LONDON (IT BOLTWISE) – Neue On-Chain-Auswertungen deuten darauf hin, dass Bitcoin den Bereich eines potenziellen Tiefs erreicht. Gleichzeitig sprechen sinkende Spot- und spekulative Futures-Nachfrage sowie schwache ETF-Zuflüsse dafür, dass die Bodenbildung noch nicht bestätigt ist. Damit verschiebt sich das Bild von einem möglichen Zyklusende hin zu einer Phase, in der vor allem die Wiederbelebung der Nachfrage entscheidet, ob es nachhaltig aufwärts gehen kann.

Bitcoin steht nach erneuter Schwächephase an einer interessanten Schnittstelle: Auf On-Chain-Ebene finden sich Signale, die zumindest zeitweise für eine Stabilisierung sprechen, während klassische Nachfrageindikatoren eher bremsen. In einer aktuellen Auswertung wird argumentiert, dass das Marktverhalten zwar auf eine Annäherung an zyklische Tiefpunkte hindeutet, die Bestätigung für eine Bodenbildung aber noch aussteht. Gerade für Unternehmens- und Risikoverantwortliche ist dieser Unterschied entscheidend, weil „Valuation Floor“-Signale ohne stabile Nachfrage häufig nur die Grundlage für Seitwärtsphasen schaffen – nicht zwingend für einen nachhaltigen Rebound.
Technisch basiert die Argumentation vor allem auf dem Konzept des „Realized Price“: Dabei wird der aggregierte Kostenbasis-Stand derjenigen Marktteilnehmer betrachtet, deren Bitcoins zu unterschiedlichen Zeitpunkten bewegt wurden. Wenn der aktuelle Preis in die Nähe dieses Realized-Preis-Niveaus rückt, kann das historisch ein Umfeld markieren, in dem Kapitulation bei Verkäufern nachlässt und sich Käufer wieder stärker positionieren. Laut der aktuellen Einschätzung bewegt sich Bitcoin rund 9 % über dem Realized-Preis von etwa 53.600 US-Dollar. In der Historie kam es in früheren Bärenphasen häufig zu Tiefpunkten nahe diesem Anker, mit einer Ausnahme, die im Kontext des FTX-Kollapses 2022 diskutiert wurde.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass On-Chain-Daten allein nicht reichen, um eine Trendwende als „bestätigt“ zu bewerten. Der zweite Teil der Analyse richtet den Blick auf die Nachfragebedingungen: Sowohl Spot-Nachfrage als auch spekulative Nachfrage über Futures schrumpfen. In der betrachteten Woche wird von einem deutlichen Rückgang der Gesamt-Nachfrage (inklusive Futures und sichtbar am Spot) gesprochen, der seit Anfang 2022 am stärksten gewesen sein soll. Auch langfristige Spot-Nachfrageindikatoren, die als Wachstum über ein Jahr interpretiert werden, sind demnach in den negativen Bereich gefallen. Genau diese Kombination ist für eine bullische Umkehr kritisch, weil sie zeigt, dass Käuferseite und „Risk Appetite“ noch nicht wieder anziehen.
Für den Markt bedeutet das: Wenn Nachfrageindikatoren rückläufig sind, kann ein Preisniveau zwar „halten“, aber es fehlt häufig der interne Treiber, der Liquidität systematisch nach oben zieht. In der Auswertung wird deshalb auch die Logik der Preisinterpretation verschoben: Das Niveau sollte eher als Kandidat für einen Bewertungsboden verstanden werden, nicht als bestätigtes Zyklus-Tief. Besonders relevant ist hier, dass Realized Losses bei Inhabern noch nicht die typische Kapitulationsdynamik erreichen. Anders gesagt: Der Markt hat zwar viel geliefert, aber es fehlt der Moment, in dem Verkäufer weitgehend „erschöpft“ sind. Genau dieses Muster gilt in früheren Zyklen oft als Voraussetzung für eine robustere Erholung.
