FORT IRWIN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die US-Armee startet mit ersten Verträgen für Anwendungen rund um ihr Next Generation Command and Control (NGC2). Insgesamt stellt sie dafür 93,6 Millionen US-Dollar über ein Jahr an neun Unternehmen bereit. Ziel ist, dass deren Software auf einer gemeinsamen Datenbasis läuft und in das NGC2-Betriebsmodell der Truppe eingreift. Gleichzeitig wird damit der nächste Schritt vom Feldtest hin zur skalierbaren Bereitstellung vorbereitet.

Die US-Armee zieht die nächste Entwicklungsstufe für ihr Gefechts-Führungs- und Kommando-Ökosystem weiter nach vorn: In einem ersten Schritt vergibt sie initiale Aufträge an neun Verteidigungs- und Technologieunternehmen, die Anwendungen für ihr Next Generation Command and Control (NGC2) erarbeiten. Insgesamt stehen dafür über ein Jahr 93,6 Millionen US-Dollar bereit, verteilt auf die beteiligten Firmen. Damit verschiebt sich NGC2 von einer rein technischen Plattformidee hin zu einem modularen Software-Ansatz, bei dem mehrere Teams eigene Funktionen beisteuern, die aber über einen gemeinsamen Software-„Unterbau“ zusammenwirken.
NGC2 soll dabei ein geteiltes Netzwerk bereitstellen, über das Technologien, Waffen, Sensoren, Geräte und Anwendungen in einem gemeinsamen Betriebskontext agieren. In der Praxis bedeutet das: Nicht jede Einzelanwendung muss komplett neu integrieren, sondern kann sich auf definierte Schnittstellen und ein abgestimmtes Datenfundament stützen. Genau dieses Fundamentelement wird als common data baseline beziehungsweise Software Foundation beschrieben, auf der bereits mehrere Partner in Zusammenarbeit mit der Armee aufgebaut haben. Konkret werden dort Anduril Industries, Palantir, Raft und Striveworks als Mitwirkende genannt, was auf eine Rollenverteilung hindeutet: Während der „Unterbau“ die Basislogik und Datenbereitstellung liefert, liegt der Mehrwert für Anwender-Funktionen bei den neuen Anwendungen, die jetzt als einzelne Bausteine hinzukommen.
Die ersten vorgesehenen Software-Teams decken dabei ein breites Spektrum ab. Zu den genannten Unternehmen zählen unter anderem General Dynamics Mission Systems, Air Space Intelligence Federal, Immersive Wisdom, LMI, Mente Systems, Stilman Advanced Strategies, Onebrief, Rune Technologies und AIR. Auffällig ist, dass die Auswahl nicht nur „klassische“ Verteidigungssoftware-Anbieter umfasst, sondern auch Firmen, die typischerweise eher für spezifische Daten- oder Anwendungslogiken bekannt sind. Für die Armee ist das auch ein Interoperabilitäts-Test in Reinform: Sobald Anwendungen verschiedener Hersteller auf derselben Datenbasis laufen sollen, wird in der Realwelt sichtbar, ob Annahmen zu Datenmodellen, Latenz und Betriebsregeln konsistent genug sind.
Aufseiten der Organisation verweist die Armee zudem auf den Anspruch, Geschwindigkeit und Informationsaustausch im Gefechtsalltag zu verbessern. Das System zielt laut Darstellung darauf ab, Daten so zu teilen, dass sich die Missionserfüllung über zentrale „warfighting functions“ der Kommandostruktur straffen lässt. Genannt werden dabei die Bereiche command and control, fires, intelligence, movement and maneuver, sustainment und protection. Technisch knüpft das an das Grundprinzip „gemeinsame Sicht“ an: Wenn Sensor- und Gerätedaten nicht isoliert bleiben, können Entscheidungsprozesse schneller von Ereignissen zu Handlungsvorschlägen übergehen. Brig. Gen. Shane Taylor, portfolio management executive für das Command and Control Information Network, brachte den Anspruch in einem Statement auf den Punkt: „While the Army is providing capability we can deploy today, we’re also providing a blueprint and reference point for how industry can integrate in the future with interoperability and speed, “ erklärte er.
