LONDON (IT BOLTWISE) – Dell bringt mit dem XPS Googlebook einen Premium-13-Zoll-Laptop auf den Markt, der auf einer Mischung aus Android und ChromeOS basiert. Nach einem Praxistest wirken vor allem die Software-Integrationen wie ein Rückschritt: Viele Android-Apps laufen nur eingeschränkt, teils fehlt sogar bekannte Software. Gemini ist zwar tief im System verankert, doch ein Kauf allein wegen KI-Funktionen erscheint kaum gerechtfertigt. Auch die Akkulaufzeit bleibt laut Benchmark und Alltagserfahrungen hinter den Erwartungen zurück.

Dell versucht mit dem XPS Googlebook, eine neue Laptop-Generation aus der Schnittstelle von Android und ChromeOS herauszuziehen. Der Ansatz klingt in der Theorie nach weniger Kompromissen: Android-Apps sollen nativ laufen, Inhalte lassen sich mit einem Smartphone synchronisieren oder spiegeln, und die Gemini-KI ist direkt in die Oberfläche eingebettet. Im Ergebnis bleibt die Frage aber: Lässt sich aus diesem Paket wirklich ein alltagstauglicher Ersatz für etablierte Desktop-Plattformen machen, oder handelt es sich eher um ein frühes Zusammensetzen vieler Bausteine?
Technisch greift Dell nach Angaben aus dem Testbericht auf das aktuelle XPS-Design zurück, statt eine komplett neue Hardwarebasis zu erfinden. Das Gehäuse bleibt mit rund 2,2 Pfund sehr leicht, das 13,4-Zoll-InfinityEdge-Display setzt den Premium-Look fort. Als Herz kommt ein Qualcomm Snapdragon X Elite mit 16 GB RAM zum Einsatz; im Kern handelt es sich damit um dieselbe Hardwareklasse, die auch bei einem vergleichbaren XPS 13 mit Windows 11 genutzt wird. Auffällig sind die Anschlussoptionen: Es gibt lediglich zwei USB-C-Ports beidseitig, einen Klinkenanschluss sucht man vergeblich. Dazu gesellt sich eine „Glowbar“, die zwar Lade- und Batteriestatus visualisieren kann, aber in der Praxis eher ein Detail bleibt als ein echtes Nutzerversprechen.
Für den Alltag entscheidet sich jedoch weniger am Aluminiumgehäuse als daran, wie stabil und „desktop-tauglich“ die Softwarekette funktioniert. Hier fällt die Bewertung deutlich aus: Im Web ist der Laptop mit Chrome und typischen Google-Diensten wie Gmail oder Kalender zwar solide, aber Android-Apps über den Google Play Store werden als nicht ausreichend optimiert beschrieben. Slack etwa funktioniere nur als mobile Android-App, wodurch sich zwar einzelne Kanäle oder Direktnachrichten anzeigen lassen, aber die gewohnte Desktop-Ansicht mit breiterem Layout fehlt. Reaktionen auf Nachrichten oder Bilder seien zudem umständlich, weil für Interaktionen ein langes Tippen nötig sei – also eher ein Verhalten wie am Smartphone als wie am Laptop. Bei weiteren Anwendungen wird es noch konkreter: Evernote soll im Play Store nicht verfügbar gewesen sein, und mehrere „Desktop-optimierte“ Workflows wirken eingeschränkt, weil der App-Funktionsumfang an die jeweilige Kompatibilität gebunden ist.
Auch konkrete Arbeitsaufgaben werden als zäh geschildert. Beim Bildbearbeiten müsse man dem Bericht zufolge erst mehrere Apps durchprobieren, bis eine Lösung gefunden wird, die das gewünschte Verhalten bietet; selbst dann sei der Funktionsumfang an Export-Workflows gekoppelt. Adobe Lightroom erscheint im Test so, dass das Verändern von Bildern zunächst eher über Zuschneiden statt über echte Resizing-Optionen erfolgt, verbunden mit dem Hinweis auf ein Abo, um mehr Funktionen freizuschalten. Für Audio-Editing habe Audacity gefehlt, sodass auf Alternativen wie Lexis Audio Editor ausgewichen werden musste, deren Oberfläche für komplexere Schnitte ungeeignet wirke. Selbst der Rückgriff auf Web-Workflows wird zur Notlösung: Für Evernote müsse man sich offenbar wiederholt einloggen, weil die Android-App nicht zur Verfügung steht. Der Gesamteindruck lautet damit nicht „schlechter Laptop“, sondern „gebremste Plattform“, die sich wie ein Flickenteppich aus einzelnen mobilen Komponenten verhält – mit den daraus entstehenden Friktionen in typischen Entwickler-, Kreativ- oder Produktiv-Workflows.
Nicht überzeugen kann zudem, dass Googlebook OS die Smartphone-Vorteile stärker in den Mittelpunkt rückt, ohne den Nutzen spürbar zu erhöhen. Das Synchronisieren führe dem Test zufolge zu redundanten Benachrichtigungen, wenn dieselben Apps auf beiden Geräten aktiv sind. Spiegeln einer Android-App vom Telefon auf den Laptop klingt komfortabel, stellt aber laut Bericht eher eine Umgehung dar: Warum einen „Spiegel“ verwenden, wenn die App ohnehin direkt auf dem Laptop laufen soll? Daneben spielt die Gemini-Integration zwar eine sichtbare Rolle, bleibt im Fazit aber an ein sehr klares Nutzerprofil gebunden. Gemini erledige Fragestellungen zu Produktbezügen zwar ordentlich, doch wer nicht bewusst auf Googles KI-Funktionen setzt, habe kaum einen Grund, für ein Laptopgerät zu zahlen, dessen Hauptargument letztlich die KI-Verfügbarkeit ist.
Im Bereich Akkulaufzeit zeigt sich ein ähnliches Muster aus Benchmark und Alltagswiderstand. Im PCMark-Android-Test werden im Bericht 15 Stunden und 15 Minuten genannt, was grundsätzlich zur erwartbaren Leistungsordnung eines Snapdragon-Laptops passt. Gleichzeitig heißt es, dass einzelne Apps im normalen Betrieb deutlich mehr Energie gezogen hätten, selbst wenn sie im Hintergrund liefen. Als Beispiel wird CapCut Pad erwähnt, das die Batterie innerhalb von einer Stunde um 50 % entleert haben soll, obwohl „nichts passiert“. Diese Diskrepanz reicht im Test aus, um das Vertrauen in einen durchgehenden Arbeitstag zu untergraben.
Am Ende rät der Test damit nicht zu einem Kauf des XPS Googlebook als Einstieg in eine neue Plattform. Zwar hebt der Bericht das Hardware-Design von Dell als weiterhin stark hervor, aber die Kombination mit einem aus Sicht des Autors „unterentwickelten“ Betriebssystem macht das Paket nicht empfehlenswert. Der naheliegende Vergleich lautet: Wer für rund 999 US-Dollar ohnehin das XPS 13 mit Windows 11 bekommt, erhält dort aus Nutzersicht offenbar die reifere App- und Entwicklerbasis sowie die breitere Unterstützung gängiger Programme. Googlebooks Versprechen, über Zeit kompatiblere Android-Apps nachzureichen, bleibt als Hoffnung formuliert, nicht als Entscheidungskriterium für den Moment. Für Unternehmen und professionelle Anwender bedeutet das: Wer planbar produktiv sein muss, sollte nicht auf die Rolle eines Beta-Testers setzen, sondern die Plattformreife und App-Kompatibilität zuerst belastbar prüfen.
🔥 Heutige Hot Deals bei Amazon: Bis zu 80% Rabatte!
🎉 Amazon Haul-Store für absolute Schnäppchenjäger!
- ★ 23-stufiges KI-Go-Training – Für Spieler mit Grundkenntnissen der Regeln – Entwickelt als intelligenter Trainingspartner passt sich die KI Spielern von 18K bis 9D an. Ideal für alle, die die Grundregeln bereits beherrschen und ihr Spiel verbessern möchten.
- IHR EMOTIONALER AI-BEGLEITER: Eiliko ist mehr als nur ein Anhänger, es ist ein charismatischer KI-Freund. Mit einem dynamischen LED-Bildschirm, der eine Vielzahl von animierten Gesichtern und Ausdrucksformen anzeigt, reagiert er auf Ihre Interaktionen mit einzigartiger Persönlichkeit und Charme.
- 【MEHR LEBEN FÜR DEINEN SCHREIBTISCH】 Lerne Eilik kennen – deinen kleinen Roboter-Freund mit Persönlichkeit. Mit liebevollen Animationen, ausdrucksstarken Reaktionen und spielerischen Interaktionen bringt Eilik mehr Freude in deinen Alltag. Ob auf dem Schreibtisch, im Büro oder am Nachttisch – Eilik wird schnell zu einem vertrauten Begleiter für besondere Momente.
- 【XL-Größe für gedeihende Pflanzen】Geben Sie Ihren Pflanzen den Raum, den sie verdienen! Unser verbessertes, großes 13,7 cm großes Design bietet Platz für Pflanzen mit einem Durchmesser von bis zu 8,9 cm und damit deutlich mehr Platz für Wurzelwachstum und Pflanzengesundheit im Vergleich zu kleineren, veralteten Modellen. Die Produktabmessungen betragen 13,6 x 13,6 x 13,2 cm und das Gerät wiegt nur 355 g.
- V28 Update - JETZT MIT NEUEN FUNKTIONEN! Als Reaktion auf das Ladeproblem von Loona haben wir das automatische Aufladen 2.0 verbessert. Diese Optimierung hilft Loona, die Ladewege in verschiedenen Szenarien zu erkennen und anzupassen, um die Erfolgsquote beim automatischen Aufladen zu erhöhen. Mobile Hotspots können sich mit Loona verbinden und überwinden WLAN-Einschränkungen, sodass Sie jederzeit und überall mit Loona interagieren können.
- Die besten Bücher rund um KI & Robotik!

