LONDON (IT BOLTWISE) – Neun große Institutionen im Bitcoin-Ökosystem kündigen eine gemeinsame Initiative an, die langfristige Sicherheitsarbeit mit insgesamt 15 Millionen US-Dollar über drei Jahre absichern soll. Im Fokus stehen Abwehrkonzepte gegen zukünftige Quantenangriffe auf die heute verwendete Kryptografie. Die Mittel fließen jedoch nicht in einen zentralen Pool, sondern werden von jedem Mitglied selbst für die ausgewählten Projekte gesteuert. Damit soll die Forschung für post-quantenfähige Signaturen beschleunigt werden, ohne die dezentrale Codebasis von Bitcoin direkt zu beeinflussen.

Bitcoin steht seit der Einführung seiner Kernkryptografie unter einem klaren Sicherheitsversprechen: Wer einen Wallet-Privatschlüssel besitzt, kann Transaktionen autorisieren, die ohne vertrauenswürdige Dritte im Netzwerk verifiziert werden. Genau hier setzt das neu gestartete „Bitcoin Security Consortium“ an: Neun institutionelle Akteure wollen über die kommenden drei Jahre insgesamt 15 Millionen US-Dollar für langfristige Sicherheitsarbeit bereitstellen, einschließlich „Verteidigung“ gegen Quantencomputer. Zu den Mitgliedern zählen BlackRock, Coinbase, Strategy, Anchorage Digital, ARK Invest, Block, Blockstream, Fidelity Digital Assets und Galaxy.
Besonders bemerkenswert ist das Koordinierungsmodell. Die operative Abstimmung liegt bei Mike Schmidt, Executive Director von Brink, einer gemeinnützigen Organisation, die Open-Source-Entwickler im Bitcoin-Umfeld finanziert. Schmidt übernimmt dabei die Rolle als freiwilliger Koordinator; die Initiative bündelt die Mittel allerdings ausdrücklich nicht in einen gemeinsamen Fonds. Stattdessen entscheidet jedes Mitglied selbst, welches Team, welche Forschungsgruppe oder welche Organisation gefördert wird. Gleichzeitig legt das Konsortium Wert darauf, keine konkreten Änderungen am Bitcoin-Quellcode zu pushen und auch nicht für die dezentrale Entwicklergemeinde zu sprechen.
Technisch betrachtet hängt die Verwundbarkeit von Bitcoin weniger mit „Magie“ als mit einem sehr konkreten Kryptografie-Baustein zusammen: Bitcoin nutzt derzeit elliptische Kurvenkryptografie (Elliptic Curve Cryptography). Diese Mathematik ermöglicht es, dass der Besitz des Privatschlüssels eine Signatur erzeugt, die der Netzwerk-Validator aus der öffentlichen Information prüfen kann, ohne den Schlüssel selbst offenzulegen. Das Problem entsteht hypothetisch, wenn ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer in der Lage wäre, aus der öffentlichen Schlüsselinformation die entsprechende private Schlüsselinformation rückzuwärts abzuleiten. In der Praxis bedeutet das: selbst bei korrekten Transaktionsverläufen könnten zukünftige Angreifer alte Wallet-Zugriffe rekonstruieren und damit Gelder gefährden.
Dass Quantenrisiken längst in der IT-Landschaft angekommen sind, spiegelt sich auch in den genannten Zeit- und Gefahrenabschätzungen wider. ARK Invest hatte zuvor geschätzt, dass rund 35% des gesamten Bitcoin-Angebots in Adressen liegen, die aus heutiger Sicht potenziell anfällig für einen späteren Quantenangriff wären. Daneben verweist der Text auf Forschungsarbeiten im Umfeld von Project Eleven und nennt „Q-Day“ als den Zeitpunkt, an dem Quantencomputer die kryptografischen Grundlagen realistisch knacken könnten – frühestens im Jahr 2029. Für Unternehmensverantwortliche ist diese Kombination aus „wahrscheinlicher Vorbereitung“ und „schwer planbarer Eintrittszeit“ entscheidend: Man kann nicht abwarten, bis die Bedrohung eingetreten ist, aber man muss auch vermeiden, zu früh in koordinationsintensive Änderungen hineinzugeraten.
