LONDON (IT BOLTWISE) – Eine neu entdeckte Schwachstelle in der Blink-Rendering-Engine von Chromium ermöglicht es, Browser innerhalb von Sekunden zum Absturz zu bringen. Der Brash-Exploit nutzt eine Architekturfehler aus, um Millionen von DOM-Mutationen pro Sekunde zu erzeugen, was zu einem Systemabsturz führt.

Eine kürzlich entdeckte Schwachstelle in der Blink-Rendering-Engine von Chromium sorgt für Aufsehen in der IT-Sicherheitswelt. Der als Brash bekannte Exploit kann Browser, die auf Chromium basieren, innerhalb von Sekunden zum Absturz bringen. Der Sicherheitsforscher Jose Pino hat die Details dieser Schwachstelle offengelegt und erklärt, dass der Exploit auf einem Architekturfehler basiert, der es ermöglicht, bestimmte DOM-Operationen in einer Weise zu manipulieren, die den Browser unbrauchbar macht.
Im Kern des Problems liegt die fehlende Begrenzung der Aktualisierungsrate der “document.title”-API. Diese Schwachstelle erlaubt es, Millionen von DOM-Mutationen pro Sekunde zu erzeugen, was nicht nur den Browser zum Absturz bringt, sondern auch die Systemleistung beeinträchtigt, da die CPU-Ressourcen für diesen Prozess aufgebraucht werden. Der Angriff erfolgt in drei Phasen: Zuerst wird ein Hash generiert, dann erfolgt die Injektion von Burst-Updates, und schließlich wird der UI-Thread gesättigt, was den Browser zum Absturz bringt.
Ein besonders gefährliches Merkmal von Brash ist seine Fähigkeit, zeitlich gesteuert zu werden. Angreifer können den Exploit so programmieren, dass er zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiviert wird, was ihn zu einem präzisen Werkzeug für zeitgesteuerte Angriffe macht. Diese Fähigkeit verwandelt Brash in eine Art logische Bombe, die zu einem festgelegten Zeitpunkt oder nach einer bestimmten Zeitspanne ausgelöst wird, ohne dass sie bei einer ersten Inspektion entdeckt wird.
Betroffen sind alle Browser, die auf Chromium basieren, darunter Google Chrome, Microsoft Edge, Brave, Opera und Vivaldi. Mozilla Firefox und Apple Safari sind gegen diesen Angriff immun, ebenso wie alle Drittanbieter-Browser auf iOS, da sie auf WebKit basieren. Die Sicherheitslücke hat weitreichende Implikationen für die Sicherheit von Webbrowsern und erfordert dringende Maßnahmen seitens der Entwickler, um die betroffenen Systeme zu schützen.
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