MOSKAU / LONDON (IT BOLTWISE) – In einer bedeutenden Operation haben russische Behörden drei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, die Meduza Stealer Malware entwickelt und betrieben zu haben. Diese Software wurde genutzt, um sensible Daten wie Zugangsdaten und Kryptowährungsinformationen zu stehlen.

In einer koordinierten Aktion haben die russischen Behörden in Moskau drei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, die Meduza Stealer Malware entwickelt und betrieben zu haben. Diese Malware ist bekannt dafür, sensible Informationen wie Zugangsdaten und Kryptowährungsdaten aus Webbrowsern zu stehlen. Die Festnahme wurde von Irina Volk, einer Polizeigeneralin und Beamtin des russischen Innenministeriums, auf Telegram bekannt gegeben.
Die Ermittlungen ergaben, dass die Verdächtigen die Software vor etwa zwei Jahren entwickelt und über Hackerforen verbreitet haben. Meduza Stealer wurde als Malware-as-a-Service angeboten, wobei Kriminelle gegen eine Abonnementgebühr Zugang erhielten. Besonders bemerkenswert ist die Fähigkeit der Malware, abgelaufene Chrome-Authentifizierungscookies zu reaktivieren, um Kontoübernahmen zu erleichtern.
Ein Forscher, der unter dem Pseudonym ‘g0njxa’ bekannt ist, hat die Aktivitäten der Gruppe verfolgt und festgestellt, dass dieselben Kriminellen auch hinter der Aurora Stealer Malware stecken, die 2022 an Popularität gewann. Während Russland oft Cyberkriminalität innerhalb seiner Grenzen toleriert, solange keine russischen Ziele betroffen sind, führte ein Angriff auf eine Institution in der Region Astrachan im Mai zu einer strafrechtlichen Verfolgung.
Die Ermittler konnten feststellen, dass die drei Festgenommenen auch ein Botnetz entwickelt und verbreitet haben, das in der Lage ist, Sicherheitsvorkehrungen auf Zielsystemen zu deaktivieren. Die Behörden arbeiten nun daran, alle Komplizen zu identifizieren, was weitere Operationen wahrscheinlich macht.
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