BONN / LONDON (IT BOLTWISE) – Die Deutsche Telekom zeigt im ersten Quartal beeindruckende Ergebnisse, insbesondere durch das starke Wachstum von T-Mobile US. Trotz der positiven Zahlen senkt die DZ Bank das Kursziel aufgrund einer Neubewertung von T-Mobile US. Der Fokus liegt nun auf der weiteren Entwicklung in den USA und dem Glasfaserausbau in Deutschland.

Die Deutsche Telekom hat im ersten Quartal des Jahres solide Ergebnisse präsentiert, die vor allem durch das starke Wachstum ihrer US-Tochter T-Mobile US geprägt sind. Der Konzern konnte seinen Umsatz organisch um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro steigern, während das bereinigte EBITDA AL auf 11,5 Milliarden Euro anstieg. Diese Zahlen verdeutlichen, dass das Wachstum nicht nur den Umsatz betrifft, sondern sich auch positiv auf die Profitabilität auswirkt.
Besonders bemerkenswert ist die Leistung von T-Mobile US, deren Service-Umsatz um 11,5 Prozent auf 18,9 Milliarden US-Dollar stieg. Mit 217.000 neuen Postpaid-Kunden bleibt die US-Tochter der wichtigste Wachstumstreiber der Deutschen Telekom. Diese Entwicklung zeigt, dass der Erfolg des Konzerns stark mit der Performance von T-Mobile US verknüpft ist, was sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
In Deutschland setzt die Deutsche Telekom weiterhin auf den Ausbau ihres Glasfasernetzes. Mittlerweile sind 13 Millionen Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen, wobei die Zahl der aktiven FTTH-Kunden auf 2,2 Millionen gestiegen ist. Trotz dieser Fortschritte zeigt die Auslastung von 17,1 Prozent, dass noch Potenzial zur Verbesserung besteht. Im Breitbandmarkt musste der Konzern jedoch leichte Verluste hinnehmen, was darauf hindeutet, dass der Netzausbau stärker in zahlende Kunden umgewandelt werden muss.
Die DZ Bank hat trotz der positiven Geschäftsentwicklung das Kursziel für die Deutsche Telekom von 39 auf 37 Euro gesenkt. Grund dafür ist eine niedrigere Zielbewertung für T-Mobile US. Dennoch bleibt die Kaufempfehlung bestehen, da der Konzern operativ in allen Bereichen solide abliefert. Der breitere Analystenkonsens bleibt ebenfalls positiv, mit einem mittleren Kursziel von 38,84 Euro.
Der Aktienkurs der Deutschen Telekom steht jedoch unter Druck. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 28,15 Euro, was auf Sicht von zwölf Monaten einem Minus von 11,34 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang beträgt das Plus lediglich 1,00 Prozent. Technisch gesehen handelt die Aktie unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 30,37 Euro und der 200-Tage-Linie von 29,27 Euro. Der RSI von 64,2 signalisiert jedoch keinen überverkauften Markt.
Für die kommenden Quartale liegt die Messlatte hoch. Das Wachstum in den USA und eine bessere Glasfaser-Auslastung in Deutschland müssen den Abstand zu den Analystenzielen verkleinern. Die Deutsche Telekom steht vor der Herausforderung, die starken Zahlen in eine positive Kursentwicklung umzusetzen.
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