LONDON (IT BOLTWISE) – Bitcoin pendelt am 1. August nahe der 63.000-Dollar-Marke, nachdem US-Spot-Bitcoin-ETFs rund 265 Millionen US-Dollar netto abgeführt bekamen. Technisch liegt der Kurs knapp unter einem 78,6%-Fibonacci-Level bei 63.150 US-Dollar, während Momentum-Indikatoren eher Verkäufer begünstigen. In der Marktlandschaft rücken außerdem Liquidationszonen um 62.000 und 65.000 US-Dollar in den Fokus, weil Hebelpositionen dort besonders anfällig sind. Parallel beobachten Trader politische Verhandlungen zum CLARITY Act in Washington, die laut Marktpreisen aktuell wenig Rückenwind erwarten lassen.

Bitcoin rutscht nach ETF-Abflüssen unter 63.000 US-Dollar – technische Signale im Fokus
Bitcoin rutscht nach ETF-Abflüssen unter 63.000 US-Dollar – technische Signale im Fokus (Foto: IT BOLTWISE)
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Am 1. August zeigte Bitcoin (BTC) in der US-Handelsphase nur zögerliche Erholung: Der Kurs pendelte um etwa 63.082 US-Dollar und fiel im Zuge des jüngsten Verkaufsdrucks zeitweise sogar kurz unter die 63.000-Dollar-Marke. Für viele Trader ist das weniger ein isolierter Ausrutscher als ein Test der kurzfristigen Nachfrage. Denn die jüngste Chart-Erholung vom Juli-Hoch nahe 66.900 US-Dollar wurde weitgehend wieder eingeebnet, während Käufer derzeit vor allem knapp oberhalb zentraler technischer Marken ansetzen müssen.

Besonders relevant ist dabei die Positionierung um 63.150 US-Dollar: Auf dem Tageschart liegt Bitcoin direkt unter dem 78,6%-Fibonacci-Retracement-Niveau, das aus der Bewegung vom Mai-Peak bei 82.492 US-Dollar zum Tief im Juni bei 57.884 US-Dollar abgeleitet ist. Fällt der tägliche Schlusskurs unter 63.150 US-Dollar, würde das aus Marktsicht bestätigen, dass Käufer das Retracement nicht verteidigen konnten. In der Folge rückt laut Szenario zunächst der Bereich um 62.000 US-Dollar in den Fokus; wenn der Druck zunimmt, könnte anschließend das psychologische 60.000-Dollar-Level verstärkt getestet werden. Hält Bitcoin dagegen die aktuelle Zone, bleibt Raum für eine Konsolidierungsphase – allerdings erst mit einer Rückeroberung über 64.000 US-Dollar lassen sich kurzfristige Verkaufsimpulse tendenziell entschärfen.

Dass das Momentum derzeit nicht auf der Käuferseite steht, unterstützen mehrere Indikatoren. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf Tagesbasis fiel auf 45,12 und liegt damit unter dem gleitenden Durchschnitt von 51,99; in der Quelle wird explizit betont, dass das Niveau noch nicht im klassischen Überverkauft-Bereich liegt. Auch der MACD liefert ein bearishes Bild: Die MACD-Linie liegt unter der Signal-Linie, der Histogrammbereich befindet sich bei etwa -218,84. Auf der 4-Stunden-Ebene handelt Bitcoin zudem unterhalb des Bollinger-Band-Mittelpunkts bei 63.886 US-Dollar und bewegt sich nah an der unteren Bandgrenze bei 62.489 US-Dollar; die obere Bandgrenze um 65.284 US-Dollar markiert dabei die erste größere Volatilitäts-resistente Barriere. Ergänzend zeigt der Chaikin Money Flow auf 4-Stunden-Basis einen Wert von -0,22, was im Kern heißt: Kapital verlässt Bitcoin in dieser Phase, wodurch Rebound-Versuche kurzfristig an Durchschlagskraft verlieren.

Damit trifft sich technisches Verhalten mit einem fundamentalen Druckfaktor aus dem US-Produktregime: Für US-Spot-Bitcoin-ETFs werden am 31. Juli rund 265 Millionen US-Dollar nettoabflüsse genannt. Dabei fällt vor allem der Abfluss beim iShares Bitcoin Trust von BlackRock mit etwa 123 Millionen US-Dollar ins Gewicht; Fidelitys FBTC folgte mit ungefähr 54,8 Millionen US-Dollar. In der Summe beendete der Abfluss eine zweitägige Zuflussserie, was auf eine fragile institutionelle Nachfrage zu Beginn des August hindeutet. Gleichzeitig wird die Gesamtgröße der US-Spot-ETFs mit etwa 76,29 Milliarden US-Dollar beziffert, entsprechend rund 6,04% der Marktbewertung von Bitcoin. Für Marktteilnehmer ist das insofern wichtig, als anhaltende Abflüsse Liquidität entziehen können, selbst wenn technische Marken kurzfristig stabil wirken.

