SANTA CLARITA VALLEY / LONDON (IT BOLTWISE) – Wer aus einer Wiese eine Treffpunkt-Zone macht, setzt auf Maße, Lage und Details, die auch nach dem fünften Spiel noch funktionieren. Exmark geht dafür mit dem Landschaftsdesigner Doug Scott (Redeem Your Ground) in ein neues Video: Von der passenden Grundfläche über Schattenplanung bis zur Beleuchtung für den Abend. Im Fokus steht eine “zonenfähige” Fläche für Spiele wie Kubb, Cornhole oder Bocce. Entscheidend ist dabei weniger Deko als die Kombination aus Spielfläche, Komfort und sicherer Anbindung an Haus und Terrasse.

Eine gute Grillrunde lebt oft von der nächsten kleinen Herausforderung. Genau deshalb wird aus einem Gartenabschnitt erst dann ein echtes Erlebnis, wenn sich ein vielseitiger Spielbereich konsequent planen lässt. Exmark kombiniert in einer neuen Videoreihe die Perspektive eines Herstellers für Außenanlagen mit der Expertise des Landschaftsdesigners Doug Scott von Redeem Your Ground. Der Kern: Ein Hinterhof darf nicht nur “irgendwie” funktionieren, sondern muss in Größe, Lage und Ausstattung zu wiederkehrenden Spielrhythmen passen. Besonders sinnvoll ist dabei ein Ansatz, bei dem sich der Raum wie eine natürliche Erweiterung der Bereiche anfühlt, an denen Menschen ohnehin zusammenkommen.
Technisch betrachtet beginnt alles mit der Geometrie der Spielfläche. Für Kubb nennt Scott als Beispiel eine sehr platzsparende Mindestgröße von etwa 16 mal 26 Fuß. Wer größere Spielvarianten wie Cornhole oder sogar Fußball-Elemente einplanen will, sollte hingegen eher Richtung 40 mal 60 Fuß denken. Zusätzlich spielt die Topografie eine Rolle: Ideal ist ebener Untergrund, damit Würfe und Rollen keine unnötige Verzerrung bekommen. Ebenso relevant ist Schatten während der Peak-Zeit am Nachmittag, damit Hitze nicht das Ende der Spiele erzwingt. Diese Abwägung ist vergleichbar mit dem Grundprinzip in der Betriebsplanung: Kapazität ohne passende Bedingungen ist nur theoretisch nutzbar.
Damit die Motivation nicht an “Logistik” scheitert, sollte die Lage zwischen Haus und Privatbereich austariert werden. Scott betont, dass der Spielbereich nah genug am Wohnhaus sein sollte, sodass niemand für kurze Pausen lange Wege einplant – etwa für Toilettengänge oder Getränkeflaschen. Gleichzeitig darf der Lärm lateinamerikanisch formuliert nicht “in die Schlafzimmer durchschlagen”: Mit Abstand zu Ruhebereichen reduziert man, dass Abende ungewollt eskalieren. Achten sollten Hausbesitzer außerdem auf overhead utility lines, freiliegende Baumwurzeln und Zäune, die den Spielfluss unterbrechen können. Nebenbei: Diese Planung vermeidet nicht nur Ärger, sondern macht spätere Umbauten auch weniger aufwendig.
Bequemes Sitzen entscheidet in der Praxis über Tempo und Atmosphäre – und damit über die Aufenthaltsqualität. Für mobile Sets empfiehlt Scott eine Cluster-Lösung aus Adirondack Chairs mit einem kleinen Beistelltisch. Durch die Ausrichtung kann man die Hauptansicht so wählen, dass die Sonne in der spielintensiven Zeit eher hinter den Zuschauern steht. Wer eine stabilere Lösung will, setzt auf eine L- oder U-förmige, eingebaute Bank am Rand: Sie rahmt den Bereich, lässt sich mit Kissen kombinieren und unterstützt das “Dabeibleiben” zwischen den Runden. Für noch mehr Funktionstiefe kann ein Picknicktisch zusätzlich als Ablage für Speisen und Getränke dienen, während er zugleich als natürlicher Mittelpunkt wirkt.
