LONDON (IT BOLTWISE) – Apple aktualisiert den iMac und das einstiegsnahe 14-Zoll MacBook Pro. Beide Systeme wechseln auf den M6-Chip und erhalten zusätzlich den N1 für neue Funkfunktionen. Beim iMac hängt das CPU/GPU- und Speicher-Maximum direkt an der Wahl der Thunderbolt-Ports. Vorbestellungen sind ab 28. Oktober möglich, die Auslieferung startet am 6. November.

Mit der Aktualisierung von iMac und Einstiegs-MacBook Pro verlagert Apple die Aufmerksamkeit wieder auf eine Kernbotschaft: Nicht nur mehr Leistung, sondern eine klarere Aufteilung der Chip-Kapazitäten nach Gerätesegment. Beide Rechner setzen künftig auf den M6, der zuvor bereits im Mac mini eingeführt wurde. Damit folgt Apple erneut einem Muster, bei dem eine Chip-Generation zunächst in einem kleineren System landet und anschließend in die Desktop- und Laptoplinie wandert. Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das: Wer ohnehin mit einem Apple-Silizium-Upgrade plant, bekommt nun zeitnah eine konsistente Plattform über mehrere Produktfamilien hinweg.
Technisch betrachtet ist besonders beim iMac die Konfiguration entscheidend, weil Apple den M6 in zwei Varianten mit unterschiedlicher Anschlussausstattung bereitstellt. Die Option mit „M6 chip with two Thunderbolt ports“ liefert dabei eine CPU mit 10 Kernen und eine GPU mit 10 Kernen. Entscheidet man sich dagegen für die Ausführung mit „M6 chip with four Thunderbolt ports“, steigen die Kernzahlen auf 12 Kerne bei CPU und GPU. Diese Differenzierung wirkt sich auch auf die Maximalwerte bei Arbeitsspeicher und Speicher aus: Die Zwei-Thunderbolt-Variante deckelt auf 24 GB RAM und 1 TB SSD, während die Vier-Thunderbolt-Variante bis zu 32 GB RAM und 2 TB SSD unterstützt. Beim 14-Zoll MacBook Pro gibt es derweil nur eine M6-Auswahl, nämlich mit 12-Core-GPU und 12-Core-CPU.
Im Vergleich zwischen den Generationen setzt Apple zudem konkrete Performance-Erwartungen. Für den Schritt vom M4 zum M6 nennt Apple beim Mac mini bis zu 40 Prozent schnellere CPU-Leistung, bis zu doppelt so viel Grafikleistung und nahezu fünfmal schnellere KI-Leistung „on device“. Wer den neuen iMac bestellt, dürfte laut dieser Logik sehr ähnliche Größenordnungen sehen, weil die Leistungsversprechen aus derselben Chipfamilie abgeleitet sind. Ergänzend dazu hebt Apple beim iMac auch die SSD-Anbindung hervor: Gegenüber dem M4-Modell seien bis zu doppelte Lese- und Schreibgeschwindigkeiten für das Laufwerk möglich. Beim MacBook Pro bleibt die Sprungweite dagegen überschaubar, weil der Vorgänger in dieser Einstiegsvariante bereits den M5 nutzte und die Aktualisierung damit eher eine einzelne Generation nach vorne schiebt.
Auch in Sachen KI-Subsystem macht Apple klare Aussagen, denn beim MacBook Pro verspricht der Hersteller bis zu 30 Prozent schnellere Grafiken sowie bis zu doppelte Leistung der Neural Engine. Das ist relevant, weil die Neural-Engine-Fähigkeiten häufig nicht nur für sichtbare Funktionen wie Bildverarbeitung, sondern auch für Assistenzfunktionen, Sprach- und Inferenz-Workloads im Hintergrund genutzt werden. Gerade bei einem kompakten 14-Zoll-Formfaktor ist das Zusammenspiel aus effizienter CPU/GPU-Last und einem darauf abgestimmten NPU-Teil entscheidend, um Performance über längere Nutzung hinweg ohne unnötige thermische Reserven auszuspielen. Apple signalisiert damit, dass die KI-Verbesserung nicht ausschließlich aus Rohleistung kommt, sondern auch aus der Optimierung der Hardwarepfade innerhalb der Plattform.
Neben dem M6 führt Apple außerdem den N1-Chip als Funkkomponente ein. Er steht für die neuere Funkgeneration: Wi‑Fi 7 und Bluetooth 6. Damit adressiert Apple vor allem ein Praxisproblem, das in vielen Heimumgebungen und Büroumgebungen erst mit dem Wechsel auf aktuelle Routerklassen sichtbar wird: stabile hohe Datenraten bei gleichzeitig geringer Latenz sowie ein verbessertes Zusammenspiel mit mehreren Bluetooth-Endgeräten. Beim iMac ergänzt Apple außerdem die Konfigurierbarkeit für Ethernet: Er lässt sich nun bis zu 2,5‑GbE ausrüsten. Das MacBook Pro bleibt dagegen ohne Ethernet-Anschluss, was in der Praxis typischerweise wieder über USB‑C-Dongles oder Docking-Lösungen gelöst wird.
Wichtig ist zudem: Äußerlich ändert sich bei beiden Geräten laut Apple nichts grundlegend. Der iMac bleibt optisch im Designkontext des aktuellen M4-Refreshs, das MacBook Pro wirkt ebenfalls wie sein unmittelbarer Vorgänger. Für IT-Abteilungen und Einkäufer ist das oft ein Vorteil, weil bestehende Freigaben, Umgebungsbilder und Arbeitsplatz-Setups weniger Anpassungen benötigen. Preislich positioniert Apple den iMac weiterhin über zwei Einstiegsoptionen: Die Zwei-Port-Variante startet bei 1.499 US-Dollar, die Vier-Port-Variante bei 1.699 US-Dollar. Das MacBook Pro mit M6 beginnt bei 1.999 US-Dollar. Pre-orders starten am 28. Oktober, die Auslieferung ist für den 6. November geplant.
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