WUHU, CHINA / LONDON (IT BOLTWISE) – 34 Elegant Driving Ambassadors aus 15 Ländern haben beim allerersten LEPAS Global Journey of Elegant Driving den LEPAS L6 EV getestet. Die Teilnehmer legten rund 700 Kilometer von Shanghai nach Wuhu über Tonglu, den Qiandao-See und She zurück. Im Fokus standen Fahrwerk, Handling und das elektrische 12-in-1-Antriebssystem ebenso wie Smart-Cockpit-Funktionen und ADAS-Assistenz. Besonders hervorgehoben wurde zudem die Ladezeit von 20 Minuten für den Sprung von 30 auf 80 % SOC.

Wenn eine neue NEV-Marke wie LEPAS ihr erstes großes Fahrevent ausrichtet, geht es selten nur um PR-Fotos. Beim allerersten LEPAS Global Journey of Elegant Driving standen technische Belastbarkeit und reproduzierbares Fahrgefühl im Mittelpunkt: 34 „Elegant Driving Ambassadors“ aus 15 Ländern trafen in China zusammen und fuhren eine rund 700 Kilometer lange Strecke von Shanghai nach Wuhu. Die Route führte über Tonglu sowie an den Qiandao-See und die Region She heran – damit nicht nur urbane Abschnitte, sondern auch Autobahn- und Bergstraßen-Varianten. Genau diese Mischung ist für einen Elektro-Pkw wichtig, weil sich Fahrwerkseigenschaften, Regelsysteme und Energieverbrauch je nach Lastzustand sehr unterschiedlich zeigen.
Im Kern des Events lag der LEPAS L6 EV, der laut Veranstaltungsbeschreibung mit einem „optimal integrierten elektrischen 12-in-1-Antriebssystem“ sowie mit einem Fahrgestell punktet, das „von europäischen Fachleuten abgestimmt“ worden sein soll. Für die Praxis heißt das: Entscheidend ist, wie gut die Komponenten als System funktionieren – also wie Motor-/Getriebearchitektur, Leistungselektronik, Thermomanagement und Traktionsregelung zusammenwirken. Auf urbanen Straßentypen spielt dabei vor allem die Reaktionsfähigkeit bei niedrigen Geschwindigkeiten und das saubere Anfahren sowie die Stabilität bei häufigem Beschleunigen und Verzögern eine Rolle. Auf kurvigen Strecken rund um den Qiandao-See wird zusätzlich sichtbar, ob das Auto das Zusammenspiel aus Querbeschleunigung, Dämpferkennlinie und Lenkungsgefühl so aufsetzt, dass der Fahrer auf wechselnden Kurvenradien ohne „Überschwingen“ geführt wird.
Für die Evaluierung haben die Veranstalter die Rückmeldungen nach Fahrwerks- und Handlingskriterien strukturiert: Botschafter aus Europa und Brasilien hätten vor allem die Leistung des Fahrgestells sowie die Handhabung als „essentiell“ angesehen. Laut Text lobten mehrere namentlich genannte Automobil-Ökosysteme bzw. Medienumfelder – darunter Motor1, IG Carros und MSN – konkret Fahrwerk, Aufhängung, Lenkung und Bremsen des L6 EV. Das ist aus Engineering-Sicht relevant, weil es nicht bei „gefühlvoller“ Rhetorik bleibt, sondern auf die Bausteine abzielt, die typischerweise den Unterschied zwischen einer reinen Beschleunigungsmaschine und einem souveränen Touring-Fahrzeug machen. Ergänzend hob ein Botschafter, der mit einem britischen Magazin verknüpft wird, die „sanfte Beschleunigung“ und die überzeugende Performance beim Auffahren auf die Autobahn hervor – ein Detail, das besonders beim Hochbeschleunigen aus moderaten Geschwindigkeiten und bei der Abstimmung von Drehmomentrampe, Traktionskontrolle und Rekuperationsverhalten aussagekräftig ist.
Auch das Thema Energieversorgung und Alltagstauglichkeit wurde im Eventkonzept stark betont. Für Fahrerinnen und Fahrer aus Südafrika sowie Lateinamerika wird das „Fahrerlebnis“ neben der akustischen Ebene durch Musik abgerundet; dabei wird explizit das SONY-Audiosystem genannt. Technisch greifbar ist vor allem die Ladeinformation: Die Botschafter aus der Region Südostasien hätten besonders auf Reichweite und Ladezeit geachtet, wobei im Text eine Ladezeit von 20 Minuten für 30 % bis 80 % SOC genannt wird. Für die Planung im Flotten- oder Reisebetrieb ist genau dieses Zeitfenster entscheidend, weil es die reale Nutzbarkeit bestimmt: Ein Zwischenstopp, der in der Praxis in die Kaffeepause oder den nächsten Tank-/Ladekorridor passt, reduziert die „Kosten“ von Ladeplanung gegenüber längeren Ladefenstern spürbar. Gleichzeitig bleibt bei Elektroautos jedoch immer relevant, wie die Ladeleistung im Verlauf anzieht und abnimmt; das Event liefert hier zwar keine Messkurven, aber die explizite Nennung der 20-min-Skala setzt einen klaren Erwartungspunkt.
