HANGZHOU / LONDON (IT BOLTWISE) – Das 4. Liangzhu-Forum ist am 18. Oktober im Bezirk Yuhang in Hangzhou eröffnet worden. Im Mittelpunkt stehen der Schutz und die Weitergabe des Kulturerbes – ausdrücklich verbunden mit dem Austausch zwischen vergangenen Zivilisationen und heutigen Herausforderungen. Zum 90-jährigen Jubiläum der Entdeckung der archäologischen Stätte soll das Forum erneut globale Partner zusammenbringen. Parallel dazu rückt die Agenda neue Technologien in der Denkmalpflege sowie den Einsatz von KI- und VR-Elementen für Besucher-Erlebnisse in den Fokus.

Hangzhou nutzt die Bühne des 4. Liangzhu-Forums, um eine Frage in den Mittelpunkt zu stellen, die viele UNESCO-Stätten längst beschäftigt: Wie lässt sich Kulturerbe bewahren, ohne es vom Alltag abzuschneiden? Laut Bericht kamen am 18. Oktober im Bezirk Yuhang Hunderte Gäste aus dem In- und Ausland zusammen. Der Auftakt steht unter dem Motto „Brücken zwischen Vergangenheit und Zukunft: Bewahrung des Kulturerbes für unsere Zeit“. Damit setzt das Forum nicht nur auf symbolische Kulturpolitik, sondern verknüpft den Schutzgedanken mit konkreten Formaten für Kooperation, Forschung und öffentliche Teilhabe.
Der zeitliche Rahmen macht die Veranstaltung zusätzlich greifbar. In diesem Jahr jährt sich die Entdeckung der archäologischen Stätte von Liangzhu zum 90. Mal. Vor mehr als 5.000 Jahren, so die Darstellung, entstand hier eine Stadtanlage mit einer Zivilisation, die wesentlich auf Reisanbau beruhte. 2019 wurden die archäologischen Ruinen der Stadt Liangzhu in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Für die kommenden Tage liefert das Forum damit eine doppelte Begründung: historischer Bezug als Argument für den Erhalt und internationale Anerkennung als Grundlage für den Austausch über Standards, Methoden und Erwartungen.
Technisch betrachtet ist besonders die Ausrichtung auf neue Technologien in der Denkmalpflege bemerkenswert. Das Forum wurde bereits ab 2023 als Plattform für den Austausch zwischen Zivilisationen Chinas und Partnerländern der „Belt and Road“-Initiative beschrieben. Inzwischen hat es sich laut Bericht zu einer dauerhaften Plattform auf nationaler Ebene entwickelt, und es sollen mehr als 1.300 Gäste aus 115 Ländern und Regionen bislang vertreten gewesen sein. Für Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist dabei entscheidend, dass nicht nur über Ziele gesprochen wird, sondern auch über Umsetzungsfragen: Welche Erfassungs- und Konservierungsmethoden funktionieren im Feld? Wie können Daten langfristig dokumentiert werden, wenn sich Wetter, Besucherdruck und lokale Ressourcen unterscheiden? Die Agenda nennt explizit den Einsatz neuer Technologien zur Erhaltung des Kulturerbes sowie die Frage, wie Denkmalschutz und Tourismusentwicklung zusammenpassen.
Das 4. Liangzhu-Forum baut dafür auf mehrere Ebenen: Neben Eröffnungszeremonie und Hauptforum sind fünf Unterforen und fünf Begleitveranstaltungen vorgesehen. Das Hauptforum umfasst Grundsatzreden, Unterzeichnungszeremonien für internationale Kooperationsvereinbarungen sowie die Vorstellung wichtiger Forschungsergebnisse zu den Ursprüngen der Jangtse-Zivilisation. In den parallel laufenden Unterforen untersuchen Wissenschaftler laut Bericht Ursprünge antiker Zivilisationen und adressieren zugleich globale Herausforderungen. Besonders im Kontext „Digitalisierung im Kulturerbe“ fällt auf, dass neben Forschungsschwerpunkten auch Themen wie die Rückgabe verlorener Kulturgüter und die Gestaltung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung vorkommen – also Fragen, bei denen technische Systeme häufig mit Governance- und Zugangsmodellen verknüpft werden müssen.
