogar neutralisieren oder umkehren, weil weniger Transaktionen stattfinden.

Wichtig ist außerdem der Governance-Kontext. Der Artikel stellt klar, dass Gebührenanpassungen auf der XRP Ledger nicht per „Knopfdruck“ passieren: Validatoren müssen einem neuen Gebührenlevel zustimmen. Bislang ist der Vorschlag demnach lediglich ein Diskussionsthema in sozialen Medien und nicht in eine formale Abstimmungsphase gelangt. Für Unternehmen ist das ebenfalls relevant: Selbst wenn ein Gebührenmodell theoretisch auf dem Papier attraktiv wirkt, entscheidet am Ende die Frage, ob eine Mehrheit im Netzwerk den Schritt mitträgt und ob sich die wirtschaftlichen Anreize so ausbalancieren lassen, dass Nutzer nicht wegbrechen. In der Praxis bedeutet das für Produktteams: Eine Gebührenreform ist kein isoliertes Parameter-Tuning, sondern wirkt über Einsatzmuster, Onboarding-Kosten, Transaktionsvolumina und Partnerverträge hinweg.

Damit stellt sich die abschließende Abwägung des Artikels: Lohnt sich ein höherer Burn gegenüber dem Risiko höherer Nutzerkosten? Die Antwort fällt klar aus: Ein „Burn-First“-Ansatz rechtfertigt laut Argumentation keine Gebührenerhöhung. Der Grund ist weniger die Unmöglichkeit einer rechnerischen Beschleunigung, sondern die erwartbare Nebenwirkung – Nutzer und insbesondere Geschäftskunden müssten für eine marginal schnellere Verbrennung zahlen, während die Attraktivität des Ledgers als kosteneffiziente Settlement-Infrastruktur leidet. Gleichzeitig wird im Text als plausiblere Heuristik beschrieben, dass mehr XRP Burns eher als Nebenprodukt von mehr Nutzung entstehen: Wenn mehr echte Transaktionen stattfinden, steigt der Burn insgesamt, ohne dass man die Hürde für die Transaktionsausführung künstlich erhöht. Diese Logik passt auch zu der breiteren Erfahrung aus Blockchain-Ökonomie: Kapazität und Nutzerwachstum sind häufig nachhaltiger Treiber als rein parameterbasierte Token-Eingriffe.

Abseits des technischen Diskurses spielt zudem der Markt- und Timingfaktor eine Rolle. Im Artikel wird genannt, dass XRP aktuell 58,6 % unter seinem Rekord von 3,65 US-Dollar aus Juli 2025 handelt. In diesem Kontext erscheint ein Gebührenvorschlag als ein vergleichsweise kleines Stellrad. Selbst wenn es irgendwann zu einer Abstimmung käme, wäre die Wirkung auf den Kurs kurzfristig unwahrscheinlich, solange keine größeren Veränderungen an der Nachfrage oder an der Nutzungsdynamik sichtbar werden. Für Inhaber bleibt vorerst vor allem die Frage offen, wie Validatoren Governance-Vorhaben in Zukunft gewichten: als reine Mechanikparameter für Tokenomics oder als Signale, die die Nutzerökonomie und die Attraktivität für Zahlungsanwendungsfälle mit beeinflussen. Bis dahin bleibt der Vorstoß das, was er aktuell ist: ein Gesprächsimpuls, der zeigt, wie leicht sich Tokenomics-Ziele und Netzwerkdesign in Spannung bringen können.


💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!


Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
152 Bewertungen
Sense Robot Go KI-Go-Brett mit Roboterarm – Automatische Steinplatzierung, interaktives Lernen, Spielwiederholung – Intelligenter Weiqi-Trainer für Kinder & Erwachsene
  • ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
334 Bewertungen
ENERGIZE LAB Eiliko Coral Pink - Ihr winziger KI-Charm-Roboter, der zu jedem täglichen Outfit passt, lustiges elektronisches Anhängerspielzeug, für Paare und beste Freunde
  • IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
1.501 Bewertungen
Eilik – Interaktiver Desktop Roboter mit Persönlichkeit, lebendigen Animationen & Reaktionen, Touch-Steuerung, Mini-Spiele, emotionaler Roboter Freund und besonderes Geschenk für Kinder & Erwachsene
  • 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
53 Bewertungen
Plantbot Upgraded Large Smart Flower Pot Pet Planter Robot with Artificial Intelligence, Time Temperature Display, and Numerous Expressive Animations Based, for Indoor Decoration, Gifts (White)
  • 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
946 Bewertungen
Loona KEYI Premium Haustier-Roboter mit Ladestation (Smarte AI ChatGPT-4o, Stimmen- & Gestensteuerung, Echtzeit-Interaktion, Heimüberwachung)
  • V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.


Hat Ihnen der Artikel bzw. die News - XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“ - gefallen? Dann abonnieren Sie uns doch auf Insta: AI News, Tech Trends & Robotics - Instagram - Boltwise

Unseren KI-Morning-Newsletter «Der KI News Espresso» mit den besten KI-News des letzten Tages gratis per eMail - ohne Werbung: Hier kostenlos eintragen!





Folgen Sie aktuellen Beiträge über KI & Robotik auf Twitter, Telegram, Facebook oder LinkedIn!
Hinweis: Teile dieses Textes könnten mithilfe Künstlicher Intelligenz generiert worden sein. Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen stellen keine Finanzberatung dar und sind nicht als solche gedacht. Die Informationen sind allgemeiner Natur und dienen nur zu Informationszwecken. Wenn Sie Finanzberatung für Ihre individuelle Situation benötigen, sollten Sie den Rat von einem qualifizierten Finanzberater einholen. IT BOLTWISE® schließt jegliche Regressansprüche aus.









Ergänzungen und Infos bitte an die Redaktion per eMail an de-info[at]it-boltwise.de. Da wir bei KI-erzeugten News und Inhalten selten auftretende KI-Halluzinationen nicht ausschließen können, bitten wir Sie bei Falschangaben und Fehlinformationen uns via eMail zu kontaktieren und zu informieren. Bitte vergessen Sie nicht in der eMail die Artikel-Headline zu nennen: "XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“".
Stichwörter AI Artificial Intelligence Blockchain Crypto Cryptocurrencies Governance KI Krypto Kryptowährung Künstliche Intelligenz Ledger Ripple Token-burn Transaktionsgebühr Validator XRP Zahlungsverkehr
Alle Märkte in Echtzeit verfolgen - 30 Tage kostenlos testen!
Kein nächster Artikel
Vorheriger Artikel

XRP-Vorhersagemarkt: So wird am 6.10.2026 um 14:00 EDT abgerechnet


Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“" für unsere Leser?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

  • Die aktuellen intelligenten Ringe, intelligenten Brillen, intelligenten Uhren oder KI-Smartphones auf Amazon entdecken! (Sponsored)


  • Es werden alle Kommentare moderiert!

    Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.

    Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.

    Du willst nichts verpassen?

    Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
    Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »XRP-Ledger-Gebühren 100x? CTO Emeritus warnt vor falschem Burn-„Ziel“« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!


    1.083 Leser gerade online auf IT BOLTWISE
    KI-Jobs