LONDON (IT BOLTWISE) – NVIDIA bringt in einer neuen NVIDIA-App-Beta-Version „Preset C“ als schnellsten Performance-Modus für DLSS Frame Generation aus. Laut NVIDIA soll der Modus die Frame-Generierung bei der GeForce RTX 5060 um bis zu 35% beschleunigen, bei nur geringen Einbußen bei der Bildqualität. Der Hersteller aktualisiert zudem die zugrunde liegenden DLSS-Modelle und setzt bei relevanten Szenarien statt optischem Flow auf ein schnelleres, leichteres KI-Verfahren. Nutzer können das neue Preset über die Beta-Option in der App aktivieren.

NVIDIA setzt bei der KI-gestützten Bildberechnung an einer Stelle an, die Gamer im Alltag sofort spüren: der Latenz und dem Durchsatz der DLSS Frame Generation. In der aktuellen NVIDIA-App-Beta, die „rolling out today“ angekündigt wurde, gibt es mit „Preset C“ einen neuen schnellsten Performance-Modus für die Frame-Generierung. Der Hersteller nennt als Beispiel eine Beschleunigung um bis zu 35% bei der GeForce RTX 5060 und koppelt das Versprechen an „minimal trade-offs“ bei der Bildqualität. Damit verschiebt sich die Optimierung weg von reinem Upscaling hin zur Frage, wie schnell die Pipeline aus ausgangsseitiger Simulation und generierten Zwischenbildern fertig wird.
Technisch betrachtet ist DLSS Frame Generation mehr als nur ein einzelnes Modell. NVIDIA beschreibt zwei Modellfamilien: Bei Multi-Frame Generation kommt laut Angaben ein Standard-Ansatz zum Einsatz, der Motion Vectors und Depth nutzt, um zu verstehen, wie zwei gerenderte Frames konstruiert werden. Dieser Mechanismus ist besonders relevant, wenn Spiele mit stabilen Motion-Vektor- und Tiefeninformationen arbeiten, weil die KI daraus eine plausible zeitliche Fortsetzung ableiten kann. Für bestimmte Spielbestandteile nennt NVIDIA dagegen einen zweiten Ansatz: Frame Generation mit optischem Flow, der für UI-Elemente oder Raytracing-Features gedacht ist, bei denen Bewegungs- und Kanteninfos häufig anders „klingen“ als in reinen Geometrie-Szenen.
Entscheidend ist nun die Umstellung, die NVIDIA in der Beta ankündigt: Das optische-Flow-Modell wird durch ein „much faster and lighter“ KI-Modell ersetzt. Der Hersteller positioniert das neue Verfahren als Boost für die FPS nicht nur in DLSS Frame Generation, sondern auch in Multi-Frame Generation und Dynamic Multi-Frame Generation. In der Praxis bedeutet das vor allem eines: Der Rechenpfad, der bislang für bestimmte Teilbereiche mehr Zeit benötigte, soll effizienter werden, damit die Generierung schneller „nachkommt“, ohne dass die Gesamtpipeline ins Hintertreffen gerät. NVIDIA macht außerdem klar, dass das Modell über den Download der NVIDIA-App-Beta verteilt wird – Nutzer müssen also nicht nur ein Preset auswählen, sondern tatsächlich die aktuelle Beta-Version verwenden, damit die Änderung im System verfügbar ist.
Marktseitig kommt der Schritt zur richtigen Zeit, weil Frame Generation mittlerweile zu den wichtigsten Leistungshebeln in aktuellen PC-Titeln zählt. Gerade bei GPUs, die im klassischen Rendering an Grenzen stoßen, wird ein aggressiver Performance-Modus oft direkt zur Alltagseinstellung. Mit „Preset C“ adressiert NVIDIA genau diese Nutzergruppe: Wer maximale FPS priorisiert, bekommt einen Modus, der explizit als schnellster Performance-Modus für Frame Generation vermarktet wird. NVIDIA ordnet die Verbesserung dabei nicht nur einer einzelnen Plattform zu, sondern nennt die GeForce RTX 40-Series und GeForce RTX 50-Series sowie „RTX Spark“, wodurch sich die Maßnahme als generische Optimierung für mehrere DLSS-Frame-Generation-Varianten lesen lässt.
Wer das Preset ausprobieren will, soll sich an den Aktivierungspfad halten, den NVIDIA in der Meldung liefert. Zuerst muss die neueste NVIDIA-App-Beta installiert sein; dafür wird in der Anleitung auf das Opt-in für Beta- oder experimentelle Features verwiesen („Opt in to access Beta or experimental features“). Danach kann der Nutzer in der NVIDIA-App in den Grafik-Bereich wechseln und ein unterstütztes Spiel auswählen, entweder gezielt pro Titel oder über „Global Settings“ für die gesamte Bibliothek. Anschließend führt der Weg über die „Driver Settings“ zu „DLSS Override – Model Presets“, dort folgt „Custom“ und schließlich im „Frame Generation“-Dropdown die Auswahl von „Preset C“. Zum Abschluss wird „Apply“ bestätigt, sodass das Preset in den relevanten DLSS-Frame-Generation-Szenarien aktiv wird.
Aus Sicht von Unternehmen und Technik-Entscheidern ist diese Art von Modell- und Preset-Updates besonders interessant, weil sie die Qualität und Performance von KI-Features langfristig über Software-Verteilung steuern statt über „One-shot“-Treiber-Updates. Gerade in konsistenten Test-Umgebungen ist es relevant zu wissen, dass Änderungen nicht nur am Treiber hängen, sondern auch am Modellpaket, das die App in der Beta bereitstellt. Das neue Preset kann damit in Benchmark- und QA-Prozessen eine Rolle spielen: FPS-Werte steigen möglicherweise stärker als bei früheren Presets, während sich Bildqualität und Artefakte je nach Spielzustand unterschiedlich verhalten. Für Nutzer bedeutet das letztlich weniger Tuning-Aufwand, für Herstellerseite ein schnelleres Iterationsfenster – und für die Gaming-Praxis die Möglichkeit, Performance-Optimierungen ohne lange Wartezyklen zu bekommen.
Langfristig deutet die Preset-Strategie darauf hin, dass NVIDIA DLSS zunehmend als konfigurierbare KI-Pipeline versteht, die je nach Szenetyp unterschiedliche Modellvarianten nutzt. Die klare Trennung zwischen Motion-Vector-/Depth-gestütztem Verständnis (Multi-Frame Generation) und optik-flowspezifischen Situationen (zuvor) sowie die jetzige Ablösung durch ein schnelleres KI-Verfahren zeigt, dass die „Intelligenz“ nicht nur im Modelltraining steckt, sondern auch in der Laufzeit-Auswahl und in der Effizienz der Inferenz. Sobald Entwickler ihre Titel stärker auf die Eigenschaften der DLSS-Modelle ausrichten, werden Performance-Modi wie „Preset C“ vermutlich stärker gefragt sein – weil der Nutzen direkt auf der Bildwiederholrate sichtbar wird. Bis dahin bleibt die Beta der entscheidende Weg, um das neue Modell und den Performance-Modus tatsächlich auf dem System zu aktivieren.
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