Ein weiterer Treiber der aktuellen Phase ist die geographische und operative Diversität, die NGC2 im Feld abdecken soll. Die Armee befindet sich gerade dabei, NGC2 der I Corps zu übergeben, also jenem Kommando, das Dienstkräfte im Indo-Pacific-Raum verantwortet. Damit rückt die Frage in den Fokus, wie gut die Plattform Technologien und Geräte abbildet, die durch mehrere tausend Meilen getrennt sind und in teils „communication-contested environments“ arbeiten müssen. Die vorherige Entwicklungsarbeit wird dabei als Übergang von experimentellen Prototypen in eine Feldbereitstellung beschrieben: Über das vergangene Jahr sei die Organisation vom Prototyping zur Auslieferung übergegangen, unter anderem bis hin zur Platzierung von Software bei den 4th und 25th Infantry Divisions. Solche Schritte sind für die Softwarearchitektur entscheidend, weil erst im Betrieb sichtbar wird, welche Annahmen zur Skalierung, zur Datenqualität oder zur Robustheit unter Störungen realistisch sind.
Wie stark der Testfokus bereits auf NGC2-Anwendungsintegration liegt, zeigt auch der zeitnahe Übungs- und Eventkontext. Im Juli 2026 veranstaltete die Armee in Fort Irwin, Kalifornien, ein zehn Tage dauerndes Event namens Project Convergence-Capstone 6 mit 10.000 Teilnehmern aus den USA und alliierten Kräften sowie aus Industriepartnern, die 90 Technologien zum Testen von NGC2-Software einbrachten. Kurz danach fand im Mai am selben Standort ein gemeinsames Manöver statt, das das Ende der NGC2-Prototypphase markieren sollte; die Armee erklärte anschließend, die neue Plattform sei „ready“ für die Skalierung. Parallel dazu wird auch die Weiterentwicklung der gemeinsamen Datenbasis forciert: Am 30. September 2026 erhielt Anduril Industries einen Vertrag über 162,8 Millionen US-Dollar, mit einem möglichen Gesamtvolumen von bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar, um NGC2s common data baseline weiter zu verfeinern. Für den Markt ergibt sich daraus ein klares Signal: Die eigentliche Wertschöpfung entsteht nicht nur in der Plattform selbst, sondern in der wachsenden Zahl auslieferbarer Anwendungen, die sich auf einen gemeinsamen „Software Foundation“-Betrieb einlassen.
Für Unternehmen, die sich in solche Programme einklinken wollen, heißt das vor allem: Sie müssen ihre Produkte so ausrichten, dass Interoperabilität nicht erst im letzten Integrationsschritt entsteht. Wenn mehrere Anwendungen auf einer gemeinsamen Datenbasis laufen sollen, entscheidet die Praxis über Daten-Semantik, Schnittstellenstabilität und Betriebsfähigkeit unter realen Randbedingungen. Gleichzeitig zeigt das Vorgehen, dass die Armee ein durchgängiges Engineering-Modell etablieren will: Plattform-Weiterentwicklung (common data baseline), Integration zusätzlicher Anwendungen (jetzt die neun Firmen) und Validierung im Feld (Fort Irwin, Übergabe an I Corps) greifen ineinander. Genau hier dürfte die entscheidende Hürde liegen, sobald NGC2 nicht mehr nur skaliert, sondern auch dauerhaft erweitert werden soll.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "US-Armee vergibt 93,6-Mio.-Dollar-Verträge für NGC2-Software" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "US-Armee vergibt 93,6-Mio.-Dollar-Verträge für NGC2-Software" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »US-Armee vergibt 93,6-Mio.-Dollar-Verträge für NGC2-Software« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!