Neben Charts und ETF-Strömen bleibt auch das politische Umfeld ein handelbarer Taktgeber. Trader verfolgen laut Quelle die Verhandlungen in Washington rund um den CLARITY Act: Im Text heißt es, dass die Administration eine bereits als ethisch eingeordnete, parteiübergreifende Vorlage prüfen soll, während Gesetzgeber versuchen, genug Zustimmung zu organisieren, um die Gesetzesinitiative vor der August-Pause im Senat voranzubringen. Auf einer Prediction-Platform wurden für 2026 nur rund 27% Wahrscheinlichkeit für eine Gesetzeswerdung eingepreist; solche Odds gelten in der Darstellung eher als Reflex von Positionierung als als verlässliche Legislationsprognose, zeigen aber, dass das Vertrauen in eine schnelle Einigung aktuell begrenzt ist.

Technisch werden außerdem Liquidationen als kurzfristiger Pfadmarker sichtbar gemacht. Die einwöchige Liquidations-Heatmap weist laut Quelle große Konzentrationen gehebelter Positionen auf beiden Seiten des aktuellen Preises aus. Unten liegt demnach der nächste Cluster bei etwa 62.000 US-Dollar: Ein Bruch der 4-Stunden-Unterkante des Bollinger-Bands bei 62.489 US-Dollar könnte Bitcoin in Richtung dieses Bereichs ziehen, weil Long-Positionen bei Bewegung zunehmend geschlossen werden müssten. Eine kleinere Konzentration nahe 63.300 US-Dollar könnte dagegen bei einem Rebound als Zwischenziel wirken. Oberhalb davon liegen die stärkeren Short-Liquidationszonen im Bereich von etwa 65.000 bis 66.000 US-Dollar; zudem wird beschrieben, dass ein Liquiditätssweep nicht automatisch die Kursrichtung garantiert – Bitcoin könnte erst Liquidität unter 63.000 abräumen, bevor sich ein Versuch zur Rückkehr startet, insbesondere solange Money Flow negativ bleibt.

Ob es in Richtung 65.000 US-Dollar geht, hängt in der Quelle an mehreren Triggern: Bitcoin müsste zunächst den 4-Stunden-Bollinger-Mittelpunkt bei 63.886 US-Dollar zurückerobern, um überhaupt ein erstes technisches Erholungssignal zu etablieren. Ein Schritt über 64.000 US-Dollar würde den Weg Richtung 65.284 US-Dollar öffnen – also zur oberen Bollinger-Band-Grenze. Wird dieser Bereich „gecleart“, könnten kurzfristige Short-Liquidationen die Bewegung beschleunigen und ein erneutes Testen von 65.800 bis 66.000 US-Dollar plausibel machen. Für eine breitere Erholung wäre es aber entscheidend, dass Bitcoin nicht nur markenbasiert „hochreboundet“, sondern auch über das Juli-Hoch nahe 66.900 US-Dollar sowie über das 0,618-Fibonacci-Level bei 67.284 US-Dollar kommt. Zusätzlich wird ein TD-Sequential-Sell-Signal auf dem 3-Tages-Chart erwähnt; dazu sagte Ali Martinez: „Bitcoin is flashing a warning sign, “ und ergänzte, dass das Signal kurz vor dem Start des August aufgetreten sei. Der Text stellt zugleich klar, dass TD Sequential eine Trendermüdung identifizieren soll, jedoch nicht allein eine unmittelbare Abwärtsbestätigung liefert. Entscheidend bleiben daher die unmittelbaren Reaktionen bei 63.150 US-Dollar, die ETF-Nachfrage sowie die Entwicklung rund um den CLARITY Act: Ein anhaltender Bruch unter 62.000 würde die Ausgangslage weiter verschlechtern und Platz für Tests des 60.000-Niveaus lassen; bei Erholung über 65.284 würde hingegen der kurzfristige Bearish-Druck nachlassen und der Blick stärker auf 67.284 gehen.


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