VATIKANSTADT / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Vatikanischen Museen zeigen die Ausstellung „A century of the Popemobile“ ab dem 29. Oktober 2026 bis zum 28. Januar 2027 im Square Garden. Gezeigt werden acht historische Mercedes-Benz-Fahrzeuge, ergänzt um das erste Automobil der Welt und eine moderne S-Klasse. Im Fokus steht, wie sich die Papst-Mobilität über ein Jahrhundert von repräsentativen Aufgaben hin zur Nähe zu Menschen entwickelt hat. Der Rundgang ist in den regulären Museumsbetrieb eingebunden und liegt nahe am Pavillon der Kutschen.

Die Vatikanischen Museen bauen ihre Sammlung diesmal nicht nur thematisch, sondern auch räumlich aus: Im Square Garden des Museumskomplexes läuft die Ausstellung „A century of the Popemobile“ vom 29. Oktober 2026 bis zum 28. Januar 2027. Damit entsteht für Besucherinnen und Besucher zusätzlich zum Kunstprogramm ein eigener Blick auf Verkehrsgeschichte – und zwar anhand eines sehr spezifischen Objekts: des Papamobils. Die Schau startet mitten im laufenden Museumsbetrieb und bleibt über den Jahreswechsel geöffnet, sodass sich der Besuch im Herbst 2026 genauso wie im Januar 2027 einplanen lässt.
Technisch und historisch interessant ist vor allem, wie die Ausstellung Fahrzeugtypen nicht als starre Stichtagsbilder zeigt, sondern als Entwicklungslinie. Die offizielle Ausstellungsseite ordnet den Zeitraum von Beginn an: Am 29. Oktober 2026 startet die Präsentation, am 28. Januar 2027 endet sie wieder. Der „historische Bogen“ reicht dabei vom frühen Papsttransport – beginnend mit dem ersten Fahrzeug für Pius XI. – bis zu den heutigen Papamobilen. So wird der Wandel eines Fahrzeugs nachvollziehbar, das zunächst vor allem repräsentative Aufgaben erfüllte und später stärker darauf ausgelegt war, den Kontakt zur Bevölkerung zu ermöglichen.
Im Square Garden ist die Ausstellung in einem verglasten Pavillon untergebracht und liegt nahe an mehreren bekannten Anlaufstellen: dem Pavillon der Kutschen und der Vatikanischen Pinakothek. Diese Nähe ist mehr als ein logistischer Detail, denn sie verknüpft die neue Schau mit bereits vorhandenen Spuren päpstlicher Mobilität. Ein zentrales Exponat ist dabei der Mercedes-Benz Nürburg 460: Das 1930 übergebene Fahrzeug steht sinnbildlich für den Einstieg in die in der Ausstellung beschriebene Verbindung zwischen Mercedes-Benz und dem Heiligen Stuhl. Zusätzlich zu dem Nürburg 460 zeigt die Ausstellung weitere Fahrzeuge aus verschiedenen Pontifikaten, wodurch sich technische und repräsentative Änderungen im Laufe der Zeit vergleichbar machen lassen.
Auch die inhaltliche Dramaturgie folgt einer Idee, die man bei reinen Automobilmuseen so selten in dieser Form sieht: Es geht nicht nur um Marke und Karosserie, sondern um den gesellschaftlichen Kontext, in dem Mobilität Kommunikation ermöglicht. Die Ausstellung stellt laut Beschreibung die Verbindung zwischen Automobilgeschichte, veränderten Kommunikationsformen und der Entwicklung kirchlicher Institutionen in den Mittelpunkt. Auffällig ist dabei die Auswahl der Ergänzungen neben den acht Mercedes-Benz-Fahrzeugen: Die Schau erweitert den Zeitstrahl zum einen mit dem ersten Automobil der Welt und zum anderen mit einer modernen S-Klasse. Dadurch entsteht ein Spannungsbogen, der die frühen Grundlagen der Motorisierung neben den heutigen Anspruch an Komfort, Sicherheit und Sichtbarkeit rückt.
Für Reisende aus Deutschland ist vor allem die praktische Einbettung relevant: Die Vatikanischen Museen liegen an der Viale Vaticano in Vatikanstadt, und der Ausstellungsbereich ist in den Museumsrundgang eingebunden. Wer in diesem Zeitraum unterwegs ist, bekommt so nicht nur Kunstsammlungen, sondern zusätzlich eine kuratierte Verkehrsgeschichte, die sich unmittelbar in die bestehenden Wege der Besucher integriert. Zur Planung gehört außerdem, dass die Einreisebestimmungen sich nach der Staatsangehörigkeit richten; als Orientierung wird in der Quelle auf die Länderinformationen des Auswärtigen Amts verwiesen. Unabhängig davon, ob man aus Technikinteresse oder aus kulturhistorischer Neugier kommt: Das Papamobil wird hier als Forschungsobjekt lesbar, weil man an realen Fahrzeugen sehen kann, wie sich Ziele und Anforderungen über Jahrzehnte verschieben.
Interessant ist schließlich, wie eine solche Präsentation auch jenseits des Besuchs wirkt: Sie macht deutlich, dass Mobilität in öffentlichen Kontexten immer auch eine Bühne ist. Das gilt für die Art, wie die Fahrzeuge aufgebaut sind, aber auch für ihre Rolle in der Beziehung zwischen Entscheidungsträgern und Öffentlichkeit. Zwar steht die Ausstellung in erster Linie im Zeichen historischer Exponate – dennoch wirkt die moderne S-Klasse als Gegenwartsmoment. Wer nach dem Besuch weitere Fragen hat, findet zu Zeitpunkt, Ausstellungsort und Inhalt in den bereitgestellten Informationen klare Antworten: „A century of the Popemobile“ läuft vom 29. Oktober 2026 bis zum 28. Januar 2027 im Square Garden und zeigt acht historische Mercedes-Benz-Fahrzeuge sowie die beiden ergänzenden Stücke zur Geschichte der Papst-Mobilität.
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