PARIS / LONDON (IT BOLTWISE) – FHS Living stellt die ersten Speaker für die Veranstaltung in Paris vor. Die Ausgabe findet am 23. und 24. Februar 2027 im PullmanParis Montparnasse statt und bündelt Investoren, Projektentwickler und Betreiber des Living-Segments. Im Fokus steht dabei die Hotelisierung von Immobilien – also die Übertragung hoteltypischer Konzepte auf Büro-, Wohn- und gemischt genutzte Projekte. Gleichzeitig nennt der Veranstalter Zahlen zum wachsenden Investitionsinteresse und zur weiter bestehenden Wohnraumlücke.

FHS Living startet in Paris mit einem klaren Schwerpunktthema: Hotelisierung als Bauplan für neue Immobilienerträge. Die Veranstaltung am 23. und 24. Februar 2027 im PullmanParis Montparnasse richtet sich explizit an Investoren, die das Living-Segment in Europa nicht mehr nur als Nischenmodell betrachten. Stattdessen geht es um die Mechanik dahinter – also wie sich die Betriebslogik aus Hotels in andere Asset-Klassen übersetzen lässt. Das ist auch deshalb relevant, weil der Veranstalter das Programm als Plattform beschreibt, auf der sich Kapitalgeber, Projektentwickler und Betreiber erstmals in einem gemeinsamen Setting über die passenden Konzepte abstimmen können.
Technisch und operativ ist Hotelisierung dabei weniger ein Marketingbegriff als ein Bündel aus wiederholbaren Prozessmustern: standardisierte Gästeströme, serviceorientiertes Design, digitale oder zumindest klar getaktete Betriebsabläufe sowie ein Management, das auf Auslastung und Kundenerlebnis optimiert. In der Meldung wird genau dieser Transfer beschrieben, indem hoteltypische Konzepte aus den Bereichen Gastlichkeit, Design, Services und Management auf Immobilien „außerhalb des klassischen Hotelgewerbes“ übertragen werden. Konkret nennt das Format verschiedene Ausprägungen wie Co-Living-Konzepte, Wohnimmobilien, Bürogebäude und gemischt genutzte Projekte. Damit rückt eine Schnittstelle in den Mittelpunkt, die in der Praxis häufig unterschätzt wird: Wer investiert, muss verstehen, wie sich Betrieb, Performance-Reporting und Bewohner- bzw. Nutzerströme in ein nachhaltig tragfähiges Modell integrieren lassen.
Damit verbunden ist auch die Frage, wer im Ökosystem die Rolle der „missing link“-Funktion übernimmt. Im angekündigten Ablauf reichen die Diskussionen auf der Hauptbühne von Investitionsperspektiven für Europas Living-Segment bis zur Erwartung, ob Betreiber das Bindeglied zwischen Konzept und Skalierung darstellen. Aus Sicht der Branche heißt das: Betreiber müssen nicht nur operative Exzellenz liefern, sondern auch die Voraussetzungen schaffen, damit Projekte aus Investorensicht finanzierbar bleiben. Genau hier setzt das Forum mit zweitägigen Sessions an, die außerdem nach Teilsegmenten ausdifferenzieren: studentisches Wohnen, Seniorenwohnen und Markenresidenzen. Diese Aufteilung ist insofern bedeutsam, als etwa PBSA-Modelle (Purpose-Built Student Accommodation) andere Planungs- und Auslastungslogiken haben als Serviced Living oder gemeinschaftliche Eigentumsmodelle.
Marktseitig liefert die Mitteilung eine Begründung, warum Paris „und gerade jetzt“ als Standort gewählt wird. Die Investitionen in die Living-Segmente Europas sollen 2025 um 22 Prozent auf 62,2 Milliarden Euro gestiegen sein; für 2026 prognostiziert der Text einen Anstieg auf mehr als 70 Milliarden Euro, wobei als Quelle JLL genannt wird. Parallel verweist die Meldung darauf, dass in Europa 9,6 Millionen Wohnungen fehlen (CBRE). Diese Kombi aus steigender Nachfrage nach entsprechenden Wohn- und Servicekonzepten sowie Angebotsdruck macht das Thema hotelisierte Wohnformen auch für Finanzierungsentscheidungen attraktiver – zumindest solange Betreiber die dauerhafte Performance liefern und Projektentwickler die Planung auf Betriebsszenarien ausrichten.
Auch die Preisdimension wird im Text adressiert: Savills beziffert den Preisaufschlag bei Markenresidenzen in Europa auf 38 Prozent gegenüber 29 Prozent im Vorjahr. Solche Aufschläge sind in der Investmentlogik besonders relevant, weil sie die Grundlage dafür schaffen, höheren Strukturierungs- oder Brandingaufwand über höhere Zahlungsbereitschaft bzw. stabilere Cashflows zu rechtfertigen. In der Praxis hängt das aber an mehreren Faktoren zugleich: Wie überzeugend lassen sich Nutzergruppen ansprechen? Welche Serviceelemente sind wirklich differenzierend und nicht nur „nice to have“? Und wie gut gelingt die Standardisierung, ohne sich in den Details zu verkalkulieren? Genau diese Spannungsfelder sollen durch die Mischung aus Hauptbühne, Masterclasses, interaktiven Roundtables und praxisorientierten Fallstudien-Sessions adressiert werden.
Personell zeigt sich der Anspruch, das Thema entlang der kompletten Wertschöpfungskette zu diskutieren. Für Paris werden unter anderem Führungskräfte aus Immobilieninvestitionen, Projektentwicklung und Immobilienbetrieb als erste Speaker genannt, darunter Brookfield Asset Management (Lauren Okada Young), Nuveen Real Estate (Jasper Gilbey), Realstar Group (Ryan Prince) sowie Aroundtown (Kamaldeep Manaktala). Auf Betreiberseite tauchen Namen wie citizenM (Michael Levie) sowie Accor One Living und Wyndham Hotels & Resorts (Dimitris Manikis) auf; ergänzt wird das Feld durch Beratungsspezialisten wie Landsberg Residential Consulting (Barry Landsberg). Dass zudem zahlreiche Investoren und Projektentwickler im Programmrahmen stehen, passt zur Kernmechanik des Veranstaltungsformats: vorab qualifizierte und terminierte Einzelgespräche, damit ein einziger Besuch gezielt Projekte und Partner mit passenden Investitionsstrategien zusammenführt.
Über das eigentliche Meeting hinaus ordnet sich FHS Living in eine länger laufende Veranstaltungsreihe ein, die nach eigenen Angaben seit mehr als zwei Jahrzehnten Hospitality-Investments forciert. FHS Living ist Teil des Future Hospitality Summit (FHS) und wird im Portfolio durch Formate wie FHS World in Dubai sowie FHS Saudi Arabia, FHS Africa und weitere Ableger ergänzt. Für Unternehmen aus der Branche bedeutet das vor allem eines: Wer Living-Projekte hotelisiert, muss zunehmend auch Beziehungsebene und Betriebs-Know-how synchronisieren. Genau deshalb ist das Networking in der Meldung nicht als Beiwerk beschrieben, sondern als Übergang „in konkrete Geschäftsmöglichkeiten“ gedacht – inklusive Networking-Empfang und Besichtigungen ausgewählter Immobilienprojekte. Welche Betreiber-Konzepte sich dabei als skalierbar herausstellen, wird man spätestens nach den ersten Transaktions- und Kooperationsrunden im Februar 2027 sehen.
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