CUPERTINO / LONDON (IT BOLTWISE) – Im Weihnachtsgeschäft muss Apple mit weiter explodierenden Speicherchip-Preisen kämpfen. Der Konzern senkte die Erwartungen für Marge und Produkteckdaten, während gleichzeitig der iPhone-Umsatz im Jahresvergleich um 17,5 Prozent zulegte. Neue Zahlen zur Bruttomarge und zum Bestellvolumen zeigen, wie stark der Einkaufskanal belastet wird. Parallel verschiebt Apple den Fokus Richtung KI-Ära und setzt auf ein iPhone-Ökosystem als zentrales „Drehkreuz“.

Apple startet in die Vorweihnachtsphase mit einem bemerkenswert zweigeteilten Bild: Auf der einen Seite steigen Umsatz und Gewinn im Quartalsvergleich spürbar, auf der anderen Seite bleibt der Preisdruck bei Speicherchips ein Belastungsfaktor, der sich direkt in der Profitabilität bemerkbar macht. Im frühen US-Handel fiel die Aktie am Dienstag um knapp drei Prozent, nachdem der Konzern beim Ausblick für das laufende Vierteljahr nicht die erhofften Akzente setzen konnte. Besonders im Fokus stand dabei die Frage, wie stark die Kostensteigerungen bei Speichermodulen tatsächlich durch Preisbewegungen, Mix-Effekte und Effizienzmaßnahmen abgefedert werden können.
Technisch betrachtet ist das Zusammenspiel aus Flash-/DRAM-Kosten und Gerätemix weniger abstrakt, als es in Analystenfolien wirkt: Ein hoher Speicheranteil im jeweiligen Produktprofil entscheidet mit darüber, wie viel Raum das Management hat, um Margenrückgänge zu begrenzen. John Ternus, der neue Apple-Chef, beschrieb den Kostenanstieg bei Speicherchips als beispiellos und verwies darauf, dass Apple zugleich versucht, den Effekt durch niedrigere Preise bei anderen Bauteilen zu kompensieren. Dennoch wuchs das Volumen der Produktionsaufträge innerhalb von drei Monaten um 33 Milliarden US-Dollar – ein Signal, dass Apple zwar einkaufstechnisch optimieren will, aber gleichzeitig weiter Kapazität absichern muss.
Entscheidend für das Weihnachtsquartal sind in diesem Kontext die konkreten Margen- und Ergebnisannahmen. Apple rechnet für das Weihnachtsquartal mit einer Bruttomarge von 45 bis 46 Prozent. Damit liegt die Erwartung spürbar unter dem Niveau, das im Frühjahr noch über der Marke von 50 Prozent lag, und sie trifft damit einen Punkt, an dem Anleger sehr genau hinschauen: Wird der Kostenanstieg in der Gerätefertigung durch Produktstrategie und Einkaufsvorteile geglättet, oder bleibt er als struktureller Druck bestehen? Der Konzern prognostizierte zugleich ein Umsatzplus zwischen 7 und 10 Prozent, also mehr Wachstum als viele Marktteilnehmer erwartet hatten, was die Rolle des Produkt-Mixes und die Dynamik im Servicegeschäft weiter in den Mittelpunkt rückt.
Beim iPhone-Geschäft liefert Apple dagegen eine deutlich solidere Entwicklung. Der Smartphone-Umsatz legte im Jahresvergleich um 17,5 Prozent auf 57,56 Milliarden US-Dollar zu, während Analysten im Schnitt rund eine Milliarde US-Dollar weniger erwartet hatten. Dass Apple für das Weihnachtsgeschäft keine konkrete Umsatzprognose zum iPhone selbst abgab, macht die laufenden Liefer- und Mix-Themen umso wichtiger – zumal mit dem September-Refresh traditionell die Weichen für die Nachfrage zu Weihnachten gestellt werden. In diesem Zyklus ergänzen vor allem teurere Modelle die Produktlinie, darunter das iPhone 18 Pro und das iPhone Duo, das erste aufklappbare Smartphone des Konzerns.
Gerade das iPhone Duo zeigt aber, wie schnell sich Marktmechanik in reale Planung übersetzt. Beim Verkaufsstart im Oktober, bei dem das Gerät laut den genannten Angaben deutlich über 2.000 Euro liegen kann, verschoben sich die Liefertermine nach wenigen Wochen in den Januar. Sabih Khan, der für das operative Geschäft zuständige Top-Manager, erklärte, es sei schwierig vorherzusagen, wie schnell sich Angebot und Nachfrage ausgleichen lassen. Für die Praxis bedeutet das: Selbst wenn die Nachfrage vorhanden ist, kann die verfügbare Stückzahl durch Fertigungs- und Komponentenengpässe den Umsatz-Hebel kurzfristig begrenzen – und damit die Grundlage für eine stabile Marge im Weihnachtsquartal schwächen.
Mit Blick auf die Management-Agenda steht zudem der Rollenwechsel im Hardware-Ressort im Raum. John Ternus hatte den Chefposten von Tim Cook mitten im Quartal übernommen und nutzte die erste Analystenkonferenz als neuer Konzernlenker, um eine klare Linie zu skizzieren: Technologie müsse die Welt besser machen, und Apple wolle dies über „kompromisslose Standards“ bei Qualität, Leistung, Design und Langlebigkeit erreichen. Besonders wichtig ist die Einordnung in die KI-Ära: Das iPhone soll als persönliches digitales Drehkreuz weiter im Zentrum stehen, über das Nutzer auf Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz zugreifen. Für Unternehmen heißt das: Wenn Apple die KI-Nutzung stärker über sein Endgerät-Ökosystem orchestriert, entscheidet sich der Wettbewerb um KI-Funktionen nicht nur in der Cloud, sondern auch in der Nutzerführung am Gerät.
Unterm Strich stieg der Apple-Quartalsumsatz um 12 Prozent auf 114,5 Milliarden US-Dollar, der Gewinn nahm ebenfalls um 12 Prozent auf 30,7 Milliarden US-Dollar zu. Kevan Parekh, Finanzchef, verwies dabei unter anderem auf Rückzahlungen von US-Importzöllen, nachdem das Oberste Gericht der USA einige Maßnahmen von Präsident Donald Trump gekippt hatte. Gleichzeitig blieb Apple bei Dienstleistungen und im Geschäft mit China unter den Erwartungen: Die Abgaben in mehreren Märkten, die der Konzern über den App Store vereinnahmt, wurden gesenkt, und in China zögern Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der schwächeren Gesamtwirtschaft bei teureren Anschaffungen. Damit ergibt sich ein klares Muster: Während das iPhone kurzfristig Momentum liefert, wird das Service- und Regionsthema zum entscheidenden Prüfstein – und der Speicherchip-Preis bleibt der wesentliche Kostenblock, an dem sich der Margenverlauf im Weihnachtsquartal entscheiden dürfte.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Apple trifft im Weihnachtsquartal der Preisdruck bei Speicherchips" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Apple trifft im Weihnachtsquartal der Preisdruck bei Speicherchips" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Apple trifft im Weihnachtsquartal der Preisdruck bei Speicherchips« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!