Ein weiterer Belastungsfaktor liegt aus Sicht der institutionellen Flows im US-Spot-ETF-Segment. Berichten zufolge verlangsamt sich das Wachstum der ETF-Nachfrage über 30 Tage in einer Weise, die als ungewöhnlich negativ bewertet wird – ein Zustand, der eher zu Netto-Verkäufen und damit zu zusätzlichem Angebotsdruck passt. Dieser Punkt wirkt wie ein Zündunterbrecher: Selbst wenn die On-Chain-Bewertung kurzfristig „günstig“ wirkt, kann die institutionelle Nachfrage fehlen, um den Preis in eine neue, nach oben gerichtete Liquiditätsspirale zu bringen. Vergleichbare Kennzahlen werden auch von anderen Datenhäusern wie Glassnode, Coin Metrics oder IntoTheBlock genutzt, wobei die Gewichtung der Nachfragekomponenten je Anbieter leicht variiert.
Historisch ist die gegenwärtige Konstellation deshalb besonders „typisch“ und zugleich riskant. Bärenmärkte erzeugen häufig mehrere „false bottom“-Phasen, in denen Realized-Preis-nahe Niveaus kurzfristig stabilisieren, während Futures und Spot-Nachfrage noch schwächeln. Technisch gesehen kann der Markt in solchen Phasen zwischen verschiedenen Gleichgewichten wechseln: Der Realized-Price-Anker verändert sich nur langsam, während Nachfrageindikatoren deutlich schneller reagieren, etwa auf makroökonomische Zins- und Liquiditätserwartungen oder auf Risikoaversion. Aus Investorensicht bedeutet das: Wer nur auf Preis und Realized-Preis schaut, übersieht, wie sich kurzfristige und mittelfristige Käuferkraft in den Orderbüchern und Derivatemärkten „einfriert“.
Für Unternehmen und Entwickler entsteht daraus eine klare Handlungslogik. Erstens sollten Treasury- oder Risiko-Teams ihre KI-gestützten Dashboards um Nachfrage- und Flow-Signale ergänzen, nicht nur um Bewertungsmetriken. Zweitens ist die Datenqualität kritisch: On-Chain-Indikatoren benötigen saubere Adress-Clusterung, korrekte Abgrenzung von Austausch- und Wallet-Typen sowie robuste Zeitfenster. Drittens müssen Sicherheits- und Compliance-Aspekte mitgedacht werden, wenn Unternehmen auf Basis solcher Daten handeln: Wallet-Management, Schlüsselhygiene, Zugriffsrechte und die Absicherung von Handels-Workflows sind genauso relevant wie die Modellgenauigkeit. Gerade in einem Umfeld, in dem ein „Floor“-Niveau noch nicht bestätigt ist, sind Fehlentscheidungen teuer.
Der Ausblick hängt damit weniger von der Frage ab, ob Bitcoin „irgendwann“ seinen Tiefpunkt findet, sondern davon, ob die Nachfragebedingungen wieder drehen. Die zentrale Erwartung aus der aktuellen Analyse ist, dass bis zur Stabilisierung der Gesamt-Nachfrage, zu erholenden ETF-Zuflüssen und zu einem Capitulaton-ähnlichen Peak bei Realized Losses das aktuelle Niveau als Bewertungsboden, nicht als gesichertes Zyklusende gelten sollte. In der nächsten Phase dürfte daher jede Verbesserung bei Spot-Nachfrage und Futures-Long-Nachfrage besonders beobachtenswert sein. Sollte sich dieser Trend bestätigen, hätten Händler und Investoren ein klareres Timing für einen Rebound; bleibt er aus, ist eine Fortsetzung von Volatilität oder Seitwärtsbewegung weiterhin wahrscheinlich.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Bitcoin kurz vor Boden? On-Chain-Optimismus trifft auf schwache Nachfrage" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Bitcoin kurz vor Boden? On-Chain-Optimismus trifft auf schwache Nachfrage" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Bitcoin kurz vor Boden? On-Chain-Optimismus trifft auf schwache Nachfrage« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!