NEVADA / MÜNCHEN (IT BOLTWISE) – In der Wüste Nevadas, die mit ihrer kargen Landschaft und extremen Temperaturen an die Bedingungen auf dem Mond erinnert, arbeiten Forscher an der Entwicklung autonomer Roboter, die eines Tages entscheidend zur Erkundung des Mondes und des Mars beitragen könnten.

Die Vision, dass amerikanische Astronauten erneut auf dem Mond landen, wird durch die Artemis-Kampagne der NASA vorangetrieben. Diese Initiative zielt darauf ab, den Mond als Basis für zukünftige Marsmissionen zu nutzen. In diesem Kontext spielt die Forschung an der Universität von Nevada, Reno, eine bedeutende Rolle. Dort entwickeln die Assistenzprofessoren Christos Papachristos und Parikshit Maini Technologien für eine neue Generation autonomer Roboter, die in der Lage sein sollen, extraterrestrische Standorte für menschliche und robotische Missionen vorzubereiten. Unterstützt werden sie dabei von einem Team, das unter anderem aus Alireza Tavakkoli, George Bebis und Eelke Folmer besteht. Ein zentraler Bestandteil ihrer Arbeit ist die Entwicklung eines interaktiven digitalen Zwillings, der es Wissenschaftlern auf der Erde ermöglicht, die Situation im All zu überwachen und Aufgaben für die Roboter zu definieren. Papachristos beschreibt dies als ein neues Paradigma der Mensch-Roboter-Kollaboration, das ideal für die Oberflächenbearbeitung und die Vorkolonisierung entfernter Umgebungen ist. Das Projekt, das unter dem Titel ‘Prospecting and Pre-Colonization of the Moon and Mars using Autonomous Robots with Human-in-the-Loop’ läuft, wird mit 1,1 Millionen US-Dollar von der NASA und dem Bundesstaat Nevada gefördert. Diese Finanzierung ermöglicht es, Experten aus verschiedenen Institutionen zusammenzubringen, darunter die Universität von Nevada, Reno, die Universität von Nevada, Las Vegas, das Desert Research Institute und das NASA Ames Research Center. Ziel ist es, ein nahtloses Kooperationsframework zwischen Mensch und Roboter zu schaffen. Die Wüste Nevadas bietet mit ihrer Ähnlichkeit zum Mond ideale Bedingungen für Tests dieser Technologien. Die Forscher haben bereits einen autonomen mobilen Roboter für Bodenproben entwickelt und arbeiten an Algorithmen zur adaptiven Probenahme, die eine Ressourcensuche und räumliche Kartierung unter Feldbedingungen ermöglichen. Zudem entwickeln sie selbstentfaltende, kabelgetriebene Parallelroboter, die zur Überwachung aus der Luft eingesetzt werden könnten. Diese Entwicklungen sind entscheidend für die Zukunft der Raumfahrt, da sie die Grundlage für die Erkundung und Kolonisierung des Mondes und des Mars legen. Terry Fong, Chefrobotiker der Intelligent Robotics Group am NASA Ames Research Center, betont die Bedeutung dieser Forschung für die Erkundung des Weltraums und die Weiterentwicklung der Robotik.
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