ATLANTA / LONDON (IT BOLTWISE) – Emory University-Forscher bereiten sich darauf vor, ihre innovativen Kraftsensoren zur Internationalen Raumstation zu schicken. Diese Sensoren sollen die Mechanik von Zellen in der Mikrogravitation untersuchen und könnten neue Erkenntnisse über die Auswirkungen des Weltraums auf die menschliche Biologie liefern.

Die Emory University in Atlanta ist bekannt für ihre bahnbrechenden Forschungen in der Molekularbiologie. Unter der Leitung von Professor Khalid Salaita entwickelt ein Team von Wissenschaftlern Kraftsensoren aus synthetischer DNA, die bald zur Internationalen Raumstation (ISS) geschickt werden sollen. Diese Sensoren sind in der Lage, die winzigen mechanischen Kräfte zu messen, die in Zellen wirken, und könnten entscheidende Einblicke in die Veränderungen der Zellmechanik unter Mikrogravitation liefern.
Die Forschung wird durch eine Förderung der National Science Foundation und des Center for the Advancement of Science in Space unterstützt. Ziel ist es, die Mechanobiologie in der Mikrogravitation der niedrigen Erdumlaufbahn zu untersuchen. Die Sensoren sollen helfen zu verstehen, wie sich die Zellmechanik im Weltraum verändert, was potenziell wichtige Erkenntnisse für die Medizin und Biologie auf der Erde liefern könnte.
Professor Salaita erklärt, dass die Biologie des Menschen im Weltraum drastischen Veränderungen unterliegt. Astronauten verlieren schnell an Knochendichte, ihr Immunsystem wird dysreguliert und auch die Blutgerinnung verändert sich. Diese Phänomene sind faszinierend, da sie darauf hindeuten, dass Zellen auf die Schwerkraft reagieren, obwohl die Kräfte, die auf sie wirken, extrem klein sind.
Die Herausforderung besteht darin, die synthetischen DNA-Sensoren so vorzubereiten, dass sie den Transport zur ISS überstehen. Sie müssen eingefroren und im Frachtraum des Raketentransports gelagert werden. Zudem müssen die Experimente so konzipiert sein, dass sie im begrenzten Raum der ISS effizient durchgeführt werden können. Die Ergebnisse könnten nicht nur das Verständnis der Zellmechanik im Weltraum verbessern, sondern auch die Anwendung der Kraftsensoren in der biomedizinischen Forschung auf der Erde erweitern.
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