BEIJING / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – China hat einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung sicherer Kommunikationstechnologien gemacht, indem es eine 12.800 km lange, nahezu hacker-sichere Verbindung zwischen Beijing und Südafrika etabliert hat.

China hat mit der Einführung eines Quantensatelliten, der eine sichere Kommunikationsverbindung zwischen Beijing und Südafrika ermöglicht, einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Diese Technologie nutzt die Prinzipien der Quantenmechanik, um eine nahezu unknackbare Verschlüsselung zu bieten, die für nationale Verteidigungs- und Finanzkommunikationen von entscheidender Bedeutung sein könnte.
Das Projekt, das von Yin Juan, einer führenden Wissenschaftlerin und Professorin an der Universität für Wissenschaft und Technologie Chinas, geleitet wird, zielt darauf ab, bis 2027 ein globales Kommunikationsnetzwerk zu schaffen. Dieses Netzwerk soll die Sicherheit von Kommunikationskanälen durch den Einsatz von Quantenmechanik erheblich verbessern.
Die Technologie basiert auf der sogenannten Quanten-Schlüsselverteilung, einem kryptografischen Protokoll, das es ermöglicht, geheime Schlüssel zwischen Parteien zu teilen, um die Kommunikation zu sichern. Diese Methode wurde erstmals im südlichen Hemisphäre demonstriert, was die globale Reichweite und das Potenzial dieser Technologie unterstreicht.
Bereits 2016 startete China den ersten Quantensatelliten der Welt, Mozi, der als Vorreiter für diese Technologie gilt. Mit Mozi wurden 2017 sichere Quantenanrufe und Bildübertragungen über eine Distanz von 7.600 km zwischen China und Österreich durchgeführt. Diese Erfolge zeigen das Potenzial der Quantentechnologie, die Sicherheit von Kommunikationssystemen weltweit zu revolutionieren.
Die jüngste Demonstration wurde durch die Echtzeit-Kommunikation zwischen kostengünstigen Quanten-Mikro-Nano-Satelliten und mobilen Bodenstationen ermöglicht. Ein wissenschaftliches Papier, das die Methode beschreibt, wird Mitte März in der renommierten Zeitschrift Nature veröffentlicht.
Während die Quantentechnologie die Sicherheit von Kommunikationssystemen erheblich verbessern könnte, birgt sie auch das Potenzial, bestehende Verschlüsselungstechniken zu überwinden. Daher arbeiten Wissenschaftler an neuen Verschlüsselungstechniken, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken.
China plant, ein BRICS-Quantenkommunikationsnetzwerk zu etablieren, das Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika umfasst. Trotz der aktuellen geopolitischen Spannungen betonte Yin Juan die Notwendigkeit globaler Zusammenarbeit, um die Vorteile dieser Technologie voll auszuschöpfen.
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