LONDON (IT BOLTWISE) – Bose erweitert seine Ultra Open Earbuds um eine zweite Generation mit mehr Bass, höherem Pegel und längerer Laufzeit. Gleichzeitig kommt mit den Bose Sport Open Earbuds eine günstigere Sport-Variante für Training und Bewegungen auf den Markt. Für die Ultra-Modelle nennt Bose einen Preorder-Start am 19. September bei 299 US-Dollar, während die Sport-Variante 100 US-Dollar weniger kostet. Bei beiden Produktlinien bleibt es bei der offenen Bauweise ohne aktive Geräuschunterdrückung (ANC).

Bose setzt bei den neuen Open Earbuds konsequent auf ein Design, das Musik und gleichzeitig die Umgebung hörbar lässt. Während die zweite Generation der Ultra Open Earbuds eine dezente optische Überarbeitung mitbringt und die Performance in Sound und Akkulaufzeit steigert, ergänzt das Unternehmen parallel eine preislich attraktivere Sport-Option. Genau diese Zweigleisigkeit ist bemerkenswert: Statt nur ein Update zu liefern, adressiert Bose zwei typische Nutzerprofile – den allgemeinen Alltag mit Fokus auf Klangcharakter und den Sporteinsatz mit Fokus auf sicheren Sitz. Damit rückt ein Segment in den Mittelpunkt, das vor rund zweieinhalb Jahren durch Clip-on-fähige, offene Wireless-Ohrhörer eine klare Dynamik bekam.
Technisch betrachtet bleibt das Grundprinzip der Ultra Open Earbuds erhalten: Die Kopfhörer werden außen ans Ohr geklipst und leiten den Schall über einen Transducer in Richtung Gehörgang, wobei Bose „minimal sound leakage“ verspricht. Wichtig ist dabei die Produktpositionierung: Diese Bauform will nicht „abdichten“ wie klassische In-Ears, sondern das Hören der Umgebung bewusst mitlaufen lassen. Entsprechend gibt es auch weiterhin keine aktive Geräuschunterdrückung (ANC). Für Anwender ergibt sich daraus ein anderes Lautheits- und Detailprofil als bei geschlossenen Systemen: Wer in Zügen, im Büro oder beim Pendeln Musik hört, bekommt weniger Abschirmung, dafür aber eine natürliche Geräuschkulisse. Bose versucht gleichzeitig, den Vorteil der Offenness durch zusätzliche Klangfeatures auszugleichen – darunter ein neuer Treiber für mehr Lautstärke und tieferen Bass.
Die zweite Generation der Ultra Open Earbuds bietet darüber hinaus zwei klangbezogene Stellhebel, die Bose explizit herausstellt. Einerseits kombiniert das Unternehmen den neuen Driver mit automatischen Anpassungen, die den Pegel dynamisch verändern sollen – damit bleibt der Höreindruck im Alltag stabil, auch wenn die Lautstärke der Umgebung schwankt. Andererseits führt Bose eine Funktion namens „Cinema Mode“ ein, die über Bose’ TrueSpatial-Technologie ein „wider, more immersive soundstage“ simulieren und zugleich Dialoge klar und zentriert halten will. Für viele Nutzer ist das praktisch ein Versuch, dem offenen Design eine Art räumliche Bühne hinzuzufügen, ohne den Charakter eines freien, nach außen hin hörbaren Setups komplett zu verlieren. Dass Bose gerade bei Podcasts und filmischem Audio „Dialog klar zentriert“ betont, ist ein Hinweis darauf, wo die Zielmärkte liegen: nicht nur Musikgenuss, sondern auch Sprachverständlichkeit im Alltag.
