LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neue Auswertung von US-Umfragedaten verbindet regelmäßigen Cannabiskonsum mit einem höheren Risiko, bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen berichtet zu haben – besonders Schlaganfälle. Forschende nutzten dafür den Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS) Datensatz aus den Jahren 2020 bis 2024 mit fast einer halben Million Erwachsener. Die Studie belegt keine Ursache-Wirkung, liefert aber Warnhinweise für Gespräche über Herzgesundheit. Die Ergebnisse wurden auf den Scientific Sessions der American Heart Association vorgestellt.

Regelmäßiger Cannabiskonsum steht in einer aktuellen Studie in einem klaren statistischen Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen – und zwar in einer Weise, die nicht einfach „je mehr, desto mehr“ erklärt werden kann. Die Auswertung der Forschenden an der Tulane University zeigt, dass Personen, die Cannabis nutzten, laut eigener Angabe deutlich häufiger auch eine Vorgeschichte mit kardiovaskulären Problemen berichteten. Besonders auffällig ist der Bezug zu Schlaganfällen, während sich die Daten bei Herzinfarkten weniger eindeutig zeigen.
Technisch basiert die Untersuchung auf dem Behavioral Risk Factor Surveillance System (BRFSS), einem seit Jahren betriebenen jährlichen Umfrageinstrument, das Gesundheitsdaten und Lebensgewohnheiten in den USA erfasst. Für den hier betrachteten Zeitraum analysierten die Autorinnen und Autoren BRFSS-Angaben, die zwischen 2020 und 2024 erhoben wurden. Insgesamt umfasst der Datensatz fast eine halbe Million erwachsener Teilnehmender. Damit wollten die Forschenden ein aktuelleres Bild zeichnen, nachdem der Cannabiskonsum in den vergangenen Jahren vielerorts durch zunehmend legale Freizeitangebote an Bedeutung gewonnen hat.
In der Detailauswertung wurde der Konsum in Nutzungsfrequenzen gegliedert: Im Vergleich zu Nichtkonsumenten berichteten regelmäßige Nutzer – egal ob einmal monatlich oder täglich – etwa 20 % häufiger von „irgendeiner“ kardiovaskulären Vorgeschichte. Interessant ist, dass sich dieses zusätzliche Risiko zwischen gelegentlichen Nutzern (ein bis fünf Tage pro Monat) und intensiveren Konsumenten (16 bis 30 Tage pro Monat) nur wenig unterscheidet. Beim Schlaganfall zeigt sich jedoch ein anderes Muster: Weniger häufige Nutzer verzeichneten im Vergleich zu Nichtkonsumenten ein um 40 % höheres berichtetes Schlaganfallrisiko, während bei häufigeren Nutzern ein Anstieg um 25 % angegeben wurde. Gleichzeitig fanden die Forschenden keinen klaren Zusammenhang zwischen der gemeldeten Konsummenge und einem höheren Risiko für berichtete Herzinfarkte.
Ein wichtiger Kontext für die Einordnung ist die Datenbasis: BRFSS beruht auf Selbstangaben, und die Studie berichtet über Korrelationen statt über eine gesicherte Ursache. Die Ergebnisse sind deshalb als Hinweis zu verstehen, nicht als „Smoking Gun“. Zudem müssen die Resultate den üblichen Begutachtungsprozess noch durchlaufen; die Präsentation erfolgte auf den Scientific Sessions der American Heart Association. Die Autorin Aabha Divya, Assistenzprofessorin im Bereich Kardiothoraxchirurgie an der Tulane University, beschreibt in der Berichterstattung vor allem die Überraschung über den nicht geradlinigen Verlauf: Erwartet wurde eher ein stetiger Anstieg des Herzkrankheitsrisikos mit zunehmender Nutzungsfrequenz, tatsächlich zeigten aber sowohl niedrig als auch hoch frequentierte Gruppen erhöhte Odds.
Für die Praxis bedeutet das: Auch wenn noch unklar ist, welche biologischen Mechanismen hinter dem Zusammenhang stehen, deuten „mehrere Evidenzlinien“ darauf hin, dass Cannabis nicht automatisch herz- und gefäßschonend ist. In anderen Arbeiten wurde unter anderem eine Verbindung zwischen zunehmender Legalisierung für den Freizeitgebrauch und höheren Hospitalisierungsraten wegen kardiovaskulärer Ursachen berichtet. Außerdem bleibt offen, ob die Darreichungsform eine Rolle spielt. In der neuen Untersuchung war kein eindeutiger Unterschied erkennbar, ob Cannabis vorrangig geraucht oder als Edibles konsumiert wurde. Dennoch gibt es zusätzliche Hinweise aus der Forschung, dass sowohl Rauch- als auch Esskonsum potenziell ungünstig auf die Funktion von Blutgefäßen wirken können.
Für Ärztinnen und Ärzte sowie für Patientinnen und Patienten ergibt sich daraus vor allem ein Kommunikationssignal. Divya betont, dass Cannabiskonsum künftig – ähnlich wie bei Tabak oder Alkohol – stärker in Gesprächen zur Herzgesundheit berücksichtigt werden sollte. In einem Versorgungskontext heißt das: Wer Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder eine bereits bestehende Gefäßproblematik bewertet, sollte auch die Konsumgewohnheiten einordnen können, ohne daraus vorschnell eine Einzelfall-Schuld abzuleiten. Gleichzeitig ist es für Forschung und öffentliche Gesundheit entscheidend, die offenen Fragen systematisch anzugehen: Welche Formen des Konsums sind relevant, welche Zeitverläufe zählen, und inwieweit spielt die Studienlogik aus Umfrageselbstangaben dabei eine Rolle?
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Cannabiskonsum und Herz-Kreislauf-Risiken: Studie zu Schlaganfällen" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Cannabiskonsum und Herz-Kreislauf-Risiken: Studie zu Schlaganfällen" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Cannabiskonsum und Herz-Kreislauf-Risiken: Studie zu Schlaganfällen« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!