LONDON (IT BOLTWISE) – Apple bereitet im September die nächste Apple-Watch-Generation vor: Series 12 und Apple Watch Ultra 4 sollen vor allem bei Gesundheit, Fitness und Performance nachschärfen. Laut Mark Gurman laufen dazu bereits Tests mit mehreren Modellvarianten, darunter auch Wi‑Fi- und Mobilfunkvarianten. Im Mittelpunkt steht kein großer Design-Sprung, sondern ein spürbarer Update-Kern bei Chip und Schnelligkeit. Gleichzeitig bleibt offen, welche konkreten Funktionen zur Gesundheitsmessung in diesem Jahr neu hinzukommen.

Apple stellt die nächsten Modelle der Apple-Watch-Familie im September in Aussicht. Erwartet werden dabei die Apple Watch Series 12 sowie die Apple Watch Ultra 4, die sich dieses Mal weniger über ein neues Design profilieren als über Änderungen „im Inneren“. Damit setzt der Konzern eine Linie fort, die bei der Smartwatch-Reihe bereits seit einigen Generationen zu beobachten ist: Das äußere Erscheinungsbild bleibt häufig stabil, während Leistung, Sensorik und Software-Funktionen stückweise wachsen.
Konkreter wird es bei der Entwicklungs- und Testphase: Mark Gurman berichtet, dass Apple sich in einer „Late-stage testing“-Phase für drei neue Watch-Modelle befindet. Dazu zählen eine Wi‑Fi-only und eine Cellular-Variante der Apple Watch Series 12 sowie die Apple Watch Ultra 4. Für Nutzer bedeutet das vor allem eines: Die Formfaktoren und das Gesamtpaket wirken bereits weitgehend eingefroren, sodass in den verbleibenden Wochen eher Feinschliff, Stabilität und Funktionsvalidierung im Vordergrund stehen dürften.
Im Kern wird für dieses Jahr allerdings kein „major design overhaul“ erwartet. Stattdessen verschiebt Apple den Schwerpunkt auf Gesundheit und Fitness sowie auf spürbar schnellere Abläufe. Gurman nennt dabei zwei Themenkomplexe, die in der Praxis oft mehr Unterschied machen als eine reine Designänderung: erstens die Weiterentwicklung von Tracking-Funktionen und zweitens eine längst erwartete Leistungssteigerung durch einen neuen Chip. Gerade bei Wearables entscheidet die Kombination aus Reaktionszeit, Basis-Optimierung und Energiehaushalt darüber, ob sich Funktionen im Alltag wirklich „flüssig“ anfühlen.
Technisch interessant ist die Einordnung des Chip-Themas: Die letzte Phase, in der Apple offenbar einen tatsächlich neuen Prozessor in die Apple-Watch-Reihe gebracht hat, wird für die Apple Watch Series 9 und die Apple Watch Ultra 2 im Jahr 2023 verortet. Gurman zufolge hat Apple anschließend zwar Chips in jeder Generation „umbenannt“, aber die Leistung sei im Ergebnis weitgehend gleich geblieben. Diese Differenz zwischen Marketing-Name und echter Leistungsbasis ist für Enterprise- und Security-orientierte Käufer nicht nur relevant für Benchmarks, sondern auch für die Systemstabilität: Mehr Speed bei unveränderten Komponenten kann bedeuten, dass App-Pipelines, Sensor-Workflows und Hintergrundprozesse effizienter getaktet werden.
Beim Gesundheits- und Fitness-Feature-Set bleibt die konkrete Funktionsliste bislang lückenhaft. Gurman verweist auf Verbesserungen beim Health- und Fitness-Tracking allgemein, während die Detailtiefe unklar bleibt. Zusätzlich kommt aus der Branche der Hinweis, dass Apple an einer neuen Version seiner Funktion zur Benachrichtigung bei hohem Blutdruck arbeitet. Unabhängig davon zeigt die Mischung aus „allgemeinen Verbesserungen“ und einzelnen hardware-nahen Features, wie Apple typischerweise vorgeht: Erst validieren, dann fein ausrollen – und dabei vermeiden, zu früh zu viel zu versprechen.
Auch das Produkt-Lineup wird eingeordnet: Ein neues Apple-Watch-SE-Modell sei für dieses Jahr zumindest nicht geplant, so wie es Gurman aus seinen Gesprächen herausgehört hat. Das ist aus Marktsicht bemerkenswert, weil die SE-Reihe zuletzt mit größeren Updates aufgewertet wurde – unter anderem mit Always-on Display und besserer Performance. Wenn Apple die SE-Strategie bis nächstes Jahr bzw. später zurückstellt, signalisiert das eine klare Priorisierung: Series und Ultra erhalten die Aufmerksamkeit, während der günstigere Einstieg eher im Rhythmus der letzten Generation bleibt.
Abseits der diesjährigen Revisionen beschreibt Gurman zudem größere Vorhaben für die Folgejahre. Genannt wird eine „bigger rethink“ der Apple Watch, die allerdings eher noch ein Jahr oder zwei dauern könnte. Parallel wird weiter an einer Blutzucker-Erkennung gearbeitet, die später in diesem Jahrzehnt auf den Markt kommen soll – ein Projekt, das auf eine Idee aus der Zeit von Steve Jobs zurückgeht. Für Technikverantwortliche und Power-User heißt das: Wer heute zwischen Ultra und Series entscheidet, sollte die nächsten Schritte in Richtung zukünftiger Sensor-/Messverfahren im Blick behalten, auch wenn sich der unmittelbare Sprung im September eher auf Chip, Geschwindigkeit und ausgewählte Health-Fortschritte konzentriert.
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