Auch die “harten” Faktoren für spontane Nutzung sind entscheidend: Stauraum und Zugang. Der Ansatz “Alles steht bereit” ist nicht nur Komfort, sondern ein Trigger für tatsächliche Nutzung, weil niemand erst nach Taschen, Würfeln und Spielregeln suchen muss. Scott nennt exemplarisch Speicherbänke oder maßgefertigte Bin-Locker. Entscheidend ist die Nähe: Wenn Ausrüstung griffbereit am Rand des Spielbereichs liegt, wird aus Planung weniger Aufwand. Darüber hinaus verbessert Licht die Nutzbarkeit jenseits der Dämmerung. Warmes, blendfreies Licht hält die Stimmung, ohne Spieler zu irritieren. Praktisch funktioniert eine gestaffelte Strategie: Warmes String-Lighting in etwa 10 Fuß Höhe, solarbetriebene Laternen am Rand und ein ausgeleuchteter Pfad zurück zur Terrasse – ein Sicherheitsplus und zugleich ein Signal, dass hier gerade etwas los ist.
Die nächste Ebene ist die Umwandlung der Fläche in einen “Outdoor-Raum”. Landschaftsgestaltung wirkt hier wie ein Interface: Sie macht klar, wo das Spiel beginnt und endet, und sie schützt den Ablauf. Scott empfiehlt niedrige Sträucher oder Ziergräser seitlich, weit außerhalb der eigentlichen Spiellinie. Das definiert den Bereich, schafft einen gewissen Sichtschutz und verhindert, dass die Aktion optisch zerfällt. Für saubere Kanten eignen sich natürliche Steine, Holz- oder Timber-Border, Pflastersteine oder Ziegel – alles, was eine klare Umrandung liefert. Schattenbäume am passenden Eck, etwa im Südwesten, sind dagegen eine langfristige Investition. Ebenso wichtig ist der Wasserabfluss: Ein Rain Garden oder ein Dry Creek Bed reduziert Schlamm nach Starkregen.
Bei der Ausführung gibt es außerdem mehrere Sicherheits- und Robustheitsdetails, die man leicht übersieht. Scott rät davon ab, Mulch direkt an die Spielzone angrenzen zu lassen, weil er wandert und damit das Spielfeld “verunreinigt”. Auch Dornensträucher sollten nicht als Randbepflanzung genutzt werden, wenn Bälle oder Gäste unkontrolliert abdriften können. Historisch betrachtet ist das ein wiederkehrendes Muster: Viele Gärten wirken im ersten Sommer gut, scheitern aber später an Regen, Bodenbewegung oder fehlender Kantenlogik. Wer heute Drainage und Kanten definiert, reduziert Folgekosten für Nacharbeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das System über mehrere Saisons stabil bleibt. Genau das ist mit “Over a few seasons dialed in” gemeint.
Vom Markt her lohnt ein Blick auf die Wettbewerbslandschaft: Während Exmark stark auf die Praxisnähe im Gartenbetrieb setzt, werben andere große Player im Rasen- und Pflegeumfeld wie Husqvarna oder STIHL traditionell eher über Geräte und Service statt über Spielraum-Design. Für Hausbesitzer bedeutet das: Wer Zubehör, Pflege und Beleuchtung ohnehin plant, kann die Design-Entscheidungen mit dem Equipment-Zyklus abstimmen. Eine sachliche Marktbeobachtung lautet: Garten- und Outdoor-Lösungen werden zunehmend “systemisch” verkauft – mit Fokus auf Zugänglichkeit, Wartungsfreundlichkeit und modularer Erweiterbarkeit. Mittel- bis langfristig könnten auch smarte Steuerungen für Licht und Bewässerung stärker in solche Konzepte hineinspielen, allerdings immer unter der Prämisse, dass Sicherheitsvorgaben für Außeninstallationen und Energieversorgung eingehalten werden.
Der wichtigste Ausblick ist deshalb weniger Technikmagie als ein wiederholtes Feinjustieren. Scott bringt es auf den Punkt, indem er betont, dass die besten Game Spaces erst über mehrere Saisons “abgestimmt” werden: Man lernt, wie oft bestimmte Spiele wirklich gespielt werden, welche Wege sich im Alltag bewähren und wo Komfort fehlt. Jedes Update macht den Raum ein Stück einladender und passgenauer. Für die nächste Phase heißt das: Wer jetzt misst, Lichttemperaturen und Blendwirkung prüft sowie Drainage testet, schafft die Grundlage für nachhaltige Anpassungen. Damit wird der Hinterhof nicht nur im Sommer, sondern auch in kühleren Monaten mit einem Fire Pit außerhalb der Umrandung zur wiederkehrenden Plattform für Gemeinschaft.
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