WIEN / LONDON (IT BOLTWISE) – Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Mittwoch trotz positiver Indizes in der ersten Tageshälfte mit einem leichten Rückgang präsentiert. Besonders Dividendentitel wie Flughafen Wien und Frequentis standen unter Druck, während Agrana mit einem deutlichen Kursanstieg positiv auffiel.

Der Wiener Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch von seiner ruhigen Seite und schloss mit einem leichten Minus. Der ATX verlor marginal um 0,06 Prozent und endete bei 4.391,53 Punkten, obwohl er im Tagesverlauf überwiegend ein positives Vorzeichen hatte. Ein klarer Trend war auch an den anderen europäischen Börsen indessen nicht zu erkennen.
Zur Wochenmitte herrschte ein eher impulsarmes Geschäft vor, da weder die unerwartet niedrigen US-Verbraucherpreise noch ein erstes Zwischenergebnis im Handelsstreit zwischen den USA und China für nennenswerte Impulse sorgten. Auch auf Unternehmensseite blieb die Nachrichtenlage in Wien dünn, was sich in der sachlichen Börsenentwicklung widerspiegelte.
Besonders auffällig war die Kursentwicklung von Dividenden-Titeln wie Flughafen Wien und Frequentis, deren Abschläge deutlich wurden. Obwohl die Flughafen Wien-Aktien um 2,5 Prozent zurückgingen, hätten sie ohne Dividendenabschlag einen Zugewinn verzeichnet. Frequentis verlor 2,0 Prozent, ebenfalls belastet durch die Kapitalrückzahlung.
Ein weiterer Unternehmensschwerpunkt lag auf Kapsch TrafficCom, das die Mehrheit an der belarussischen Mauttochter abgab und damit weniger als 50 Prozent der Anteile hält. Diese Umstrukturierung führte zu einem Kursrückgang von 2,2 Prozent.
Im Bankensektor konnten Bawag und Erste Group mit leichten Kursgewinnen punkten, während Raiffeisen Bank einen Kursverlust von 2,3 Prozent verbuchte. Außergewöhnlich positiv zeigte sich Agrana mit einem Anstieg von 4,6 Prozent.
Im Energiesektor konnten sich die Verbund-Aktien um 1,2 Prozent steigern, im Gegensatz zu EVN, die ein Prozent verloren. Auch die Bauwerte Porr und Strabag zeigten sich robust mit Kursgewinnen von 1,6 Prozent bzw. 2,1 Prozent.
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