- Die besten KI-News kostenlos per eMail erhalten!
- Zur Startseite von IT BOLTWISE® für aktuelle KI-News!
- IT BOLTWISE® kostenlos auf Patreon unterstützen!
- Aktuelle KI-Jobs auf StepStone finden und bewerben!
- Künstliche Intelligenz: Dem Menschen überlegen – wie KI uns rettet und bedroht | Der Neurowissenschaftler, Psychiater und SPIEGEL-Bestsellerautor von »Digitale Demenz«
Du hast einen wertvollen Beitrag oder Kommentar zum Artikel "Dell XPS Googlebook im Test: Premium-Hardware, aber eine unbrauchbare Plattform" für unsere Leser?

#Sophos
Es werden alle Kommentare moderiert!
Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen.
Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte.
Du willst nichts verpassen?
Du möchtest über ähnliche News und Beiträge wie "Dell XPS Googlebook im Test: Premium-Hardware, aber eine unbrauchbare Plattform" informiert werden? Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den RSS-Hauptfeed oder IT BOLTWISE® bei Google News wie auch bei Bing News abonnieren.
Nutze die Google-Suchmaschine für eine weitere Themenrecherche: »Dell XPS Googlebook im Test: Premium-Hardware, aber eine unbrauchbare Plattform« bei Google Deutschland suchen, bei Bing oder Google News!