SAN MATEO / LONDON (IT BOLTWISE) – Ein ehemaliger Mitarbeiter des KI-Startups Skild AI erhebt schwere Vorwürfe der Diskriminierung. Der Kläger, der als nicht-binär und transgender identifiziert wird, behauptet, aufgrund seiner Geschlechtsidentität, sexuellen Orientierung und Behinderung benachteiligt worden zu sein. Die Klage wurde im San Mateo County Superior Court eingereicht.

In der Technologiebranche sind Diskriminierungsvorwürfe keine Seltenheit, doch der Fall von Carlos M. Lopez gegen das KI-Startup Skild AI wirft ein besonderes Licht auf die Herausforderungen, denen sich nicht-binäre und transgender Personen am Arbeitsplatz stellen müssen. Lopez, der im August 2025 als Roboteroperator und Datenanalyst eingestellt wurde, erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Laut der Klage, die im Dezember eingereicht wurde, wurde Lopez aufgrund seiner Geschlechtsidentität, sexuellen Orientierung und Behinderung diskriminiert.
Der Vorfall begann, als Lopez eine LGBTQ-Pride-Flagge an seinem Arbeitsplatz aufstellte, die kurz darauf von den Verantwortlichen entfernt wurde. Dies war der Auftakt zu einer Reihe von Ereignissen, die Lopez als diskriminierend empfand. Er berichtet, dass er nach dem Tragen eines LGBTQ-Pride-Pins zunehmend schwierige Aufgaben ohne ausreichende Unterstützung zugewiesen bekam und von wichtigen Meetings ausgeschlossen wurde. Diese Behandlung führte schließlich zu einer Verletzung am Arbeitsplatz, die Lopez’ Situation weiter verschärfte.
Besonders beunruhigend sind die Vorwürfe, dass Lopez nach einer schweren Verletzung im Männer-WC, bei der er eine Gehirnerschütterung erlitt, gezwungen wurde, den Unfall vor anderen Mitarbeitern nachzustellen. Diese Demütigung, so die Klage, sei ein weiteres Beispiel für die feindliche Arbeitsumgebung, die Lopez ertragen musste. Trotz der Kenntnis seiner gesundheitlichen Einschränkungen, darunter eine Nierenerkrankung und sensorische Verarbeitungsprobleme, habe das Unternehmen keine angemessenen Vorkehrungen getroffen.
Die Klage gegen Skild AI und den Personalverantwortlichen Jwalin Shah sowie den HR-Dienstleister Lightsource HR Global III wirft ein Schlaglicht auf die Notwendigkeit von Inklusion und Gleichbehandlung in der Tech-Branche. Der Fall wird im Juni vor Gericht verhandelt, und es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen er auf die Unternehmenspolitik und den Umgang mit Diversität in der Branche haben wird.
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