In diesem Spannungsfeld liegt auch die langsame Natur von Bitcoin als Designentscheidung. Verbesserungen an digitalen Signaturen, die gegen Quantenangriffe widerstandsfähig sein sollen, müssen nicht nur technisch funktionieren, sondern auch gesellschaftlich und operativ durchsetzbar sein: Entwickler müssen Ansätze vergleichen, die Community muss sich auf Standards einigen, und dann braucht es eine Deployment-Kette über Wallets, Exchanges und Hardware-Geräte hinweg. Der Text betont deshalb, dass die Umstellung auf quantenresistente Signaturen Jahre in Anspruch nehmen kann. Genau deshalb wirkt die vom Konsortium geplante Finanzierung wie eine „Vorbereitungswette“: nicht auf einen einzelnen Release-Tag, sondern auf die Zwischenzeit zwischen heutigen Standards und post-quantenfähigen Verfahren.
Inhaltlicher Kern der Förderung ist „post-quantum cryptography“, also neue mathematische Methoden, die auch gegen Quantenmaschinen sicher bleiben sollen. Interessant ist dabei, dass der Anspruch nicht nur Bitcoin betrifft: In den letzten Jahren haben Anbieter in mehreren Branchen begonnen, „quantum-proof“ Services in Bereichen wie Cloud-Speicher, Messaging oder anderen Anwendungen mit klassischer Kryptografie zu propagieren. Allerdings ist die Aufgabe hier besonders anspruchsvoll, weil Bitcoin nicht einfach eine interne Verschlüsselungsbibliothek austauschen kann. Jede Signatur-Änderung muss kompatibel mit einem globalen Ökosystem aus Clients, Signaturprüfern und bereits existierenden Transaktionshistorien sein, was den technischen Aufwand und die Koordination zusätzlich erhöht.
Aus Marktsicht sendet das Konsortium ein Signal, das über reine Forschung hinausgeht. Wenn große Vermögensverwalter und börsennotierte Krypto-Unternehmen gemeinsam Geld in die Sicherheitsarbeit lenken, dann ist das auch ein Erwartungsmanagement gegenüber Stakeholdern: langfristige Halter wollen die Integrität des Netzwerks über Generationen hinweg erhalten, nicht nur kurzfristige Volatilität. Die Initiative bleibt dabei bewusst neutral gegenüber Code-Entscheidungen; gerade dieses „Nicht für die Community sprechen“ reduziert das Risiko, die dezentrale Governance strukturell zu verformen. Phong Le, CEO von Strategy, wird im Text mit den Worten zitiert: „As long-term holders, we have every incentive to see Bitcoin remain secure for generations. Funding the people who do this work, and helping inform the conversation around it, is a natural way for us to contribute, “.
Damit verschiebt sich die praktische Frage für das Ökosystem: Welche Forschungsarbeiten und Entwicklerrollen werden priorisiert, damit bis zum potenziellen Q-Day genug technische Reife entsteht? Genau hier können die Mitglieder indirekt Einfluss nehmen, ohne den Code selbst vorzuschreiben – etwa durch die Auswahl von Forschungspartnern, durch die Unterstützung von Implementierungen und durch das Erarbeiten belastbarer Migrationspfade. Für Unternehmen mit Bitcoin-Exposition heißt das zugleich, dass „Quantenfestigkeit“ nicht nur ein Schlagwort in Sicherheitsfolien sein sollte, sondern sich als Planungsparameter in Roadmaps für Wallet-Kompatibilität, Signing-Prozesse und Rechenzentrums-Setups wiederfinden muss.
💳 Amazon-Kreditkarte mit 2.000 Euro Limit bestellen!
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- NIEDLICHER BEGLEITER: Eilik ist der ideale Begleiter für Kinder und Erwachsene, die Haustiere, Spiele und intelligente Roboter lieben. Mit vielen Emotionen, Bewegungen und interaktiven Funktionen.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "BlackRock, Coinbase und Strategy starten Konsortium für „quantum-proof“ Bitcoin" für unsere Leser?


#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "BlackRock, Coinbase und Strategy starten Konsortium für „quantum-proof“ Bitcoin" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »BlackRock, Coinbase und Strategy starten Konsortium für „quantum-proof“ Bitcoin« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!