Im Bereich „Smart Cockpit“ und Assistenzsysteme wird der LEPAS L6 EV als besonders modern beschrieben. Der Text hebt einen Smart-Sprachassistenten für „alle Szenarien“ hervor, außerdem ADAS-Features sowie Automated Parking Assist (APA) und Remote Parking Assist (RPA). Ergänzt wird das Paket durch einen 540°-Rundumblick, der vor allem beim Rangieren, beim Einfahren in enge Parklücken oder bei Sichtbehinderungen durch Säulen und Fahrzeugachsen hilft. Genau diese Funktionen adressieren ein typisches Risiko in urbanen Umgebungen: Nicht die reine Antriebsleistung entscheidet über Stress, sondern die Interaktion aus Bedienlogik, visueller Darstellung und Assistenzverhalten. Dazu passt auch die im Text erwähnte Zielgruppe: Für jüngere Fahrer in Südostasien seien Erschwinglichkeit und smarte Funktionen besonders wichtig – damit verschiebt sich der Kaufreiz weg von einem rein technischen Datenblatt hin zu einem Gesamterlebnis, bei dem Bedienung, Assistenz und Medienkomfort zusammenspielen.
Neben den Fahrtests spielt beim Event auch der Rahmen der „LEPAS Global Elegant Lifestyle Week“ eine Rolle. LEPAS stellt die Kombination aus Mobilität und Lifestyle in den Vordergrund und positioniert sich dabei als NEV-Marke von Chery Auto im gehobenen Marktsegment. Technisch spiegelt sich diese Markenlogik oft in der Art wider, wie Ausstattungspakete, Interieur-Design und Softwareoberfläche geschnürt werden: Ein „Eleganz“-Anspruch ist im Fahrzeugbau selten abstrakt, weil er sich in der Geräuschkulisse, in der Materialanmutung und im Bedienkomfort des Cockpits manifestiert. Dass ein Botschafter eines südafrikanischen Magazins zudem hochwertige Materialien und Handwerkskunst der Innenausstattung sowie den immersiven Sound des SONY-Systems hervorhebt, wirkt wie eine bewusste Verknüpfung von subjektivem Komfort mit überprüfbaren Engineering-Parametern wie Dämmung, Lautsprecherpositionierung und Signalverarbeitung.
Für die Markt- und Wettbewerbsperspektive ist vor allem die Timing-Entscheidung bemerkenswert: Das Event wird als „allererstes“ Global Journey of Elegant Driving beschrieben und damit als Auftakt genutzt, um internationale Reichweite und Vertrauen in kurzer Zeit aufzubauen. In der Praxis profitieren Hersteller davon, wenn nicht nur ein statisches Händler-Setup beworben wird, sondern Fahrer aus verschiedenen Regionen eine identische Teststrecke erleben. Das ermöglicht vergleichbare Eindrücke, die wiederum in regionale Marketingbotschaften einfließen können – etwa zu Assistenzfunktionen für urbane Märkte oder zu Lade- und Reichweitenanforderungen für Fernreiserouten. Gleichzeitig sollte man die Aussagen zum „von europäischen Fachleuten abgestimmten“ Fahrgestell als Anknüpfungspunkt für die tatsächliche Abstimmungsphilosophie lesen: Entscheidend ist, ob sich das Fahrgefühl auch nach längerer Autobahnfahrt, bei wechselnden Lasten und unter verschiedenen Witterungsbedingungen konsistent reproduzieren lässt.
Unterm Strich zeigt das Debüt-Event des LEPAS L6 EV, wie eine neue Elektroauto-Marke mit internationalen Testformaten technische Kernthemen und Software-Assistenz in einem Paket zusammenführt. Die Kombination aus 12-in-1-Antriebssystem, einer ausdrücklich kommunizierten Ladezeit von 20 Minuten für 30 bis 80 % SOC sowie einem Funktionsmix aus ADAS, APA, RPA und 540°-Rundumblick adressiert genau die Auswahlkriterien, die Käufer heute selten nur in einem Bereich treffen: Energie, Bedienung, Assistenz und Fahrwerk müssen gleichzeitig überzeugen. Für potenzielle Anwender heißt das, dass sich die nächste Bewertungsstufe nicht im PR-Event erschöpft, sondern im Alltag zeigt – dort, wo Ladeplanung, reale Reichweiten, Parkmanöver und die „natürliche Handhabung“ unter Zeitdruck tatsächlich zählen.
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