Bei der Energieeffizienz setzt Bose ebenfalls nach. Mit den Ultra Open Earbuds nennt der Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden allein in den Ohrhörern – zuvor waren es laut Beschreibung sieben Stunden. Ergänzend liefert das Case jetzt weitere 19,5 Stunden Wiedergabe, wobei das Case gleichzeitig so umgestaltet wurde, dass es künftig aufrecht stehen kann und damit das Laden per Wireless Charger im Alltag leichter macht. Diese Mischung aus längerer Laufzeit und „Docking“-Komfort ist ein Detail, das in der Praxis oft mehr zählt als theoretische Verbesserungen: Wenn das Case im Arbeitsalltag sichtbar und griffbereit platziert werden kann, sinkt die Reibung beim täglichen Nachladen. Preislich bleibt Bose dabei klar im Premiumfeld: Die Ultra Open Earbuds (2nd Gen) sollen ab dem 19. September vorbestellbar sein, mit Verfügbarkeit ab dem 1. Oktober, zum Preis von 299 US-Dollar. Farboptionen reichen von Schwarz über „white smoke“ bis zu „cherry chocolate“, „olive green“ und „sky pink“.
Parallel stellt Bose die Sport Open Earbuds vor, die das gleiche offene Clip-on-Prinzip aufgreifen, aber mit sporttauglicherer Mechanik und Haptik arbeiten. Der entscheidende Unterschied steckt nicht in einem neuen Abschirmkonzept, sondern in der Sitzsicherheit: Bose beschreibt eine dünnere Manschette mit einer „soft silicone matte finish“, die mehr Grip bieten soll. In der Produktkommunikation geht es dann um konkrete Bewegungsarten – Kopfbewegungen, Cartwheels und Running – also um den Testfall, in dem klassische Ear-Hook- oder In-Ear-Lösungen häufig nachgeben. Ergänzend gibt es automatische Lautstärkeanpassungen, die sich an das Umgebungsgeräusch orientieren, damit der Mix beim Joggen nicht „einrastet“ oder verschwindet. Dazu kommt ein anpassbarer Shortcut-Button an jedem Batterie-„Barrel“, dessen Textur die Bedienbarkeit beim Training verbessern soll.
Auch bei der Akkulaufzeit und beim Preis verfolgt Bose eine klare Staffelung. Die Sport Open Earbuds sind auf bis zu sieben Stunden Wiedergabe ausgelegt, plus weitere 22 Stunden mit dem kabellosen Ladecase. Für den Marktstart nennt Bose für beide Vorbestellungstermine dieselben Eckdaten wie bei der Ultra-Generation: Preorder ab 19. September und Verfügbarkeit ab 1. Oktober. Der Unterschied liegt jedoch im Budget: Die Sport-Variante kostet 199 US-Dollar, also 100 US-Dollar weniger als die Ultra-Modelle. Farblich bleibt das Angebot kompakter – Black, white smoke und eucalyptus green. Für Käufer ist diese Differenz relevant, weil sie eine typische Budgetentscheidung abbildet: Wer vor allem die Offenness und die Bewegungsstabilität beim Sport sucht, muss nicht zwingend die zusätzlichen Klang- und Feature-Elemente der Ultra-Generation einkaufen.
Einordnend lässt sich sagen, dass Bose mit der Produktlinie nicht nur „mehr Hardware“ liefert, sondern das Segment der offenen, clip-on-fähigen Wireless-Ohrhörer weiter formt. Dass Bose die Ultra Open Earbuds als Fortsetzung einer zuvor angestoßenen Marktbewegung positioniert, wirkt wie ein strategisches Signal: Die offene Bauform ist inzwischen so etabliert, dass Hersteller sie nicht mehr nur als Nischenexperiment betrachten, sondern als eigenständigen Formfaktor. Für die KI-gestützte Zukunft von Audio (etwa bei adaptiver Lautstärke, Szenenprofilen und intelligenter Klangsteuerung) ist das besonders spannend, weil diese Funktionen am Ende nur dann wirken, wenn Mechanik, Energiehaushalt und Audio-Processing als System zusammenpassen. Unterm Strich bleibt die Entscheidung für Nutzer damit weniger „ANC oder nicht“, sondern „wie sicher sitzt das Setup und wie gut bleibt die Sprach- und Basswahrnehmung trotz Offenness“. Genau hier setzen Bose Ultra (mehr Bass, höherer Pegel, Cinema Mode) und Bose Sport (mehr Grip, adaptives Volume, sportliche Bedienbarkeit) an – und machen aus einem einzelnen Produktupdate ein zweistufiges Angebot für Alltag und Training.
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