LONDON (IT BOLTWISE) – Institutionen stehen vor der Herausforderung, Bitcoin sicher zu verwahren, während sie gleichzeitig hohe Gebühren für vermeintliche Sicherheit zahlen. Die traditionelle Vorstellung von Sicherheit durch Verwahrstellen wird durch die Eigenschaften von Bitcoin infrage gestellt. Die Technologie bietet neue Möglichkeiten der Governance, die direkt in die Blockchain integriert sind.

Bitcoin: Institutionen zahlen für vermeintliche Sicherheit
Bitcoin: Institutionen zahlen für vermeintliche Sicherheit (Foto: IT BOLTWISE)
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In der Welt der Kryptowährungen, insbesondere bei Bitcoin, stehen Institutionen vor einer grundlegenden Herausforderung: der sicheren Verwahrung ihrer digitalen Vermögenswerte. Traditionell verlassen sich Institutionen auf große, regulierte Verwahrstellen, um Sicherheit zu gewährleisten. Doch bei Bitcoin, einem sogenannten Inhaberwert, wird diese Annahme auf den Kopf gestellt. Die Kontrolle über Bitcoin wird durch kryptografische Schlüssel definiert, nicht durch Kontozugangsdaten. Jede Transaktion ist endgültig und kann nicht rückgängig gemacht werden, was die traditionellen Sicherheitsmechanismen obsolet macht.

Viele Institutionen zahlen dennoch hohe Gebühren an Verwahrstellen, um eine vermeintliche Sicherheit zu erlangen. Diese Verwahrstellen bündeln Vermögenswerte und teilen Schlüssel, was das Risiko erhöht, anstatt es zu mindern. Bei einem Systemausfall stehen die Kunden vor dem gleichen Engpass: Ein einzelner Verwahrer hält die Vermögenswerte vieler Parteien, mit begrenzter Möglichkeit, alle zu entschädigen. Diese Konzentration schafft Anreize für technische Kompromisse, interne Fehler oder regulatorische Eingriffe.

Die Lösung könnte in der direkten Integration von Governance in die Bitcoin-Blockchain liegen. Moderne Bitcoin-Skripte ermöglichen es, Verwahrungsmodelle zu entwickeln, die den tatsächlichen organisatorischen Bedürfnissen entsprechen. Institutionen können mehrere Stakeholder für Transaktionen erforderlich machen, Zeitverzögerungen durchsetzen und Wiederherstellungspfade definieren. Diese Regeln werden deterministisch auf der Blockchain durchgesetzt, was das Risiko erheblich verändert.

Ein weiterer Aspekt ist die Versicherung. Oft wird sie als ultimative Absicherung dargestellt, doch in der Praxis fällt sie häufig hinter den Erwartungen zurück. Die Versicherung deckt oft nur einen Bruchteil der Verluste ab und hängt stark von der Art des Vorfalls und den internen Kontrollen des Verwahrers ab. Im Gegensatz dazu sind individuell kontrollierte, richtliniengesteuerte Bitcoin-Wallets für Versicherer einfacher zu bewerten, da das Risiko isoliert und die Kontrollen transparent sind.

Die Abhängigkeit von Anbietern stellt ein weiteres Risiko dar. Ausfälle von Verwahrstellen, politische Änderungen oder regulatorische Eingriffe können den Zugang zu Vermögenswerten vorübergehend einschränken. Mit Onchain-Open-Source-Verwahrungssystemen bleibt die Kontrolle bei der Institution, selbst wenn ein Dienst verschwindet. Die Blockchain ist der Ort der Kontrolle, nicht die Infrastruktur eines Unternehmens.


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