Auch außerhalb der Konferenzräume soll die Technik nicht als Selbstzweck auftreten. Zahlreiche Begleitveranstaltungen machen dem Bericht zufolge alte Zivilisationen sichtbar und lebendig. 25 Künstler aus 14 Ländern reisen nach Hangzhou, um sich vor Ort inspirieren zu lassen und die Begegnungen zwischen den Kulturen in ihren Werken festzuhalten. Im Zusammenspiel mit der lokalen Wirtschaft wird zudem ein Kultur- und Kreativmarkt erwähnt, der traditionelles Handwerk mit KI-gestützter Innovation verbindet. Hier wird eine durchgängige Wertschöpfungskette beschrieben, in der kulturelle Ressourcen zu kreativen Produkten werden. Für die Praxis bedeutet das: KI-gestützte Ansätze werden nicht nur für Analyse oder Rendering eingesetzt, sondern auch für die Übertragung kultureller Motive in neue Designs – wobei die Glaubwürdigkeit der Übersetzungen am Ende davon abhängt, wie sorgfältig Quellen, Muster und Bedeutungen kuratiert werden.
Ein zweiter, sehr konkreter Technologiebezug kommt über VR-Technologie ins Spiel. Laut Bericht können Besucher mithilfe von VR in die 5.000 Jahre alte Stadt eintauchen. Das ist mehr als ein „Showroom“-Effekt: Wenn VR-Modelle auf archäologischen Daten und Rekonstruktionslogiken beruhen, können sie unterschiedliche Zeitschichten erfahrbar machen und gleichzeitig die Distanz reduzieren, die sonst zwischen Museumserzählung und räumlichem Verständnis liegt. Gleichzeitig werden in der Darstellung auch die Bewohner umliegender Dörfer als Nutznießer genannt, weil die kulturelle Entwicklung lokale Wirtschaftsströme stärkt. Damit greift das Forum indirekt auch ein Belastungsrisiko auf, das viele Kulturerbe-Orte kennen: ohne lokale Wertschöpfung entsteht oft der Eindruck, Schutzgesetze richteten sich nur gegen wirtschaftliche Möglichkeiten.
Über die eigentlichen Veranstaltungen hinaus setzt der „Liangzhu-Kulturkorridor“ laut Darstellung darauf, den Schutzgedanken in den Alltag zu integrieren. Als typisches Dilemma wird beschrieben, dass Welterbestätten entweder zu stark abgeschirmt werden und „isolierte Kulturinseln“ entstehen könnten oder dass andererseits eine übermäßige Bebauung historische Zeugnisse gefährdet. Liangzhu wird dabei als alternativer Ansatz präsentiert, der historische Stätten, alte Städte und Dörfer sowie Kultur- und Kreativparks verknüpft. Aus den archäologischen Ressourcen sollen lokale Wirtschaftszweige wachsen und Einkommen steigern, während Kulturerbe nicht als hinter Zäunen verborgene Attraktion behandelt werde. Konkrete Motive antiker Jade-Cong werden zudem für Produkte der Kultur- und Kreativwirtschaft neu interpretiert, während die VR-Komponente und die Einbindung verschiedener Zielgruppen zeigen, wie Schutz, Bildung und Wirtschaft in ein gemeinsames Konzept überführt werden sollen. Für die weitere Wirkung des Forums kommt es nun vor allem darauf an, wie gut sich solche digitalen und wirtschaftlichen Modelle in andere Regionen übertragen lassen – und ob die Dialogplattform in der Breite tatsächlich nachhaltige Kooperationen auslöst statt sich auf den Konferenzzyklus zu beschränken.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Liangzhu-Forum in Hangzhou: Dialog zum Kulturerbe und neue Tech für Denkmalschutz" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Liangzhu-Forum in Hangzhou: Dialog zum Kulturerbe und neue Tech für Denkmalschutz" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Liangzhu-Forum in Hangzhou: Dialog zum Kulturerbe und neue Tech für Denkmalschutz« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!